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Skispringen und Skisprungbegriffe

Weitenjagd mit Hilfe der Schanze

Das Prinzip von "Höher, weiter, schneller" wurde auch im Winter zum großen Thema der Menschen und die Faszination vom Fliegen war sowieso seit jeher gegeben. Die Kombination aus beiden Emotionen war der Beginn des Skispringens, der im 19. Jahrhundert stattgefunden hatte.

Skispringen und Skifliegen

Bei der Premiere der Olympischen Winterspiele 1924 gab es die Bewerbe im Skispringen bereits, den Weltcup führte man nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Das Skispringen war damals wie heute durch die Schanzen erfolgt, indem ein Athlet sich mutig von der Schanze in die Luft per Sprungtechnik beförderte, um möglichst weit zu springen und sicher zu landen.

Aber das Skispringen der 1950er-Jahre ist mit dem heutigen Skispringen überhaupt nicht zu vergleichen, auch wenn es jeweils eine Schanze und zwei Ski als Hilfsmittel gab und gibt. Die Technik ist eine andere, der V-Stil wurde erfunden und die Ausrüstung unterscheidet sich gewaltig. Dazu haben sich die Schanzen auch stark verändert und zum Teil auch stark verändern müssen. Denn durch den V-Stil Ende der 1980er-Jahre waren die Skispringer viel weiter gekommen und die Schanzen zu klein geworden. Oftmals sprang man bis zu 110 Meter, mit dem V-Stil wird aber auf einigen Schanzen schon fast geflogen und man erreicht bis zu 140 Meter oder darüber. Daher war der Umbau vieler Anlagen Pflicht, andernfalls wäre das Skispringen auf professioneller Ebene gar nicht mehr möglich gewesen.

Noch in den 1980er-Jahren sprang man regelmäßig von der kleineren als Normalschanze bezeichneten Anlage und von der Großschanze. Heute werden fast nur noch Springen von der Großschanze durchgeführt. Die Normalschanze ist meist nur dann im Einsatz, wenn Großbewerbe anstehen wie die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften oder olympische Winterspiele, denn dort gibt es die Bewerbe von der Normalschanze auch und dafür braucht es Training und Erfahrung, weshalb im Weltcup diese kleineren Sprungeinrichtungen in den Kalender eingebaut werden.

Das Nonplusultra ist das Skifliegen. Dabei bedient man sich einer noch größeren Schanze, mit der 200 Meter und mehr an Distanz überwunden werden können. Außerdem gibt es im Skispringen seit den 1990er-Jahren das Skispringen der Damen und im 21. Jahrhundert wurde dieses auf professionelle Beine gestellt und es gibt eine eigene Weltcupwertung.

Die Damen sind auch ein wichtiges Stichwort, denn längst gibt es auch eine eigene Weltcupwertung für die Frauen, die aber meist auf den Normalschanzen unterwegs sind. Sie springen hin und wieder auch auf Großschanzen und in seltenen Fällen auf der Skiflugschanze, meist sind sie aber in weniger bekannten Wintersportorten unterwegs, um Weltcuppunkte zu sammeln. Dabei hat sich die Qualität aber deutlich verbessert und die Leistungen sind so gut geworden, dass auch der Mixed-Bewerb eingeführt wurde, bei dem zwei Frauen und zwei Männer ein Nationalteam ergeben.

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Skispringen GrundlagenArtikel-Thema:
Skispringen und Skisprungbegriffe
letztes Datum:
10. 06. 2020

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