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Skispringen Gesamtnote

Gesamtnote: Alle Wertungen zusammen

Man könnte beim Skispringen die Reihenfolge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach deren Weite ermitteln und so die Sieger feststellen, also die Weitesten sind auch die Besten. Aber im internationalen Skispringen wird nicht so verfahren. Gereiht wird nach der Gesamtnote und wer die beste Note aufweist, hat den Bewerb für sich entschieden.

Gesamtnote im Skispringen

Skispringen Punktewertung GesamtnoteDie Gesamtnote ist einerseits die Zusammenfassung der Teilbewertungen und zum anderen die Grundlage für die Reihung aller Teilnehmerinnen oder Teilnehmer aufgrund der gezeigten Leistungen. Wer die beste Note aufweist, hat damit den Sieg für sich holen können, wenn es der zweite Durchgang war. Im ersten Durchgang hat man noch nicht gewonnen, aber schon einmal die Führung übernommen und damit eine gute Möglichkeit für den Sieg herausgesprungen.

Die Teilbewertungen für die Gesamtnote sind die Haltungsnoten und die Weitenpunkte. Bei den Weitenpunkten ist der K-Punkt der verwendeten Schanze wesentlich. Dieser Konstruktionspunkt stellt jenen Punkt dar, den die besten erreichen sollten und es gibt 60 Punkte dafür. Springt man weiter, bekommt man je nach Größe der Schanze mehr Punkte, springt man kürzer, weniger. Beim Skifliegen gibt es pro Meter 1,2, bei der Großschanze 1,8 und bei der Normalschanze 2,0 Punkte auf oder ab.

Dazu kommt die Haltungsnote, die sich aus den Bewertungen der Sprungrichter ergibt. Sie erteilen Punkte für den Flug, die Landung und das Ausfahren. Ist man ein Stilist und alles hat perfekt geklappt, dann kann man maximal 3 x 20,0 Punkte holte, jeweils 20,0 als Maximal pro Sprungrichter. Fünf werden im internationalen Bewerb eingesetzt - die schwächste und beste Wertung fallen aus der Wertung.

Die Gesamtnote ergibt sich also aus der Addition von Weitenpunkte und Haltungsnote.

Gesamtnote und Gate sowie Windpunkte

Allerdings ist dies nicht mehr ganz so richtig, weil dies war das ursprüngliche System. Neu dazu gekommen sind Punkte, die sich aufgrund des veränderten Start Gate ergeben können. Durch Windpunkte und verschiedene Anlauflängen während eines Durchgangs kann sich die Gesamtnote noch deutlich verändern. Früher musste bei einem wechselnden Wind der Durchgang neu gestartet werden. Um diese Zeit zu sparen, wurde ein neues System entwickelt. Springt ein Teilnehmer bei Aufwind, dann bekommt er Punkte abgezogen, springt einer bei Rückenwind, dann bekommt er Punkte hinzugezählt. Damit soll die Gerechtigkeit erreicht werden, denn bei Rückenwind sind die Weiten viel geringer als bei Aufwind, wenn der Wind von vorne bläst und den Springer weiter trägt.

Es kann durchaus sein, dass man aufgrund eines starken Rückenwindes so viele Punkte aufgeschlagen bekommt wie normalerweise durch einen einzelnen Punkterichter. Ein +17 Punkte ist durchaus bei windigen Verhältnissen möglich, wobei der Windkorridor eine Rolle spielt. Es wird vor dem Bewerb festgelegt, wie stark der Wind blasen darf. Bläst er stärker als im Korridor angesetzt, darf nicht gesprungen werden, weil es zu gefährlich werden kann, zum Beispiel durch eine starke seitliche Böe.

Auch das Gate spielt eine Rolle. Das Start Gate ist der Bereich, an dem der sogenannte Zitterbalken fixiert wird. Je höher das Start Gate ist, desto mehr Anlaufgeschwindigkeit hat man, weil sich der Anlauf auch verlängert. Je niedriger das Gate, umso geringer die Geschwindigkeit. Daher bekommt man Gatepunkte aufgeschlagen, wenn der Anlauf verkürzt wird und abgezogen, wenn der Anlauf verlängert wird.

Die Gesamtnote kann sich daher noch deutlich verändert, wenn diese Außenbedingungen sich ändern.

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