Sie sind hier: Startseite -> Skisport / Snowboard -> Skispringen -> Vierschanzentournee

Skispringen und Vierschanzentournee

Vier Schanzen, eine Gesamtwertung

Es gibt im Rahmen des Skispringens einige Highlights, die über den normalen Bewerben stehen. Dazu zählt die Teilnahme an Olympischen Winterspielen und die Chance auf den Gewinn einer Medaille, die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und natürlich auch die Weltcupwertungen im Gesamtweltcup und, wenn er ausgetragen wird, im Skifliegen.

Vier Springen nach Weihnachten bis zum 6. Jänner

Und dann gibt es die Vierschanzentournee. Zwar findet auch das Nordic Tournament statt, das aber beiweiten nicht an die Tradition und Wertigkeit heranreicht. Während die Weltcupwertung in der heute bekannten Form 1979/80 eingeführt wurde, gibt es die Vierschanzentournee bereits seit der Saison 1952/53 und hat dementsprechend bereits eine lange Geschichte zu erzählen.

Der Name ist Programm, denn die Vierschanzentournee besteht aus vier Sprungschanzen, auf denen jeweils ein Bewerb stattfindet. Jeder Bewerb gilt als eigenes Weltcupspringen mit den üblichen Punkten für den Sieger bis zum 30. Platz, aber zusätzlich werden die erzielten Punkte pro Springen zu einer Gesamtwertung zusammengeführt. Und zwar nicht die erzielten Weltcuppunkte, sondern die Wettkampfpunkte, die sich aus Weite, Haltungsnoten und weiteren Details zusammensetzen.

Die Vierschanzentournee findet jedes Jahr zum gleichen Termin statt und sie wird immer auf den gleichen Sprungschanzen ausgetragen. Das erste Springen findet vor Silvester in Oberstdorf statt, das zweite als Neujahrsspringen am 1. Jänner in Garmisch-Partenkirchen und somit gibt es zwei Springen in Deutschland.

Das dritte Springen findet am Berg Isel in Innsbruck statt und das vierte in Bischofshofen, womit auch Österreich zwei Springen veranstaltet. In Bischofshofen weiß man dann, wer die Vierschanzentournee gewonnen hat.

Da nicht die Weltcuppunkte ergo die Platzierungen zusammengezählt werden, sondern die Wettkampfpunkte, kann es durchaus sein, dass jemand einmal überlegen gewonnen hat und durch diesen Punktevorsprung die Tournee für sich entscheidet, obwohl er sonst nicht unter die besten Drei kommt und das, obwohl ein anderer vielleicht die drei anderen Springen siegreich gestalten konnte.

Endstand der Vierschanzentournee 2018/19 (nach allen 4 Springen)

1. Ryoyu Kobayashi (Japan) 1098,0
2. Markus Eisenbichler (Deutschland) 1035,9
3. Stefan Leyhe (Deutschland) 1014,1
4. Dawid Kubacki (Polen) 1010,8
5. Roman Koudelka (Tschechien) 1006,3
6. Kamil Stoch (Polen) 994,0
7. Andreas Stjernen (Norwegen) 988,0
8. Robert Johansson (Norwegen) 983,2
9. Daniel Huber (Österreich) 970,4
10. Kilian Peier (Schweiz) 959,3

 

Tourneesieger Vierschanzentournee

2019 Ryoyu Kobayashi (Japan)
2018 Kamil Stoch (Polen)
2017 Kamil Stoch (Polen)
2016 Peter Prevc (Slowenien)
2015 Stefan Kraft (Österreich)
2014 Thomas Diethart (Österreich)
2013 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2012 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2011 Thomas Morgenstern (Österreich)
2010 Andreas Kofler (Österreich)

2009 Wolfgang Loitzl (Österreich)
2008 Janne Ahonen (Finnland)
2007 Anders Jacobsen (Norwegen)
2006 Jakub Janda (Tschechien) + Janne Ahonen (Finnland)
2005 Janne Ahonen (Finnland)
2004 Sigurd Petterson (Norwegen)
2003 Janne Ahonen (Finnland)
2002 Sven Hannawald (Deutschland)
2001 Adam Malysz (Polen)
2000 Andreas Widhölzl (Österreich)

1999 Janne Ahonen (Finnland)
1998 Funaki (Japan)
1997 Primoz Peterka (Slowenien)
1996 Jens Weißflog (Deutschland)
1995 Andreas Goldberger (Österreich)
1994 Espen Bredesen (Norwegen)
1993 Andreas Goldberger (Österreich)
1992 Toni Nieminen (Finnland)
1991 Jens Weißflog (Deutschland)
1990 Dieter Thoma (Deutschland)

1989 Laakonen (Finnland)
1988 Matti Nykänen (Finnland)
1987 Ernst Vettori (Österreich)
1986 Ernst Vettori (Österreich)
1985 Jens Weißflog (DDR)
1984 Jens Weißflog (DDR)
1983 Matti Nykänen (Finnland)
1982 Deckert (DDR)
1981 Hubert Neuper (Österreich)
1980 Hubert Neuper (Österreich)

1979 Kokkonen (Finnland)
1978 Yliantila (Finnland)
1977 Jochen Danneberg (DDR)
1976 Jochen Danneberg (DDR)
1975 Willi Pürstl (Österreich)
1974 Aschenbach (DDR)
1973 Schmidt (DDR)
1972 Mork (Norwegen)
1971 Raska (CSSR)
1970 Queck (DDR)

1969 Wirkola (Norwegen)
1968 Wirkola (Norwegen)
1967 Wirkola (Norwegen)
1966 Kankkonen (Finnland)
1965 Brandtzäg (Norwegen)
1964 Kankkonen (Finnland)
1963 Engan (Norwegen)
1962 Kirjonen (Finnland)
1961 Recknagel (DDR)
1960 Bolkart (BRD)

1959 Recknagel (DDR)
1958 Recknagel (DDR)
1957 Uotinen (Finnland)
1956 Kamenski (UdSSR)
1955 Silvenoinen (Finnland)
1954 Björnstad (Norwegen)
1953 Buwi Bradl (Österreich)

Übersicht der Unterseiten

Oberstdorf

Das Skispringen in Oberstdorf im Rahmen der Vierschanzentournee - dem ersten der vier Springen kurz vor Silvester.

Garmisch

Das Skispringen in Garmisch-Partenkirchen als Teil der Vierschanzentournee und als Neujahrsspringen am 1. Jänner des neuen Jahres.

Innsbruck

Das Skispringen in Innsbruck vom Berg Isel als dritte Station der Vierschanzentournee, die rund um den Jahreswechsel stattfindet.

Bischofshofen

Das Skispringen in Bischofshofen als Abschluss der Vierschanzentournee und Ermittlung des Gesamtsiegers der Tournee.

K.o.-Modus

Grundlagen über den K.o.-Modus bei der Vierschanzentournee, wodurch sich die Reihenfolge und die Qualifikation für den Finaldurchgang geändert hat.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Skispringen

Startseite Skisport