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Skispringen und Landebereich

Landebereich: Zone für die Landung weiter Sprünge

Hat man mit seinem Sprung den Vorbau - oder auch den Aufsprunghügel - überwunden, dann zieht man in die Tiefe und erreicht den Landebereich des Skispringens. Dieser ist dafür ausgerichtet, dass man auch weite Sprünge gut stehen kann, was mit dem steilen Winkel des Landebereiches zu tun hat.

Vorgesehene Landezone

Denn durch die hohe Geschwindigkeit, die man beim Skispringen erreicht, ist ein flacher Winkel für die Landung sehr problematisch. Deshalb wird es riskant, wenn ein Sprung zu weit ausgeführt wird und das gilt für das normale Skispringen ebenso wie für das Skifliegen. Der Druck auf den Athleten steigt enorm und durch das flache Gelände des Auslaufs ist das Verletzungsrisiko weit höher als beim steilen Landebereich.

Der Landebereich wird üblicherweise als jener Bereich definiert, der mit dem Normpunkt beginnt, ab dem die Landungen zu erwarten sind und bis zum K-Punkt reicht - bis zum Konstruktionspunkt, ab dem das Landen schwieriger wird. Die Jury hat die Möglichkeit, eine eigene Juryweite festzulegen, die als Kriterium für Verkürzungen des Anlaufes gilt, sollte jemand diese Weite übertreffen.

Innerhalb dieser Parameter landen die meisten Athleten, nur ganz missglückte Sprünge werden früher beendet oder besonders gute Sprünge können über den K-Punkt und/oder die Juryweite hinausreichen und erfordern viel Routine bei der dann schwierigeren Landung.

Der Landebereich selbst stellt üblicherweise keine Probleme dar, aber es hängt auch von den Außenbedingungen ab. Besonders tückisch wird die Landung beim Skispringen dann, wenn es stark schneit oder wenn es starke Sonneneinstrahlung und warmes Wetter gibt, weil in beiden Fällen kann der Schnee den Ski unnatürlich bremsen, was beim Landevorgang zu Problemen führen kann. Dann kommt ein wesentlicher Faktor dazu, nämlich die Sturzgrenze.

Sturzgrenze und Skispringen

Die Sturzgrenze ist eine Querlinie beim Auslauf, also in jenem Bereich, in dem man nicht mehr hinspringen kann, sondern mit schöner Telemarkhaltung den Sprung beendet. Sobald man die Linie überquert hat, ist die Aktion für die Bewertung erledigt und die Sprungrichter urteilen über die Ausführung von a) dem Sprung, b) der Haltung und c) der Landung. Das ergibt die Haltungsnote pro Sprungrichter und dazu kommt auch die Punkteanzahl für die Weite, die man erreicht hat. Das Ergebnis ist die Gesamtnote, die für die Reihung im Durchgang oder im Falle des zweiten Wertungsdurchgangs für das Endergebnis wesentlich ist.

Warum ist die Sturzgrenze jetzt so wichtig?

Angenommen, ein Springer erreicht einen sehr guten Sprung auf 120 Meter, verschneidet aber die Ski und stürzt vor der Sturzgrenze. In dem Fall wird sein Sprung als gestürzt bewertet, was bedeutet, dass es pro Sprungrichter nur 6,0 Punkte geben kann. Maximal drei Richter sind für die Bewertung möglich, was 18,0 Punkte ergibt. Bei einem ordnungsgemäß durchgeführten Sprung mit schöner Landung kassiert man schon von einem Sprungrichter je nach Weite 17 - maximal 20,0 Punkte. Daher ist leicht zu erahnen, dass man keine Chance auf eine gute Platzierung haben kann.

Landet man aber sicher oder zumindest halbwegs sicher und stürzt erst nach der Sturzgrenze, dann passiert gar nichts. Der Sturz ist zwar gesehen worden, er ist für die Wertung aber nicht relevant und man bekommt die Punkte zugesprochen, die bis zur Sturzgrenze üblich sind. Wenn man schon halb seitlich geneigt war, wird man auch nicht die besten Punkte erreichen können, aber 14 - 17,0 Punkte sind trotzdem möglich und nicht 6,0 pro Richter.

Daher ist die Sturzgrenze nur eine Linie, aber die Linie kann über Sieg und Niederlage entscheiden.

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