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Startluke und Startgate beim Skispringen

Startluke: Beginn des Anlaufs

Damit das Skispringen gelingen kann, braucht es eine Schanze, denn durch diese erhält man die Geschwindigkeit, um wirklich auf Weite kommen zu können. Das Prinzip gilt für die Leichtathletik auch, bei der die Weitspringer/innen kaum die Leistung bringen könnten, wenn sie keinen Anlauf hätten. Beim Skispringen ist der Anlauf und dann der Absprung am Schanzentisch notwendig.

Ausgangspunkt für den Anlauf

Der Anlauf beginnt bei der Startluke. Die Startluke ist eine bestimmte Position auf der Schanze im obersten Bereich, wo der sogenannte Zitterbalken fest verankert wird. Früher gab es richtige Luken, aus denen die Skispringer herausgefahren sind. Sie mussten dann eine Kurve durchführen, um den eigentlichen Anlauf zu beginnen. Deshalb nennt man den Bereich auch nicht mehr Startluke, sondern Start Gate.

Start Gate beim Skispringen

Das Start Gate ist jene Position, an der der Zitterbalken angebracht wird. Die Skispringer kommen entsprechend der Startreihenfolge auf Höhe des Zitterbalkens, legen ihre Ski auf den seitlichen Bereich neben der Anlaufspur und schnallen die Ski an. Sind sie an der Reihe und der Vorgänger ist abgesprungen, dann rutschen sie am Zitterbalken zur Mittelposition, drehen die Ski so, dass sie in der Anlaufspur geführt werden und stoßen sich bei Startfreigabe vom Zitterbalken ab, um Geschwindigkeit aufzunehmen und anschließend von der Schanze zu springen.

Das Start Gate ist somit die Position, von der aus man die Schanze abfährt. Jedes Gate hat eine Nummer, wobei die niedrigst mögliche Position an der Schanze die Nummer 1 hat. Es gibt viele verschiedene Positionen, sodass es auch Gate 2, 3, 4 und so weiter gibt. Meist springt man von einem Gate 13 oder 14 ab, wobei von Gate zu Gate ein Abstand von 0,4 Meter besteht. Das heißt, wenn es Rückenwind gibt und man verändert das Start Gate von 13 auf 14, dann verlängert sich auch der Anlauf entsprechend um die 0,4 Meter. Ein längerer Anlauf bedeutet, dass man bis zum Absprung mehr Geschwindigkeit aufbauen kann und damit gehen die Sprünge weiter.

Gehen sie zu weit, dann verkürzt man den Anlauf durch die Reduktion des Start Gate. Das bedeutet in der Praxis, dass der Zitterbalken binnen weniger Augenblicke nach oben oder unten versetzt wird - ganz nach Notwendigkeit.

Start Gate und Gatepunkte

Früher musste ein Durchgang im Skispringen abgebrochen und komplett neu gestartet werden, wenn sich die Anlauflänge verändert hatte. Heute hat man andere Mittel. Wird verkürzt oder verlängert, dann bleiben die bisherigen Ergebnisse erhalten, aber die nun startenden Athletinnen oder Athleten erhalten mehr oder weniger Punkte durch die Gatepunkte. Das heißt, dass bei der Vergabe der Punkte für die Gesamtnote weitere Punkte dazukommen können, wodurch man die neue Situation berücksichtigt. Wird verkürzt, dann kann man natürlich nicht so weit springen wie die Leute davor und der Zuschlag an Punkte kompensiert diese schwächere Chance. Bei einer Verlängerung reduzieren sich die Gatepunkte entsprechend.

Lesen Sie auch

Jede größere Schanzenanlage hat einen Sprungturm als grundsätzlichen Aufbau, von dem aus die eigentliche Schanze bergab führt. Für die Sportlerinnen und Sportler relevant ist die Startluke oder auch das Start Gate sowie der Zitterbalken, auf dem man Platz nimmt. Nimmt man den Sprung in Angriff, dann fährt am dank Anlaufspur mit möglichst hoher Geschwindigkeit in gebückter Haltung bis zum Schanzentisch und springt mit Kraft ab.

Klappt der Sprung nicht, kann es passieren, dass man am Aufsprunghügel oder Vorbau landet, doch der eigentliche Landebereich ist weiter unten zu erreichen. Mit dem Auslauf bis zum Publikum wird die Anlage abgeschlossen. Für das Publikum, aber auch für die Teilnehmer selbst gibt es die Anzeigentafel zur Information.

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Skispringen mit Startluke und Start GateArtikel-Thema:
Startluke und Startgate beim Skispringen
letztes Datum:
13. 09. 2020

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