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Skispringen Aufsprunghügel oder Vorbau

Aufsprunghügel: die erste Zone der Landefläche

Im Skispringen gibt es wohl keinen größeren Albtraum, als auf dem Aufsprunghügel zu landen, was meist aber nur möglich ist, wenn es entweder einen Sturz oder einen fatalen Fehler gibt. Der Aufsprunghügel ist jene Zone, die man beim Skispringen besonders schnell überwindet. Dem Aufsprunghügel folgen die weiteren Bereiche der Landefläche im Sprungstadion, die man Aufsprungbahn nennt.

Vorbau: oberster Bereich der Landefläche

Skispringen Schanze Vorbau AufsprunghügelDenn der Aufsprunghügel ist eigentlich der Beginn des Landebereiches, wenn man im Skispringen den Sprung durchgeführt hat, die Sprungschanze damit verlässt und in die Flugphase übergeht. In diesem Bereich werden mit Tannenzweige gerne auch vom Veranstalter Logos oder andere Symbole nachgebildet, weil dies eine gute Werbung in den TV-Übertragungen darstellt. Da hier sowieso niemand landet, bleiben die Darstellungen gut erhalten.

Es gab aber in früheren Zeiten Skispringer, die so kurz sprangen, dass die Darstellungen doch zerstört wurden. Über diese Leute hat man dann lieber berichtet als über die eigentlichen Sieger. Michael Edwards aus Großbritannien war ein solcher, der kaum mehr als 60 oder 70 Meter weit springen konnte.

Heute ist durch die Qualifikation sichergestellt, dass solche Springer im Wettkampf gar nicht mehr teilnehmen können. Der Aufsprunghügel kann aber auch in anderer Form einbezogen werden. Es gibt Skispringer, die eine sehr flache Flugkurve aufweisen. Das ist mittlerweile auch kaum mehr zu sehen, aber in den 1990er-Jahren und in den 2000er-Jahren gab es einige Experten wie auch den Österreicher Andreas Widhölzl, die kaum an Höhe gewannen und über den Vorbau, wie der Aufsprunghügel auch genannt wird, "geschlichen" sind, ehe sie an Weite gewannen und vom Hang wegstiegen.

Bei extremer Flugkurve konnte es passieren, dass man mit den Skienden fast am Vorbau streifte und dennoch weite Flüge zeigen konnte. Beim Skifliegen war dies besonders häufig zu beobachten.

Aufsprungbahn im Skispringen

Dem Aufsprunghügel folgt die Aufsprungbahn. Die Aufsprungbahn kann man auch als Landezone bezeichnen und beginnt mit der Markierung P, die zu beiden Seiten der Aufsprungbahn mit einer blauen Tafel angezeigt wird. Das Ende der Aufsprungbahn ist der K-Punkt oder Konstruktionspunkt K, der mit roten Tafeln angezeigt wird. Dazwischen befindet sich jene Fläche, die man als erwartete Landezone definiert hat. Hier kommen in der Regel die Skispringerinnen und Skispringer an, wobei sie eine hohe Geschwindigkeit mit sich führen und daher ist die Präparierung sehr wichtig.

Wenn es nämlich in diesem Bereich Wellen, sehr weichen Schnee oder ähnliche Bedingungen gibt, dann hat man ein großes Problem. Weicher Schnee würde zu schweren Stürzen führen, weil die Ski rasch abgebremst werden und man das Gleichgewicht verliert. Wellen sind ebenfalls eine gefährliche Angelegenheit, wenn man sich die Geschwindigkeit überlegt. Die Springer sind auf einer Großschanze mit 90 km/h oder mehr unterwegs und nach dem Absprung werden sie zum Teil sogar noch deutlich schneller und erreichen auch oft 105 km/h. Bei den Damen sind die Geschwindigkeiten etwas geringer. Bei 105 km/h im weichen Schnee zu landen ist nicht gesundheitsfördernd.

Präparierung der Aufsprungbahn

Daher wird die Vorbereitung für diesen Bereich inklusive nachfolgender Auslaufzone mit hartem Schnee erreicht und ist so auch vorgeschrieben, sodass man eine glatte und regelmäßige Oberfläche anbieten kann. Diese ermöglicht die sichere Landung selbst bei weiten Flügen viel eher als weicher Schnee. Wenn es sehr viel Schnee gibt, muss dieser abgetragen werden, um eine optimale Auflage zu bieten.

Viel eher hat man das Problem, dass es zu wenig geschneit hat und die Auflage zu gering ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es nicht nur einen Sprung gibt, sondern das Training, die Qualifikation, den Probesprung und den Wettkampf selbst mit zwei Wertungsdurchgängen. Eine Auflage, die für einen Sprung reicht, wäre dann viel zu gering und gefährlich für die nächsten Durchgänge.

Neben der Vorbereitung der Schneeauflage werden auch Reisiglinien gezogen und zwar alle drei bis fünf Meter, sodass man gut erkennen kann, wohin man fliegt und diese Anzeige ist auch hilfreich bei der Fernsehübertragung und für das Publikum vor Ort, weil man die Weite eines Sprunges besser einordnen kann.

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