Sie sind hier: Startseite -> Skisport / Snowboard -> Skispringen -> Skispringen Punktewertung -> Skispringen Windpunkte

Skispringen Windpunkte

Bewertung des Windeinflusses statt Neustart

Ein grundsätzliches Problem beim Skispringen als Sportveranstaltung war und ist die Tatsache, dass man auf den Wind aufpassen muss. Das ist nicht nur beim Skispringen selbst ein Kriterium, sondern auch bei der sportlichen Bewertung. Vielfach wurde das Skispringen zur Geduldsprobe, weil der Wind sich gedreht hatte und man warten musste oder überhaupt einen Durchgang neu beginnen musste. Seit Einführung der Windpunkte hat sich diese Situation deutlich entschärft.

Windpunkte im Skispringen: Bewertung der Windveränderungen

Skispringen Punktewertung WindpunkteDer Wind kann nicht nur böenartig und gefährlich sein, er kann auch unfaire Ergebnisse erzeugen, wenn zuerst Rückenwind bläst und dann kommt Aufwind auf oder umgekehrt. Früher gab es daher oftmals Durchgänge, die in der Mitte abgebrochen werden mussten, um für alle die gleichen Bedingungen zu schaffen. Der Haken war dabei aber, dass auch beim zweiten Versuch der Wind drehen konnte.

Daher hat man zuerst in der Nordischen Kombination und später auch im Skispringen selbst die Windpunkte eingeführt. Die Wertung der Windpunkte ist eine Berechnung nach bestimmten Kriterien, die zur Gesamtnote hinzugefügt werden. Wenn man sehr starken Aufwand bei seinem Sprung hatte, dann war dies sportlich ein Vorteil, aber bei den Windpunkten bekommt man einige Zähler abgezogen.

Hat man das Pech und man hat Rückenwind während des Sprungs, gibt es dafür Windpunkte aufgeschlagen. Auf diese Weise können die verschiedenen Windsituationen kompensiert werden und das hat einen großen Vorteil. Denn wenn der Wind dreht, muss man den Durchgang nicht neu beginnen, man kann ihn fortsetzen und berücksichtigt dabei aber die Windwerte. So kann es passieren, dass ein Skispringer eine Weite von 130 Meter erreicht und trotzdem nicht einmal auf das Podium der ersten Drei kommen, weil diese zwar kürzer gesprungen sind, aber bei schwierigeren Windverhältnissen, sodass sie punktemäßig trotzdem erfolgreicher agieren konnten.

Damit hat das Skispringen natürlich schon ein kleines Problem, weil nicht der Weiteste gewinnt, sondern der mit den meisten Punkten, aber ganz stimmt es auch nicht, da die Haltungsnoten früher schon ermöglicht hatten, dass nicht der Weiteste siegreich sein muss.

Wie krass die Windsituation manchmal sein kann, zeigen die Windpunkte im Wettkampf. Es kann durchaus passieren, dass man 20 Punkte abgezogen oder aufgeschlagen bekommen kann. Wenn man berücksichtigt, dass auf einer Großschanze für jeden Meter 1,8 Punkte ersprungen werden können, sind das bei 20 Punkten mehr als zehn Meter Differenz, die man als Windpunkte dazubekommen oder abgezogen bekommen kann.

Zooplus Produkte

HSE24 - Extra der Woche

Tchibo Shop Deutschland / Tchibo Shop Österreich

Ebenfalls interessant:

Skispringen Weitenpunkte

Überblick mit Tabelle über das Skispringen und die Weitenpunkte bzw. ihre Berechnung und die Regeln bishin zur Flugschanze.

Skispringen Sprungrichter

Die Sprungrichter sind für die Bewertung im Skispringen verantwortlich und müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um ihre Aufgabe erfüllen zu können.

Skispringen Haltungsnoten

Grundlagen über das Skispringen und die Haltungsnoten und ihre Zusammensetzung durch die fünf Sprungrichter.

[aktuelle Seite]

Skispringen Windpunkte

Grundlagen über das Skispringen und die Windpunkte als Korrektur der Windverhältnisse und zusätzliches System für die Punktewertung.

Skispringen Gatepunkte

Skispringen und die Gatepunkte, die bei Veränderung der Anlauflänge die Gesamtnote zusätzlich beeinflusst.

Skispringen Gesamtnote

Übersicht über das Skispringen und die Gesamtnote, die sich aus den verschiedenen Wertungen wie Weite oder Haltungsnote zusammensetzt.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Skispringen Punktewertung

Startseite Skisport