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Skispringen Großschanze

Großschanze: Sprünge bis zu 140 Meter

Die Großschanze ist im Skispringen jene Schanze, die im Profisport am häufigsten eingesetzt wird. Sie wird im Weltcup daher zum ständigen Begleiter der Athleten, die mit diesem Schanzenprofil auf Weiten zwischen 120 und 140 Meter kommen - je nach Konstruktion, Wetterbedingungen und eigenen Fähigkeiten.

Großschanze: am häufigsten genutzte Schanze

Es gibt Großschanzen, die aufgrund ihrer Charakteristik fast schon als kleine Flugschanzen gezählt werden können. Jene von Willingen in Deutschland zählt ebenso dazu wie jene in Bischofshofen in Österreich. Sprünge über 140 Meter sind hier durchaus möglich und die Streuung der Sprünge ist daher sehr groß. Mit der Streuung ist gemeint, dass es zwischen den durchschnittlichen Sprüngen und den sehr guten eine enorme Weitendifferenz geben kann. Während bei der Normalschanze die Weiten nicht so streuen und daher eher die Haltungsnote die Bewerbe entscheidet, kann man bei einer Großschanze der Konkurrenz schon manchmal davonfliegen.

Aber nicht jede Großschanze lässt solch große Weiten zu. Es gibt auch Schanzen, bei denen sind schon 120 Meter ein guter Wert und dann wird die Haltung noch wichtiger. Zwar kann man seine Flugfähigkeiten durchaus einsetzen, ein starker Absprung, wie er auch bei der Normalschanze wichtig ist, hilft natürlich sehr, um erfolgreich agieren zu können.

Die Großschanzen wurden praktisch allesamt erneuert. Das war auch notwendig geworden, weil der V-Stil die Kapazitäten übertroffen hatte. Für den früheren klassischen Parallelstil hatten die Schanzen gereicht, aber mit dem V-Stil sind viel größere Weiten möglich geworden. Daher musste das gesamte Stadion angepasst werden, um einen längeren Auslauf anbieten zu können. Und viele Schanzen lassen heute eine größere Weite zu als noch vor dem Umbau.

Konsequenzen des V-Stils

Vor dem V-Stil gab es zahlreiche Konkurrenzen auf Normalschanzen und noch mehr auf den Großschanzen, doch kleinere Springen wie etwa in Villach waren durchaus üblich - auch ohne Vorbereitung auf WM und olympische Winterspiele. Diese Schanzen wurden aber selten umgebaut, die Großschanzen sehr wohl und durch den V-Stil waren die Weiten zum Thema geworden. Daher wird im Weltcup fast nur noch auf Großschanzen gesprungen und die Wertigkeit damit deutlich verschoben.

Anders sieht es noch bei den Frauen aus, die zum Großteil auf Normalschanzen unterwegs sind. Sie können die ganz großen Weiten der Männer noch nicht ganz erreichen und so sind die Normalschanzen eine gute Wahl, zumal die Qualität bei weiten Flügen auf der Großschanze noch nicht sehr breit aufgestellt ist. Die Frauen wurden deutlich besser, die Konkurrenz stärker, aber vorerst sind die kleineren Schanzen ausreichend.

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Die große Veränderung im Skispringen kann anhand der verwendeten Schanzen sehr gut nachvollzogen werden. Lange Zeit gab es etwa genausoviele Springen von der Normalschanze wie auch von der Großschanze und damit sowohl für starke Abspringer (Normalschanze) als auch für sehr gute Flieger (Großschanze) viele Möglichkeiten zu gewinnen. In der Zwischenzeit ist die Normalschanze kaum mehr ein Thema und nur vor Großereignissen zwecks Training mehrfach am Programm.

Stattdessen gibt es zusätzlich zu den Großschanzen auch die Flugschanze mit einer eigenen Weltcupwertung bei den Männern. Losgelöst von der Schanzendimension sind aber der K-Punkt und die Hill Size wichtige Kriterien - auch für die Festlegung der Juryweite und der Weite, ab der über Änderungen im Anlauf nachgedacht werden muss.

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Skispringen GroßschanzeArtikel-Thema:
Skispringen Großschanze
letztes Datum:
13. 10. 2020

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