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Windmesser beim Skispringen und seine Funktion

Windmesser: die zentrale Informationsquelle

Um ein sicheres Skispringen oder Skifliegen ermöglichen zu können, braucht es genaue Informationen, was der Wind gerade vor hat. Wenn er stürmisch bläst, wird meist gleich einmal der Start nach hinten verschoben, wenn er leicht bläst, kann die Konkurrenz beginnen, aber man muss den Wind trotzdem weiter beobachten.

 

Messung der Windstärke

Grundlage der Entscheidungen sind dabei die Windmesser. Früher gab es zwei oder drei Stück, die Informationen liefern konnten, wie stark der Wind bläst. Heute ist die Sprunganlage im Weltcup und bei Großereignissen so umfangreich ausgestattet, dass man neun oder mehr Anlagen zur Verfügung hat. Damit kann man genau erkennen, wie stark der Wind wo bläst und die Unterschiede darf man nicht unterschätzen. Sie sind schon bei der Großschanze deutlich, bei der Flugschanze sind sie noch erheblicher.

Das Windmessgerät liefert präzise Informationen, wie stark der Wind bläst und zwar in Form von Meter pro Sekunde. Zeit ein Windmesser also 5 Meter pro Sekunde an, dann bläst der Wind aktuell mit 18 km/h. Das ist für den Spaziergang kein Problem, für das Skispringen aber sehr wohl. Die Windmesser kann man auch bei der TV-Übertragung mitverfolgen und hier wird mit Farben und Pfeillängen gearbeitet.

Wenn der Wind bei einer bestimmten Anlage zu stark ist, wird er rot eingezeichnet und der Pfeil wird immer länger, je stärker der Wind bläst. Außerdem wird angezeigt, aus welcher Richtung der Wind bläst, sodass man auch abschätzen kann, welches Problem auf die Skispringer zukommt. Die oben angesprochenen Unterschiede rühren daher, dass beim Schanzentisch, dort wo, die Skispringer wegspringen, der Wind viel stärker blasen kann als zum Beispiel kurz vor dem Auslauf - oder auch umgekehrt.

Die Jury hat zu entscheiden, ob der Wind passt und das in zweifacher Hinsicht. Grundlage ist nicht nur die Windstärke, sondern auch der Windkorridor. Wenn der Wind plötzlich aufhört und es ist windstill, ist das für die aktuellen Skispringer auch nicht lustig, weil die Hilfe in der Luftfahrt fehlt. Der Korridor ist die Festlegung, wie viel Wind blasen soll - und zwar begrenzt nach oben und unten.

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Ob es überhaupt einen Wind geben wird oder aktuell im Bewerb des Skispringens gibt, zeigt der Windmesser, wobei es mehrere Anzeigen gibt. Eine Möglichkeit, störenden Wind ein Stück weit auszuschließen, ist die Errichtung von einem Windnetz.

Der Wind generell kann als Aufwind von vorne kommen und damit große Weiten möglich machen, er kann als Rückenwind von hinten blasen und die Weiten dadurch verkürzen oder er kann als sehr gefährlicher Seitenwind wirken, der schwer zu kontrollieren ist. Ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung des Windes ist im Wettbewerb des Skispringens der Windkorridor.

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Skispringen WindmesserArtikel-Thema:
Windmesser beim Skispringen und seine Funktion
letztes Datum:
20. 11. 2020

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