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Skispringen K-Punkt oder Kritischer Punkt

Angabe, ab welcher Weite die Landung zum Problem wird

Beim Skispringen ist stets der Versuch gegeben, Schanzenrekorde zu erzielen und das Springen für sich zu entscheiden. Während das Ziel meist der Sieg ist, ist der Ehrgeiz, einen neuen Schanzenrekord aufzustellen, natürlich auch gegeben, birgt aber das Risiko in sich, dass man bei der Landung scheitern könnte, weil der Radius des Geländes immer flacher und die sichere Landung damit immer schwieriger wird.

Skispringen: Bedeutung des K-Punkts

Daher müssen die Verantwortlichen Sorge tragen, dass die Sprünge nicht zu weit gehen, um die Sicherheit der Athlet/innen nicht zu gefährden. Das Kriterium ist dabei der K-Punkt, wobei dieser sowohl für die Weitenpunkte als auch für die Einrichtung des Anlaufes entscheidend ist. Noch entscheidender ist der K-Punkt für die Weitenpunkte.

K-Punkt hieß früher kritischer Punkt und war jene Weite, aber es man es als schwierig angesehen hatte, eine sichere und schöne Landung hinzubekommen. Die Welt war noch einfach, denn es gab keinen V-Stil, die Ski wurden parallel geführt und die Schanzen teilten sich in Normalschanzen, die einen K-Punkt von 90 Meter hatten und den Großschanzen, die einen K-Punkt von meist 120 Meter hatten, manche sogar geringere Werte. Sprang ein Teilnehmer genau auf diese Weite, gab es 60 Weitenpunkte, sprang er kürzer, gab es 60 Punkte minus Abzug, sprang er weiter, 60 Punkte plus Zugabe. Je nach Wind wurde die Anlauflänge so bestimmt, dass die Springer nicht viel weiter als bis zum K-Punkt springen konnten.

Der K-Punkt wird durch eine Tafel in roter Farbe angezeigt, sodass man gut erkennen kann, ob ein Springer oder eine Springerin diesen Punkt erreichen hat können - oder vielleicht sogar weiter gesprungen ist.

K-Punkt und Juryweite

Mit dem V-Stil hat sich die Strategie gewandelt. Die Springer kommen weiter und der K-Punkt wurde zum Konstruktionspunkt, über den durchaus auch gesprungen werden kann, denn es wird eine Juryweite definiert. Diese Juryweite besagt, ab wann die Jury zusammentreten muss, wenn ein Springer die Weite erreicht hat, weil es dann zu gefährlich werden könnte.

Wenn zum Beispiel eine Schanze einen K-Punkt von 120 Meter hat und die Juryweite wird mit 125 Meter festgelegt und der Drittletzte Springer hat die Weite erreicht, wird man die letzten beiden Springer wohl auch noch springen lassen. Ist aber ein eher als schwach eingestufter Springer schon die 125 Meter oder gar weiter gesprungen, wird man reagieren müssen, um die besten Springer nicht zu gefährden. Die Juryweite bezieht sich auch hier auf den K-Punkt und bietet ein zusätzliches Kriterium für das Einschätzen der Bedingungen, denn gerade der Wind kann sehr unterschiedlich gegeben sein.

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Die große Veränderung im Skispringen kann anhand der verwendeten Schanzen sehr gut nachvollzogen werden. Lange Zeit gab es etwa genausoviele Springen von der Normalschanze wie auch von der Großschanze und damit sowohl für starke Abspringer (Normalschanze) als auch für sehr gute Flieger (Großschanze) viele Möglichkeiten zu gewinnen. In der Zwischenzeit ist die Normalschanze kaum mehr ein Thema und nur vor Großereignissen zwecks Training mehrfach am Programm.

Stattdessen gibt es zusätzlich zu den Großschanzen auch die Flugschanze mit einer eigenen Weltcupwertung bei den Männern. Losgelöst von der Schanzendimension sind aber der K-Punkt und die Hill Size wichtige Kriterien - auch für die Festlegung der Juryweite und der Weite, ab der über Änderungen im Anlauf nachgedacht werden muss.

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Skispringen K-PunktArtikel-Thema:
Skispringen K-Punkt oder Kritischer Punkt
letztes Datum:
13. 10. 2020

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