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Skispringen Flugschanze

Flüge über 200 Meter

Die größte Anlage für das Skispringen ist die Flugschanze. Sie hat nun mit der Normalschanze gar nichts gemein und ist eine massive Erweiterung der Großschanze. Zwar gibt es Großschanzen mit der Möglichkeit von weiten Sprüngen, aber mit der Flugschanze, die schon einmal höhere Anlaufgeschwindigkeiten zulässt, gibt es Flüge jenseits der 200 Meter.

Die Anlage für das Skifliegen

Als die Skispringer noch im Parallelstil gesprungen sind, war der Weitenrekord bei 180, später 190 Meter gelegen. Das waren beeindruckende Weiten, aber mit dem V-Stil springt man heute viel sicherer und weiter. Sicherer deshalb, weil das Problem beim Parallelstil die Tatsache war, dass man die Skier vor den Augen hatte und bei der hohen Geschwindigkeit und bei dem hohen Luftstand war die Sicherheit nicht immer gegeben. Mit dem V-Stil hat man freie Sicht auf das, was vor einem passiert.

Und der V-Stil trägt dazu bei, dass man besser getragen wird. Ein starker Absprung ist durchaus hilfreich, aber eigentlich braucht man das Fluggefühl. Starke Abspringer kommen oft sehr gut vom Schanzentisch weg, aber in der letzten Flugphase fehlt ihnen die Geschwindigkeit trotzdem, wenn sie keine guten Flieger sind.

Andererseits gibt es Flieger, die mit Fortdauer des Fluges immer besser getragen werden. Die Dauer eines Fluges darf man nicht unterschätzen, denn bei weiten Flügen sind das schon einige Sekunden, die die Skispringer in der Flug sind, sodass tatsächlich das Fluggefühl entstehen kann.

Lange Zeit wollte die FIS als Weltverband den Rekord für die größte Weite einfrieren, um die Rekordhetzerei zu unterbinden. Mit dem V-Stil waren aber ganz andere Weiten möglich. In Planica, Slowenien, gab es die größte Flugschanze und dort hatten einige über 190 Meter geschafft. Mittlerweile haben dort aber sehr, sehr viele Skispringer die 200 Meter übertroffen - auch solche, die gar keine guten Flieger sind.

In Vikersund wurde mit einer neuen und noch größeren Schanze ein neuer Rekord von 245 Meter erflogen, der in der Zwischenzeit aber auch schon überboten wurde. Die 250 Meter sind bereits abgehakt, ob man 300 Meter auch einmal fliegen wird können, bleibt abzuwarten.

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Die große Veränderung im Skispringen kann anhand der verwendeten Schanzen sehr gut nachvollzogen werden. Lange Zeit gab es etwa genausoviele Springen von der Normalschanze wie auch von der Großschanze und damit sowohl für starke Abspringer (Normalschanze) als auch für sehr gute Flieger (Großschanze) viele Möglichkeiten zu gewinnen. In der Zwischenzeit ist die Normalschanze kaum mehr ein Thema und nur vor Großereignissen zwecks Training mehrfach am Programm.

Stattdessen gibt es zusätzlich zu den Großschanzen auch die Flugschanze mit einer eigenen Weltcupwertung bei den Männern. Losgelöst von der Schanzendimension sind aber der K-Punkt und die Hill Size wichtige Kriterien - auch für die Festlegung der Juryweite und der Weite, ab der über Änderungen im Anlauf nachgedacht werden muss.

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Skispringen FlugschanzeArtikel-Thema:
Skispringen Flugschanze
letztes Datum:
13. 10. 2020

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