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Langlauf Strecke Vorgaben

Höhenunterschied und andere Faktoren

Die allgemeine Definition für eine Strecke, um im professionellen Langlaufsport eingesetzt werden zu können und zu dürfen besteht darin, dass die Läuferinnen und Läufer gefordert, aber nicht gefährdet werden. Theoretisch könnte man eine topfebene Strecke wählen, aber das wäre keine Herausforderung. Obwohl ganz stimmt das auch nicht, weil man trotzdem schneller sein muss als die Konkurrenz, aber mit einem Anstieg und mit einer Abfahrt muss man schon mehr Können zeigen.

Langlaufstrecke - was wird vorausgesetzt?

Langlauf Strecke VorgabenDamit eine Strecke für den Weltcup oder auch für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften eingesetzt werden darf, muss sie über Anstiege verfügen, die zu einem Drittel zwischen 6 und 18 % Steigung aufweisen, zu einem Drittel steiler als 18 % sind und zu einem Drittel ein welliges Profil nutzen sollten. Im gleichen Sinne sollen die Abfahrten untergliedert werden, sodass man verschiedene Techniken einsetzen muss, um wieder auf das Niveau des Stadions und damit des Bereiches von Start und Ziel gelangen zu können.

Damit gibt es Anstiege, die man mit der Doppelstock-Technik auch bewältigen kann, während es auch steilere Anstiege gibt, die den Grätenschritt erfordern, weil man sonst zurückrutschen würde. Umgekehrt braucht es bei manchen Abfahrten nur eine möglichst tiefe Hocke und man erreicht hohe Geschwindigkeiten, bei anderen muss man auch zeigen können, dass man die Kurven bewältigen kann, vor allem bei höherer Geschwindigkeit.

Aber niemals sollte ein Kurs so angelegt werden, dass man in Gefahr gerät. Das könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn man eine 90-Grad-Kurve einbaut oder den Winkel sogar noch enger wählt, weil die Sturzgefahr auf den dünnen Ski sehr hoch wäre. Das ist nicht im Sinne des Langlaufsports.

Strecke und Landschaft

Damit es Abwechslung gibt, aber auch die natürliche Form des Langlaufens repräsentiert wird, ist das Bemühen groß, Waldstücke zu nutzen. So läuft man nicht nur vor vielen tausend Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadionbereich, sondern auch entlegener im Wald und hat dort zumindest theoretisch seine Ruhe. In Skandinavien funktioniert das nicht so ganz, denn dort gibt es ganze Zeltstädte entlang der Strecke und somit auch viel Publikum im Wald, was wiederum eine interessante Atmosphäre bietet.

Langlaufstrecke und Absicherung

Die Strecke wird bei Rennen abgesperrt, das heißt, dass es links und rechts einen Zaun gibt, damit es zu keine Zusammenstöße zwischen Teilnehmer und Publikum geben kann. Auch im Stadionbereich ist eine Abgrenzung wichtig, dort wird aber mit Hüte und anderen Signalen gearbeitet, damit die richtige Spur gelaufen werden kann. Denn oftmals werden viele Bewerbe durchgeführt und je nach Zeitpunkt ist ein anderes Rennen an der Reihe und ohne Leitsystem und Abgrenzung wäre das Finden der richtigen Spur schwierig.

Streckendimensionen

Je nach Rennen wird eine kürzere oder längere Strecke als Grundlage ausgewählt. Selbst bei einem eher kurzen Rennen über fünf Kilometer wird häufig über die 2,5 Kilometer gelaufen, damit zwei Schleifen gelaufen werden können. Die langen Rennen wie das Marathonrennen der Herren über 50 Kilometer kann man wie früher über eine 16,7 km lange Schleife dreimal absolvieren, es hat sich aber durchgesetzt, kürzere zu wählen. Denn dann kommen die Läufer öfter beim Stadion vorbei und das Publikum hat mehr vom Rennen.

Was die Breite betrifft, ist es abhängig davon, was für ein Rennen durchgeführt wird. Die Liste sieht so aus:

  • klassisch Einzelstart = 2,5 m breit
  • Freistil Einzelstart / Staffel klassisch = 2,5 m breit, aber 4 m in den Aufstiegen
  • Freistil Massenstart / Staffel Freistil / Sprint = 2,5 m breit, aber 5 m in den Aufstiegen
  • ansonsten 8 m in den Aufstiegen, zum Beispiel beim Sprint oder Verfolgungsrennen mit beiden Techniken

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