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Einzelstartrennen und Taktik

Taktik im Einzelstartrennen

Die Taktik im Einzelstartrennen des Langlaufsports ist eine völlig andere als beim Massenstartrennen. Man kann sich nicht im Feld verstecken und seine Konzentration auf den Endspurt der letzten zwei Kilometer richten, sondern muss selbst die ganze Zeit arbeiten.

Verschiedene Taktiken möglich

Das ist auch der Reiz dieser Form von Langlaufrennen, denn die Läuferinnen und Läufer absolvieren die Streckenlänge im vorgesehenen Laufstil (klassisch oder Skating) für sich alleine. Natürlich gibt es auch Gruppenbildungen, die taktisch sehr interessant sein können und einige Spielereien zulassen, wodurch das Ergebnis auch beeinflusst wird.

Wenn jemand weiß, dass 30 Sekunden später ein Topstar auf die Strecke geht, ist eine taktische Möglichkeit, dass man gut beginnt, aber es nicht übertreibt. Man weiß sowieso, dass man um den Sieg nicht mitlaufen kann und wartet förmlich auf den Topstar, um sich in seinen Windschatten zu hängen. Läuft dieser ein Superrennen, dann ist es durchaus möglich, dass man eine viel bessere Platzierung erreichen kann, weil man nur die 30 Sekunden vom Startintervall verliert. Aber die guten Leute können das nur noch bedingt nutzen, weil man in der Zwischenzeit im Minutenstart unterwegs ist und dazwischen Außenseiter gesetzt sind. Das heißt, man verliert jetzt eine Minute und nicht mehr 30 Sekunden und mit einer Minute Rückstand hat man schon viel verloren.

Die Rechnung kann natürlich zusätzlich nach hinten losgehen, wenn man den Windschatten nicht halten kann. Dann hat man sich verkalkuliert und verliert noch viel mehr Zeit, aber dann ist die Taktik auch egal, weil dann hatte man nicht seinen besten Tag für das Rennen erwischt. Es kann auch ganz anders laufen, indem man dem Topstar selbst hilft. Man lässt sich eine Zeit ziehen und nützt die Abfahrten oder leichte Anstiege, um selbst für Tempo zu sorgen, wodurch der Favorit nicht die ganze Arbeit alleine machen muss.

Diese Gruppenbildung spielt oft eine große Rolle für die Einzelrennen. Manchmal bilden sich Gruppen von vier oder fünf Läuferinnen bzw. Läufer, die sich gegenseitig helfen können. Dem gegenüber stehen die Leute, die alleine die ganze Strecke absolvieren.

Taktik mit Startnummer

Neben den Gruppenbildungen spielt die Taktik auch beim Anlegen des Rennens eine Rolle. Man kann vom Start weg voll laufen, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen, muss aber aufpassen, dass man auf den letzten Kilometern auch noch genug Kraft hat. Oder man geht das Rennen schnell, aber nicht zu schnell an und versucht auf den letzten Kilometern die entscheidenden Sekunden herauszuholen.

Vor allem kann man mit der Startnummer spielen. Die meisten Stars nutzen die letzten Startnummern der roten Gruppe. Häufig startet die rote Gruppe ab Nummer 30 oder 32 und reicht bis etwa 60 oder 66. Wenn man also mit 60 startet, sind die meisten Favoritinnen oder Favoriten bereits unterwegs und man weiß die Zeiten und kann sich orientieren.

Es gibt aber auch den umgekehrten Weg, indem man bewusst eine niedrige Nummer wählt und vom Start weg Vollgas wählt. Dann setzt man die anderen unter Druck und diese übertreiben vielleicht und haben im Finale keine Kraft mehr.

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