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Durchführung des Massenstartrennens im Langlauf

Alle beginnen zusammen ungeachtet der Streckenlänge

Beim Massenstartrennen im Langlaufsport geht das gesamte Feld gleichzeitig an den Start. Die Startanordnung wird durch die Weltcupwertung geprägt, sodass in der ersten Reihe die Favoriten zu finden sind, danach folgen die Mitfavoriten und am Ende des Feldes findet man jene Leute, die man ohnehin nicht vorne erwartet.

Wie wird das Massenstartrennen durchgeführt?

Das Massenstartrennen hat sehr einfache Regeln, die im Laufe der Jahre noch verfeinert wurden. Im Prinzip läuft man gemeinsam los und es gibt eine bestimmte Streckenlänge und einen bestimmten Laufstil. Gerade bei der Marathondistanz (30 km Damen, 50 km Herren) hat sich ein schönes System entwickelt, wonach bei einer Weltmeisterschaft im freien Stil (Skating) und bei der nächsten Weltmeisterschaft im klassischen Stil (Diagonalschritt) gelaufen wird. So bekommt jeder Experte für den jeweiligen Stil seine Chancen. Dieser Austausch umfasst auch die olympischen Winterspiele. Außerdem wird der Skiathlon (früher Doppelverfolgung) als Massenstartrennen ausgetragen.

Im alten Stil mit Einzelstartrennen gab es über die langen Strecken lange Runden, sodass man als Publikum nur dreimal die Athleten zu Gesicht bekommen hat. Im Massenstartrennen hat man das massiv verändert. Meist läuft man zwei Schleifen - eine kürzere und eine längere, wodurch man immer wieder im Zielstadion ankommt und das Publikum kann sehr oft die Langläuferinnen oder Langläufer sehen.

Gewonnen hat, wer als erster im Ziel ist, was einen Vorteil bietet, denn hier muss man nicht wie beim Einzelstartrennen warten, bis alle im Ziel sind, um die Zeiten vergleichen zu können.

Zwischensprints für neue Anreize

Gerade bei den langen Strecken gibt es aber einige Neuerungen. Es ist mehrfach vorgefallen, dass gerade bei den Herren taktisch gelaufen wird. Die Stars verstecken sich im Feld und lassen sich mitziehen. Erst am Ende greifen sie an, um das Rennen für sich zu entscheiden. Um diese Situation aufzulösen, wurden Zwischensprints eingebaut, bei denen man Zeit und/oder Punkte erlangen kann. Damit sind die Stars auch mittendrin aufgefordert, die Karten auf den Tisch zu legen.

Und es gibt die Möglichkeit, einen Skiwechsel vorzunehmen und zwar auf der langen Distanz maximal dreimal. Früher liegen die Langläuferinnen und Langläufer mit dem Paar Ski vom Start bis ins Ziel, heute kann man von seinem Team die Ski neu präparieren lassen und läuft währenddessen mit einem zweiten Paar die nächste Runde. Damit bieten sich aber auch taktische Lösungen an, denn man muss den Skiwechsel nicht vornehmen.

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Die Grundlage des professionellen Langlaufsports ist die Strecke mit den notwendigen Erfordernissen, wobei es eine Strecke für die klassische Technik mit den vorgefrästen Rillen geben kann oder eine glatte Strecke für die freie Skatingtechnik. Die klassische Technik mit dem Diagonalschritt oder schneller mit dem Doppelstockschub ist die traditionelle und langsamere Art des Langlaufs, der Skatingschritt ist die modernere und schnellere Variante. Schön ist, dass im Langlaufsport beide Laufstile erhalten geblieben sind und abwechselnd im Weltcup und auch bei den Großereignissen eingesetzt wird.

Bei den Rennen im Rahmen des Weltcup und der Vergabe der Weltcuppunkte unterscheidet man verschiedene Arten von Rennen. Es gibt die Sprints, die langen Rennen im Rahmen des Distanzweltcup sowie auch Etappenrennen mit mehr Punkten für die Sieger als Belohnung. Die Tour de Ski bringt dabei seit einigen Jahren die meisten Punkte und stellt eine Grundlage für den Weltcupsieg dar. Von den Rennen her unterscheidet man die Einzelrennen, die Massenstartrennen sowie Sprint und Teambewerbe.

Das Einzelstartrennen ist ein solches, bei dem in einem Intervall jede Läuferin oder jeder Läufer für sich das Rennen beginnt. Man bildet zwar auf langen Distanzen doch Gruppen, aber man läuft nicht im Pulk wie beim Massenstartrennen.

Die immer öfter gewählte Alternative ist das Massenstartrennen, bei dem das ganze Feld gemeinsam beginnt. Das gilt für das eigentliche Massenstartrennen wie bei den 30 Kilometer der Frauen oder 50 Kilometer der Männer, aber auch beim Skiathlon als Mix der beiden Laufstile.

Beim Versuch, den Langlauf in die Ballungszentren zu bringen, hat es Showrennen gegeben, aus denen sich der Sprint entwickelt hat - ein dynamisches und sehr kurzes Langlaufrennen mit mehreren Durchgängen. Der Sprint wurde sehr populär und erhielt mit dem Teamsprint eine attraktive Ergänzung.

Und es gibt auch den normalen Teambewerb in Form der Staffel. Dabei bilden vier Frauen oder vier Männer eine Nationalmannschaft, wobei im Weltcup die starken Nationen auch mehrere Teams einsetzen dürfen.

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Langlauf Massenstartrennen AblaufArtikel-Thema:
Durchführung des Massenstartrennens im Langlauf
Beschreibung: Die 🎿 Durchführung des Massenstartrennens im ✅ Langlauf erfolgt durch den gemeinsamen Start und bietet Zwischensprints sowie Skiwechsel.

letztes Datum:
23. 08. 2021

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