Der Golfplatz ist die Grundlage für den Golfsport und ist normalerweise ein Platz mit 9 oder 18 Golfbahnen. Jede Golfbahn hat einen fixen Ausgangspunkt und ein Ziel, wobei das Ziel das Loch selbst ist, in das der Ball gespielt werden muss. Die Golfbahnen sind als Par 3, 4 oder 5 definiert und geben damit vor, mit wie vielen Schlägen Profis den Ball in das Loch spielen sollten. Damit ist es aber noch nicht getan, denn die Golfbahnen beinhalten kurvige Verläufe, es gibt Wald, hohes Gras (Rough) sowie Wasser und Sandbunker als Fallen und daher braucht es Präzision, um diese zu verhindern. Jeder Golfplatz hat seine Eigenheiten, etwa wegen des Wetters und der Temperaturen, aber auch wegen der bekannten Windverhältnisse oder auch deshalb, weil es sehr schnelle Golfplätze gibt und solche, bei denen der Ball nicht so leicht rollt.
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Ein Golfplatz ist ein großes Areal, auf dem je nachdem 9 oder 18 Löcher angelegt wurden, wobei die Löcher das Ziel sind, in die der Golfball mit möglichst wenigen Schlägen gespielt werden sollte. Eigentlich spricht man von einer Golfbahn oder Lochbahn, also dem Weg vom Abschlag bis zum tatsächlichen Loch. Ein kleinerer Golfplatz mit 9 Löchern kann für die Clubrunde als Turnier herhalten, nicht aber für die Profis. Hier sind 18 Löcher nötig.
Der jeweilige Weg zum Loch ist nicht einheitlich gestaltet. Es gibt einige Fallen auf dem Weg zum Ziel und dazu gehören Sandbunker ebenso wie Wasserhindernisse oder hohes Gras. Selbst in den Wald kann sich der Golfball verirren, was für den Erfolg bei diesem Loch eher nicht förderlich ist. Außerdem sind die Bahnen unterschiedlich lang.
Man unterscheidet daher zwischen einem Loch mit Par 3, Par 4 oder Par 5, womit angegeben ist, mit wie vielen Schlägen das Loch erreicht und abgeschlossen sein sollte. Par 5-Löcher sind die Einladung für die Profis, unter dem Par zu bleiben, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen. Par 4 sind die normalen Löcher, die aber oft fast genauso lange Bahnen haben können wie die Par 5-Löcher und Par 3 sind jene Löcher, die manchmal besonders schwierig sind, weil drei Schläge hat man schnell verbraucht, wenn der Wind nicht mitspielt oder man Fehler begangen hat. Es gibt auch ganz gemeinte Par 3-Löcher, die sich auf einer Insel befinden und davor und danach lockt das Wasser, was nicht so gut ist.
Der Golfplatz für Profiturniere hat stets 18 Löcher ergo Bahnen aufzuweisen und ist meistens als Par 72 definiert. Das bedeutet, dass man mit 72 Schlägen den gesamten Platz durchgespielt haben sollte. Manchmal ist der Platz aber auch mit Par 70 oder 71 definiert und das sind nur Richtlinien. Wer 75 Schläge braucht, kann trotzdem die nächste Runde erreichen.
Kleinere Golfplätze haben auch 9 Löcher und sind für Profiturniere nicht geeignet, bieten sich aber für Hobbyspieler an und auch dort werden Turniere veranstaltet.
Bereits ausgeführt wurde, dass es Definitionen für die Löcher, also die Lochbahnen gibt, die Par 3, Par 4 oder Par 5 bezeichnet werden. Damit wird bekundet, mit wie vielen Schlägen die Profis bei Damen und Herren das Loch fertig spielen sollten, aber dahinter steckt auch die Distanz der Lochbahn.
Die schwierigsten Löcher sind die Par 3-Löcher, weil man wenig Spielraum hat. Misslingt der Abschlag, dann hat man bereits ein großes Problem, um in drei Schlägen den Ball im Loch unterbringen zu können. Bei gemeinen Par 3-Löchern auf einer Insel gibt es zudem die Chance, vor und nach der Insel den Ball ins Wasser zu spielen.
Normale Löcher sind als Par 4 ausgeführt, sie stellen daher die Mehrheit auf dem Golfplatz. Es gibt kurze Par 4-Löcher, die recht leicht zu spielen sind und andere, die fast so lange sind, wie die Par 5-Löcher. Genau diese Par 5-Löcher sind die leichtesten Lochbahnen, weil man die meisten Schläge zur Verfügung hat. Damit kann man auch hier am ehesten einen Schlag einsparen, wenn man einen direkten Weg zum Loch gefunden hat.
Das Fairway ist ein Rasen, der üblicherweise einmal pro Woche gemäht wird. Manchmal gibt es auch einen Rhythmus von zwei Wochen, abhängig von Klima und Erfordernisse. Die Rasenhöhe beträgt zwei Zentimeter und damit ist das Spiel mit dem Golfplatz sehr viel einfacher als im tiefen Rough. Gibt es keine Wasseroberfläche zwischen Abschlag und Grün, dann führt das Fairway direkt zum Ziel der Bahn.
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Allerdings ist das Fairway keine Autobahn. Es kann scharfe Kurven beinhalten und es kann auch durch Bunker unterbrochen sein, wobei sich diese manchmal seitlich vom Fairway ebenfalls befinden können. Die meisten Bunker gibt es rund um das Grün, um das Finale der Bahn spannender zu gestalten. Auch eine Querung durch einen Bach als Wasserhindernis stellt sich gerne in den Weg.
Generell ist es das Ziel, am Fairway zu bleiben und somit leichteres Spiel zu haben. Misslingt der Abschlag, dann kann man üblere Situationen vorfinden und damit Probleme, die Vorgabe an Schlägen einzuhalten.
Es gibt eine Rasenart, die nicht so oft genannt wird, und zwar das Semi-Rough. Dabei handelt es sich um eine Rasenart, die höher ist als das Fairway, aber niedriger als das hohe Rough. Damit kann man es als halbhohes Rough beschreiben und als Übergang zwischen den beiden Rasenarten.
Es wird am Golfplatz häufig direkt neben dem Fairway angelegt, um den Übergang vom flachen Fairway über das mittelhohe Semi-Rough zum hohen Rough darzustellen. Wer seinen Abschlag also etwas unglücklich geschlagen hat, hat die Chance, sich das Rough zu ersparen und kann vom Semi-Rough aus weiterspielen.
Das Rough ist ein hohes Gras, das sich seitlich vom Fairway befindet und nur ein bis viermal pro Jahr gemäht wird - abhängig vom Klima und den Erfordernissen sowie der Region, wo sich der Golfplatz befindet. Damit ist das Rough deutlich höher als der Rasen, den man beim Fairway vorfindet, um zum Grün zu spielen.
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Für das Golfspiel bedeutet das zwar nicht das Ende, wenn der Ball im Rough landet, aber es ist schon deutlich schwerer, den Ball in gewohnter Manier weiterzuspielen, vor allem mit der Schlaglänge, die man vom Fairway aus sonst zur Verfügung hätte. Das Rough ist aber auf der anderen Seite nicht so ein großes Problem wie das Wasserhindernis, das auch einen Zusatzschlag kosten kann. Es hängt auch ein wenig vom Glück ab.
Das Vorgrün befindet sich aus Sicht des Abschlägers direkt vor dem Grün, was den Namen auch schon erklärt und es stellt auch von der Rasensorte her den Übergang dar. Es ist nicht so hoch wie das Fairway, aber nicht so extrem niedrig wie das Grün und kann schon für das Putten verwendet werden, wenn der Ball dort landet. Das hängt natürlich auch vom Gelände ab, denn so manches Grün ist topfeben und das Vorgrün schließt daran an, manch anderes Loch ist viel schwieriger und dann wird man vielleicht sogar mit einem Lob arbeiten müssen, um im hohen Bogen das Loch angreifen zu können.
Mit dem Grün ist ein Rasen gemeint, der auf 2,5 bis 5 Millimeter Höhe gemäht wird, womit es sehr niedrig ist und sich von den anderen Rasentypen des Golfplatzes deutlich unterscheidet. Das Grün darf man sich aber nicht als topfebene Fläche vorstellen, denn das mag es manchmal sogar sein, manchmal meinen aber die Golfspieler, die Alpen vor sich zu haben und damit ist eine Situation gegeben, die zeigt, dass das Erreichen des Grüns noch nicht das Finale ist.
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Denn die Grüns können sehr viele, zum Teil sogar steile Wellen beinhalten. Trifft man die Fläche mit der Fahne, dann kann man leicht den Ball hineinspielen. Trifft man aber gerade die Kante einer solchen Welle, kann der Ball weit wegrollen und die Grüns haben manchmal eine beachtliche Länge, weshalb man sich auch 15 Meter entfernt aufhalten kann und dann noch das Problem hat, dass man die Welle bergauf spielen muss, um zum Loch zu gelangen.
Tatsächlich ist das "Spiel am Grün" ein Kriterium. So mancher Profi hat mit zwei Schlägen souverän das Grün getroffen, vermochte dann aber nicht den Ball direkt einzulochen. Mal springt der Ball über das Loch, mal trifft man die Seitenkante und mal hat man eine Welle im Grün übersehen und der Ball ist einfach abgebogen.
Jedes Loch ist gleich ausgestaltet. Es hat einen Durchmesser von 10,8 Zentimeter und eine Tiefe von 10,2 Zentimeter. Es wird durch eine Fahne gekennzeichnet, sodass man auch aus 200 Meter Entfernung weiß, wo sich am Grün das Loch befindet und entsprechend zielen kann, wenn man seinen Annäherungsversuch startet.
Mit der Annäherung ist es aber noch nicht getan, denn die große Spannung entsteht bei der Frage, ob es dem Spieler gelingt, den Ball auch einzulochen. Damit ist gemeint, dass der Spieler seinen Ball auch wirklich im Loch unterbringt und dieser Vorgang hat schon so manch kuriose Situation hervorgerufen, wenn der Ball genau auf das Loch gespielt wurde, aber zu viel Tempo hatte und über das Loch zu springen schien.
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Erst, wenn der Ball im Loch bleibt und nicht mehr herausspringt, gilt das Loch als fertig gespielt und der Spieler kann sich der nächsten Bahn und Aufgabe widmen - es sei denn, das aktuelle Loch war das letzte, das er spielen musste. In dem Fall wäre die Runde fertig gespielt und das Gesamtergebnis wird festgestellt.
Die Fahne sieht immer gleich aus und ist in der Regel an die zwei Meter hoch, wobei am oberen Ende ein Stofftuch angebracht ist. Die Fahne wird in das Loch gesteckt, sodass ihre Lage auch gleichzeitig die Lage des Lochs darstellt, wobei man die Fahne entfernen darf, zum Beispiel beim Spiel auf dem Grün, wenn der Ball unterwegs ist. Häufig sieht man bei TV-Übertragungen, dass der Caddy die Fahne herausnimmt, wenn der Spieler den Schlag ausgeführt hat. Allerdings ist das auch Pflicht, denn ein Spiel am Grün mit der Fahne im Loch ist verboten und bringt einen Strafschlag. Befindet man sich noch am Vorgrün, darf die Fahne zur Orientierung im Loch bleiben.
Spielt man nur noch am Grün selbst oder im Meterbereich rund um das Loch, dann wird die Fahne schon davor entfernt, damit die Stange den Ball nicht ablenken kann oder der Ball an der Stange abprallt und man nicht einlocht.
Als optische Hilfe ist die Fahne von unschätzbarem Wert. Selbst Profis, die jedes Jahr auf den gleichen Kursen spielen und jede Bahn sehr gut kennen, brauchen eine Orientierungshilfe, wo sich das Loch befindet. Und diese Fahne hat noch eine zweite sehr positive Konsequenz für das Golfspiel, weil durch das bewusst angebrachte helle Stoffstück kann man gut ablesen, wie sich der Wind am Ort des Lochs gestaltet.
Der Bunker oder auch Sandbunker ist ein Hindernis am Golfplatz, das bevorzugt auf Höhe des Grüns zu finden ist. Entweder ist der Bunker vor dem Grün oder an den Seiten angeordnet, es gibt auch größere und kleinere Bunker sowie mehrere Bunker auf einer Lochbahn, und zwar direkt neben dem Fairway. Trifft man den Ball nicht genau, dann fliegt der Ball statt auf dem niedrigen Gras in den Bunker und erschwert ein gutes Ergebnis. Beim Bunker gibt es verschiedene Ausführungen. Ein flacher Bunker kann noch leicht gespielt werden, ein Bunker mit hoher Seitenkante oder gar mit ansteigendem Profil ist schon eine ganz andere Herausforderung.
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Es gibt durchaus berüchtigte Bunker, die eine steile Flanke haben, sodass man den Ball steil nach oben spielen muss, um ihn wieder auf das Fairway oder schon auf das Grün zu platzieren. Im Falle vom Grün kann es auch sein, dass man die Fahne und damit die Position des Lochs nicht erkennen kann. Das macht die Angelegenheit noch schwieriger.
Ein Wasserhindernis kann auf dem Golfplatz auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu finden sein. Manchmal ist das Ziel der Golfbahn eine Insel und dann gibt es in allen Himmelsrichtungen Wasser, das als Zielgebiet für den Ball unfreiwillig verlockend sein kann. Es kann auch sein, dass das Fairway durch eine Wasserrinne unterbrochen ist oder es gibt entlang des Fairway auf der Seite ein paar Wasserstellen, die ebenfalls vermieden werden sollten.
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Meist findet sich das Wasser in Form kleinerer Seen entlang oder auf Höhe der Grüns, wenn es also darum geht, präzise das Grün zu erreichen. Spannend ist die Annäherung so schon, aber wenn man über das Wasser spielen muss, um das Grün zu erreichen, reicht ein zu kurzer Schlag und das Fiasko kann losgehen. Besonders gefährlich sind aus Sicht der Spieler die kurzen Par 3-Löcher, die ohnehin wenig Spielraum für das Ergebnis lassen und dann ist das Ziel auch noch von Wasser umgeben. Misslingt der Abschlag und der Ball landet im feuchten Nass, dann hat man ein echtes Problem.
Im Gegensatz zum Bunker hat das Wasserhindernis eine besondere Gemeinheit zu bieten, weil man nämlich dann, wenn der Ball nicht spielbar ist, einen Strafschlag kassiert. Es ist manchmal nötig, den gleichen Schlag nochmals durchzuführen, sodass man vorher einen Schlag verbraucht hat und einen Strafschlag auch noch kassiert hat. Deshalb ist das Wasser bei Par 3-Löchern besonders gefürchtet. Liegt der Ball hingegen im Uferbereich und kann gespielt werden, hat man Glück und bekommt keinen Strafschlag aufgebrummt.
Überblick aller Golfbegriffe: Liste Golf
Die Basis des Golfsports besteht natürlich aus dem Golfplatz und seinen Eigenheiten sowie aus den Golfschlägern, mit denen der Ball eingelocht werden sollte.
Die Ausrüstung ist natürlich auch ein Thema, wobei die Trainingsmöglichkeiten für die Schläge interessant sind. Dann wird es schon konkreter mit den Golfschlägen im Spiel selbst sowie den Wertungen. Die Arten von Golfspieler ist durchaus wichtig, die größten Turniere sowieso.
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