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Wiederholung des Starts

Bei Behinderung gibt es eine zweite Chance

In der Regel nehmen die Läuferinnen und Läufer beim Eisschnelllaufen paarweise die Strecke in Angriff und am Ende werden die Zeiten gemessen und mit allen anderen Läufen verglichen. Die Schnellsten sind die Sieger und es werden je nach Bewerb Medaillen oder Weltcuppunkte verteilt. Es kann aber auch passieren, dass man in seiner Durchführung behindert worden ist und in dem Fall hat man die Chance, seinen Lauf zu wiederholen.

Wann darf man seinen Start wiederholen?

Das große Thema bei dieser Regel ist die Behinderung. Wenn man problemlos seinen Lauf hat bewältigen können, gibt es keine Möglichkeit, eine Wiederholung einzufordern. Wurde man aber sichtbar behindert, dann ist die Möglichkeit gegeben, es sei denn, es gab technische Probleme beim Schlittschuh. Wenn der Schlittschuh nicht mehr funktioniert oder man wegen dem Schuh den Lauf gar nicht beenden hat können, hat man Pech gehabt. Ebenfalls ein Argument gegen eine Wiederholung ist schmutziges Eis. Wenn die Eisoberfläche nicht den Vorstellungen entspricht ist das zwar schade, aber kein Grund für eine Wiederholung.

Anders sieht es aus, wenn der Läufer wirklich behindert wurde. Das kann passieren, indem zum Beispiel der Konkurrent auf der Innenbahn stürzt und in die Außerbahn rutscht, womit der Läufer auf der Bahn nicht sein Tempo weiter fortsetzen kann, um eine Verletzung und einen eigenen Sturz zu verhindern. Auch Außenstehende könnten zumindest theoretisch zu einer Behinderung führen, wobei durch Absperrungen dieser Fall sehr selten anzutreffen ist.

Die größten Diskussionen gibt es wohl um die Bahnwechsel. Wenn man nachweislich behindert wurde und/oder der Konkurrent sich nicht richtig verhalten hat, gibt es eine zweite Chance, den Lauf zu zeigen und eine ungestörte Zeit zu laufen. Generell gilt, dass bei Beendigung des Laufen mit Behinderung die Zeit dieses Laufes mit der Zeit der Wiederholung verglichen wird. Die bessere Zeit wird dann als gültig angesehen.

Wie funktioniert die Wiederholung?

Wiederholungen sind doch eher selten, besonders im professionellen Sport und daher wird es wohl eher nur einen Läufer oder eine Läuferin treffen. Man braucht auch mehr Kraft, vor allem wenn man mehrere Strecken binnen weniger Tage laufen muss und will wie etwa bei den Mehrkampfbewerben oder auch den entsprechenden Meisterschaften. Die Wiederholung setzt voraus, dass man auf der gleichen Bahn wie beim ersten Versuch startet, also zum Beispiel auf der Außenbahn, wenn man auf der Außenbahn den ersten Lauf begonnen hatte.

Die Bahnwechsel müssen weiterhin entsprechend der Regeln durchgeführt werden, was im Sololauf mehr Konzentration erfordert, weil man keine Mitkonkurrenten hat. Gibt es aber doch mehr Leute, die eine Wiederholung durchführen (müssen), dann wird wieder paarweise gelaufen.

    Ebenfalls interessant:

    • Bahnbegrenzung
      In den Kurven darf man beim Eisschnelllaufen seine Bahn nicht verlassen, andernfalls übertritt man die Bahnbegrenzung, man spricht auch vom Durchschneiden der Bahnbegrenzung.
    • Bahnwechsel
      Der Bahnwechsel im Rennen beim Eisschnelllaufen ist genau in den Regeln festgelegt und ist eine Grundlage jedes Rennens auf der Standardbahn.
    • Linksherum-Laufen
      Eine wesentliche Regel bei den Rennen im Eisschnelllaufen ist dadurch gegeben, dass gegen den Uhrzeigersinn gelaufen werden muss - und zwar bei jedem Rennen.
    • Punkte im Mehrkampf
      Im Eisschnelllaufen gibt es mit dem Mehrkampf den Bewerb über mehrere Strecken und den Vergleich durch die Punkte - deren Berechnung ist klar in den Regeln festgelegt.
    • Schrittmacher
      Im Eisschnelllaufsport ist es verboten, als Schrittmacher für den anderen Teilnehmer zu agieren und bei Missachtung der Regel kann man auch disqualifiziert werden.
    • Start und Armbinde
      Im Eisschnelllaufsport gibt es genaue Regeln für den Startvorgang und dazu gehören auch die Armbinden, die eine besondere Bedeutung für Regeln haben.
    • Überholen
      Das Überholen im Eisschnelllaufen, man kann es auch als Überrunden bezeichnen, ist in den Regeln genau festgelegt, vor allem was die Verantwortung der Teilnehmer betrifft.
    • Wiederholung des Starts
      Im Eisschnelllaufen kann ein Lauf eines Teilnehmers wiederholt werden, wenn bestimmte Situationen vorgelegen sind, vor allem in Bezug auf die Behinderung beim Laufen.
    • Ziellinie
      Die Ziellinie ist auch im Eisschnelllaufen das finale Element zur Beendigung einer Strecke, wobei genau in den Regeln festgelegt ist, ab wann man eine Strecke beendet hat.

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