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Team-Verfolgung im Eisschnelllaufen

Team-Verfolgung: drei Mitglieder - ein Team

Die Einzelstrecken bei Damen und Herren im Eisschnelllaufen sind seit vielen Jahren bekannt und haben schon eine große Tradition. Doch auch in diesem Eissport gibt es die eine oder andere Veränderung, mal beim Material, mal bei den Regeln. Was die Bewerbe betrifft, wurde die Team-Verfolgung eingeführt, die seit 2006 auch olympisch ist.

Wie funktioniert das Mannschaftsverfolgungsrennen im Eisschnelllaufen?

Die Team-Verfolgung ist ein zusätzliches Rennen, in dem Damen wie Herren in Teams zu drei Mitglieder an den Start gehen. So wie bei den Einzelrennen wird auch paarweise angetreten, allerdings zu dritt, das heißt, dass eine Mannschaft auf der Zielgeraden der Eisbahn, die andere auf der Gegengeraden startet. Die Damen laufen sechs, die Herren acht Runden, bis die Zeit genommen wird. Dabei gilt die Zeit des dritten Teammitglieds und das schnellere Team ist eine Runde weiter oder im Falle eines Finales Sieger. Das dritte Teammitglied ist wichtig, weil es auch Rennen mit vier Mitgliedern geben kann. Auf höchster Ebene wird aber mit drei Athletinnen oder Athleten pro Mannschaft agiert, wobei es auch schon witzige Ereignisse gab, indem ein Mitglied als letztes gestürzt und ins Ziel gerutscht ist - dabei wird die Zeit aber genauso genommen.

Durch die Teambildung sind andere Anforderungen gegeben als beim Einzelrennen, weil man sich anpassen muss. Wenn ein Mitglied in Überform läuft und die anderen kommen nicht mit, dann hat das wenig Sinn. Die drei Mitglieder wechseln sich regelmäßig ab und verstecken sich im Windschatten, wenn sie keine Führungsarbeit leisten müssen. Dabei wird aber dennoch eine hohe Geschwindigkeit abverlangt und in den letzten Runden wird das Bemühen, für das Team eine sehr schnelle Zeit zu laufen, zur großen Herausforderung.

Bei großen Turnieren sind die ersten Runden für die Favoriten normalerweise einfach zu bestehen, weil der Klassenunterschied hoch ist. Aber in einem Viertel- oder Halbfinale sind alle Teilnehmer/innen im Ziel ausgepumpt, zumal immer etwas passieren kann. Vom Radsport kennt man die Mannschaftszeitfahren, bei denen die besten Fünf gewertet werden. Das heißt, vier können sich zurückfallen lassen. Diesen Vorteil hat man beim Eisschnelllaufen nicht, denn alle drei müssen sehr schnell das Ziel erreichen können, erst dann wird die Zeit gemessen. Nur bei Rennen mit vier Leuten hat man diese Option, dass ein Mitglied ausfallen kann.

Regeln gelten auch im Teambewerb

Die allgemeinen Rennregeln für den Einzelwettkampf gelten auch hier - mit einer Ausnahme: beim Einzel darf man zum Beispiel vor und nach dem Bahnwechsel keinen Windschatten nutzen oder geben. Im Teambewerb gibt es den Bahnwechsel nicht, der Windschatten ist aber ein wesentliches Werkzeug des Bewerbs, um sich gegenseitig zu helfen.

Überrundet man hingegen ein schwächeres Team, dann gelten wieder die Regeln wie der Mindestabstand von zehn Meter, um kein Windschatten zu bieten.

Was passiert, wenn bei einem Bewerb mit drei Mitgliedern eines nicht das Ziel erreicht? In so einem Fall ist das gesamte Team disqualifiziert, weil der Bewerb nicht ordnungsgemäß abgeschlossen wurde. Nur wenn alle drei das Ziel erreichen, kann eine gültige Zeit genommen werden.

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Eisbahn

Die Eisbahn für das Eisschnelllaufen ist exakt 400 Meter lang und steht für alle Strecken zur Verfügung vom Sprint bis zur langen Strecke.

Ausrüstung

Die Ausrüstung für das professionelle Eisschnelllaufen besteht im wesentlichen aus dem Rennanzug und dem Eislaufschuh, der als Klappschuh sich deutlich verändert hat.

Regeln / Rennregeln

Damit ein Rennen im Eisschnelllaufen ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, braucht es entsprechende Regeln für die Teilnehmer, die international festgelegt wurden.

500 m

Die 500 Meter sind der kürzeste Bewerb im Eisschnelllaufen und umfasst eine Runde plus eine Gerade als intensiven Sprint über das Eis.

1.000 m

Der Bewerb über 1.000 Meter im Eisschnelllaufen zählt noch zu den Sprintrennen und umfasst 2,5 Runden und ist die längere der Sprintstrecken.

1.500 m

Der Bewerb über 1.500 Meter im Eisschnelllaufen ist die Mittelstrecke und erfordert schon mehr Ausdauer als der Sprint.

3.000 m

Die Strecke über 3.000 Meter wird im Eisschnelllauf nur von den Damen zurückgelegt und stellt den Übergang von der Mittelstrecke zu den langen Distanzen dar.

5.000 m

Der Bewerb über 5.000 Meter im Eisschnelllaufen ist der längste Bewerb der Damen, der zweitlängste der Herren und braucht Tempohärte und Kondition.

10.000 m

Die Strecke über 10.000 Meter im Eisschnelllaufen ist den Herren vorbehalten und ist die längste Strecke, die auf der Eisbahn gelaufen wird.

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Team-Verfolgung

Die Team-Verfolgung im Eisschnelllaufen ist ein noch jüngerer Bewerb mit Mannschaften zu drei Mitglieder, die gemeinsam um eine schnelle Zeit laufen.

Weltmeisterschaften

Im Eisschnelllaufen gibt es zwei Formen der Weltmeisterschaft und zwar die WM im Mehrkampf und die Sprint-WM mit den jeweils vorgesehenen Streckenlängen.

Soziale Medien

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