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Biathlon und Einzelbewerb

Der längste Bewerb im Biathlon

Der Sprint wird im Biathlon-Weltcup am häufigsten ausgetragen, die Verfolgung wird als Kombinationsbewerb auch häufiger veranstaltet, seltener ist der Einzelbewerb im Biathlonsport. Das hat aber auch seinen guten Grund, denn der Einzelbewerb ist das längste Rennen im Biathlon.

Einzel im Biathlonsport

Biathlon EinzelbewerbDie Damen laufen 15 Kilometer, die Herren gar 20 Kilometer und diese Distanz kann man unter Hochdruck auf höchstem Niveau nicht jede Woche laufen. Das heißt - man könnte schon, aber nach wenigen Bewerben wäre die Energie für weitere Rennen nicht mehr gegeben. Daher gibt es das Einzelrennen meist viermal in der Saison, wobei ein Rennen schon Teil der Weltmeisterschaften ist.

Zusätzlich zu der langen Laufstrecke gibt es vier Schießeinlagen und hier gleich zwei Besonderheiten: die erste ist, dass nicht wie im Verfolgungsrennen oder im Massenstart zweimal zuerst liegend und dann zweimal stehend geschossen wird, sondern es wechseln sich die Schießeinlagen ab. Nach dem ersten Liegendschießen wird stehend geschossen und dann wieder liegend.

Die zweite Besonderheit ist, dass der Einzelbewerb das einzige Rennen im Biathlonsport ist, bei dem es keine Strafrunde gibt. Hat man ein Ziel nicht getroffen, dann gibt es eine Strafminute, die auf die Laufzeit aufgeschlagen wird. Um für die TV-Zuseher, aber auch für das Publikum vor Ort den Bewerb nachvollziehbar zu machen, wird diese Minute sofort auf die Zeit aufgeschlagen. Das bedeutet, dass der Führende nach einem Fehler sofort um einige Ränge nach hinten rutschen kann, wenn die anderen fehlerfrei schießen konnten.

Sieger ist, wer im Ziel die beste Zeit anzubieten hat, wobei so wie beim Sprint nach einer gelosten Reihenfolge gelaufen wird und die Spitzenathletinnen und -athleten sich aussuchen können, wann sie an die Reihe kommen wollen. Das heißt, sie können sich in eine vordere Gruppe setzen lassen oder auch später an die Reihe kommen. Die eigentliche Startnummer wird aber innerhalb der gewählten Gruppe gelost.

Die Sache mit der Strafminute

Und diese Strafminute ist der Grund, warum langsamer geschossen wird als zum Beispiel beim Sprint. Weil selbst bei drei Fehlern im Sprint verliert man bei 15 bis 20 Sekunden pro Strafrunde weniger Zeit als bei einem Fehler im Einzel - eben durch die Strafminute. Daher wird vorsichtiger agiert, wobei das auch ein Problem ist, weil zu vorsichtig bedeutet, dass man den Fehler vielleicht erst recht macht und außerdem kann man bei zu langem Schießen das Problem mit dem Puls bekommen. Gerade beim Stehendschießen und hier im Einzel beim letzten Schießen steht man ohnehin schon recht erschöpft und nicht ganz souverän am Schießstand. Wenn dann der Puls fällt, wird man mit dem gesamten Körper unruhig. In der Fachsprache spricht man auch von der Nähmaschine, weil man ruckartige Bewegungen macht, die man beim Schießen nun wirklich nicht brauchen kann.

Die Kunst ist es also, zügig, aber mit angezogener Handbremse zu schießen, um die Ziele sicher zu treffen. Beim Hinlaufen zum Schießplatz geht man nicht das ganz große Tempo und behält sich eine Reserve für mehr Konzentration, denn trotz der langen Strecke ist das Schießen noch mehr im Fokus als bei den anderen Bewerben.

Übersicht der Themen

  • Durchführung
    Details über das Biathlon und den Einzelbewerb mit seiner Durchführung mit vier Schießeinlagen und fünf Runden, die zu laufen sind.
  • Besonderheit
    Details über den Einzelbewerb im Biathlonsport mit seinen Besonderheiten, besonders was das Schießen und die Strafe bei Fehler betrifft.
  • Taktik
    Grundlagen über das Biathlon und den Einzelbewerb mit den taktischen Möglichkeiten, wobei das Schießen im absoluten Fokus steht.

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