Die Tour de France 2026 startet beim südlichen Nachbarn Spanien und damit gibt es wieder einen Start im Ausland. Allerdings ist man nicht weit von der Heimat entfernt und schon bald wird in Frankreich weitergefahren, wobei man weitere Auslandsbesuche nicht geplant hat. Gefahren wird aufgrund des Startortes bald schon in den Pyrenäen, dann im Zentralmassiv und im Finale in den Alpen.
Die Tour de France 2026 beginnt spektakulär mit einem der selten gewordenen Mannschaftszeitfahren mitten in Barcelona, wobei das Olympiastadion eine Hauptrolle spielt. Genau dort endet auch das zweite Teilstück, ehe mit der dritten Etappe Frankreich bereits erreicht ist. Es folgen die gewohnt schweren Etappen in den Pyrenäen inklusive der klassischen Kombination von Col d'Aspin und Col du Tourmalet auf 2.115 Meter Seehöhe.
Doch die Etappen in den Pyrenäen sind nicht ganz so ausgeprägt und danach fährt das Feld der Radprofis vom Südwesten zum äußersten Nordosten Frankreichs, wobei es die bekannt welligen Etappen im Zentralmassiv mit reichlichen Bergwertungen gibt. Die finale Entscheidung der Tour 2026 findet in den Alpen statt, denn von Etappe 18 bis 20 gibt es drei Bergetappen am Stück, wobei zweimal der fast schon berüchtigte Skiort Alpe d'Huez das Ziel ist. Allerdings wird er nur einmal in der klassischen Form der 13 Kehren angefahren, in Etappe 20 wird eine andere Route gewählt, ist aber sogar die schwerere Prüfung für die Fahrer.
Neben dem Mannschaftszeitfahren gibt es auch ein Einzelzeitfahren, das sogar eine Bergwertung beinhaltet, aber kein Bergzeitfahren ist. Es beginnt ansteigend, danach geht es abfallen bis ins Ziel.
Das Finale gibt es in Paris mit den Runden auf den Champs-Élysées, aber man hat kleine Bergwertungen eingebaut. Spannend wird die letzte Etappe damit bleiben, weil Allrounder und Sprinter ihre Chancen haben.

01. Etappe 04.07.2026 Barcelona (ESP) - Barcelona (ESP), 19,6 km (MZF)
02. Etappe 05.07.2026 Tarragone (ESP) - Barcelona (ESP), 168,5 km
03. Etappe 06.07.2026 Granollers (ESP) - Les Angles, 195,9 km
04. Etappe 07.07.2026 Carcassonne - Foix, 181,9 km
05. Etappe 08.07.2026 Lannemezan - Pau, 158,3 km
06. Etappe 09.07.2026 Pau - Gavarnie-Gedre, 186,2 km (BAK)
07. Etappe 10.07.2026 Hagetmau - Bordeaux, 175,1 km
08. Etappe 11.07.2026
09. Etappe 12.07.2026 , 185,5 km
1. Ruhetag am 13. Juli 2026
10. Etappe 14.07.2026 Aurillac - Le Lioran, 166,6 km
11. Etappe 15.07.2026 Vichy - Nevers, 161,3 km
12. Etappe 16.07.2026 Circuit Nevers Magny-Cours - Chalon-sur-Saône, 179,1 km
13. Etappe 17.07.2026 Dole - Belfort, 205,8 km
14. Etappe 18.07.2026 Mulhouse - Le markstein Fellering, 155,3 km
15. Etappe 19.07.2026 Champagnole - Plateau de Solaison, 183,9 km (BAK)
2. Ruhetag am 20. Juli 2026
16. Etappe 21.07.2026 Evian-les-Bains - Thonon-les-Bains, 26,1 km (EZF)
17. Etappe 22.07.2026 Chambery - Voiron, 174,7 km
18. Etappe 23.07.2026 Voiron - Orcières-Merlette, 185,2 km (BAK)
19. Etappe 24.07.2026 Gap - Alpe d'Huez, 127,9 km (BAK)
20. Etappe 25.07.2026 Le Bourg d'Oisans - Alpe d'Huez, 170,9 km
21. Etappe 26.07.2026 Thoiry - Paris Champs-Élysées, 133 km
BAK = Bergankunft
EZF = Einzelzeitfahren
MZF = Mannschaftszeitfahren
Mit dem Mannschaftszeitfahren wird ein Spektakel angeboten, das aber kaum Zeitunterschiede bringen wird.
Die Etappe wird südlich von Barcelona gefahren, aber endet wieder im Olympiastadion, wobei im Finale drei Bergwertungen der 3. Kategorie für sehr viel Unruhe sorgen werden.
Mit dieser Etappe kehrt die Tour nach Frankreich zurück, wobei im Finale eine Bergwertung der 3. Kategorie ansteht. Die zweite Hälfte ist auch mit der ersten Bergwertung der 1. Kategorie bestückt.
Es gibt vier Bergwertungen auf der Fahrt nach Foix, aber die höchsten sind Wertungen der 2. Kategorie. Die Etappe ist ein Fall für die Allrounder.
Erst die 5. Etappe ist das erste Futter für die Sprinter, denn bisher gab es noch keine Flachetappe. Alles andere als ein Massensprint wäre wirklich eine große Überraschung.
Zum ersten Mal wird die höchste Wertung (HC = eigentlich ohne Wertung) angefahren, denn es steht die klassische Pyrenäen-Etappe mit Col d'Aspin und Col du Tourmalet auf dem Programm. Im Finale gibt es noch eine Bergankunft mit einer Bergwertung der 2. Kategorie. Diese Etappe wird die Gesamtwertung das erste Mal richtig definieren.

Nach den Pyrenäen wird im Südwesten Frankreichs weitergefahren, wobei Flachetappen auf dem Programm stehen. Die Fahrt nach Bordeaux ist die erste davon.
Auch die 8. Etappe ist für die Sprinter und den Massensprint gebucht. Es gibt gerade einmal zwei kleine Bergwertungen der 4. Kategorie und die Sprintermannschaften haben die Etappe sicher dick angestrichen.
Vom Südwesten Frankreichs hat man sich in das Zentralmassiv begeben und dort gibt es zwei Etappen mit den typisch zahlreichen Bergwertungen. Die 9. Etappe ist das erste Teilstück mit 4 Bergwertungen von Kategorie 4 bis 2, danach erfolgt der erste Ruhetag dieser Tour de France.
Nach dem ersten Ruhetag gibt es die zweite Etappe im Zentralmassiv mit 7 Bergwertungen, wobei es auch zwei Bergwertungen der 1. Kategorie gibt und gerade die zweite Hälfte der Fahrt sehr anspruchsvoll ist.

Das Zentralmassiv ist verlassen worden und die Radprofis orientieren sich in Richtung Nordosten, wobei zuerst einmal eine Flachetappe ansteht. Es gibt nur zwei kleine Bergwertungen und man kann fix vom Massensprint ausgehen.
Weiter geht es mit flachem Profil in Richtung Nordosten, aber zur Abwechslung finden drei Bergwertungen der 4. Kategorie statt.
Eigentlich ist die Etappe eine Flachetappe, aber 30 km vor dem Ziel stellt sich ein Berg der 1. Kategorie in den Weg, weshalb die Sprinter kaum eine Chance haben werden. Sie könnten zwar aufholen, aber es wird wohl ein Allrounder zuschlagen oder die Favoriten greifen an.
Schweres Teilstück mit drei Bergwertungen der 1. Kategorie, wobei die letzte 6 km vor dem Ziel erreicht wird. Es ist fast eine Bergankunft und genauso wird die Etappe bei dieser Tour de France wohl auch gefahren werden.
Im äußersten Nordosten Frankreichs gibt es vor dem zweiten Ruhetag noch eine Bergetappe mit vier Bergwertungen, wobei das Kriterium der Schlussanstieg der höchsten Kategorie ist. Dabei wird 11 km durchschnittlich 9 % geklettert - ein Kriterium für die Gesamtwertung.
Das einzige Einzelzeitfahren ist ein außergewöhnliches, weil es nach einem Anstieg eine Bergwertung der 2. Kategorie gibt, danach fällt das Profil aber bis ins Ziel. Für die Klassementfahrer ist das Zeitfahren ein sehr wichtiges, aber vielleicht gibt es hier durch die Abfahrt weniger Zeitabstände als bei einem komplett flachen.
Bevor es in den Alpen um die Entscheidung dieser Tour de France kommt, wird noch einmal gesprintet. Abgesehen von der finalen Etappe in Paris ist dies die letzte Chance für die Sprintermannschaften.
Insgesamt 5 Bergwertungen gibt es auf diesem Teilstück, wobei im Finale eine Bergankunft der 1. Kategorie wartet. Es sind nicht die ganz großen Berge gegeben, aber die Fahrer sind schon sehr müde und Schwäche darf man sich keine erlauben, will man gut platziert sein.
Eine sehr kurze Etappe, bei der am Beginn zwei Bergwertungen anstehen und am Ende ebenso, vor allem natürlich die 13,8 Kilometer hinauf nach Alpe d'Huez, eine Bergwertung der höchsten Kategorie und vielleicht eine Vorentscheidung der Tour.

Wer noch etwas in der Gesamtwertung ändern möchte, muss hier zuschlagen. Es gibt drei Bergwertungen der höchsten Kategorie, wobei man im Finale nochmals nach Alpe d'Huez fährt, aber nicht die klassischen 13,8 km wie am Vortag.

Einmal mehr wird in Paris die Tour de France beendet, wobei aber das Teilstück vier Bergwertungen der 4. Kategorie aufweist, doch die Sprinter haben Zeit im Finale, um auch eine Chance zu haben.
Bildquelle Profil und Karte: letour.fr
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