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Tennisplatz und seine Beschaffenheit

Die Spielfläche des Tennissports

Damit Tennis gespielt werden kann, braucht es den Tennisplatz und dieser ist fix vordefiniert. Man kann nicht einfach irgendwo ein Netz spannen und mit dem Tennis beginnen, sondern muss sich an das Regelwerk und die Dimensionen halten. Das ist wichtig, weil die Spielerinnen und Spieler müssen sich auf die Grundvoraussetzungen verlassen können. Wäre jeder Platz anders breit und anders lang, dann könnte man gar nicht für das Spiel trainieren, weil sich die Verhältnisse ständig ändern würden. Und man ist ja immerhin in der ganzen Welt unterwegs, um Turniere zu spielen.

Außerdem braucht man zum Tennisspiel natürlich die Basisausrüstung. Ohne Tennisball wird ein Match eher nicht gelingen, auch der Tennisschläger ist Pflicht.

Inhalt

Wie groß ist ein Tennisplatz?

Ein Tennisplatz ist 10,97 Meter breit und 23,77 Meter lang. In der Mitte wird ein Netz gespannt, das den Tennisplatz in zwei Hälften untergliedert. Jede Hälfte wird nochmals mit Linien unterteilt. Dazu gehört die Grundlinie, die im hintersten Bereich der Spielhälfte zu sehen ist und von wo aus der Aufschlag zu erfolgen hat. Auf halber Distanz zum Netz ist die Aufschlaglinie angebracht und das entstehende Feld wird nochmals vertikal geteilt, sodass auf jeder Hälfte zwei Flächen entstehen, in die der Aufschlag des Gegenspielers gespielt werden muss.

Tennisplatz mit der Gliederung

An den Außenseiten befindet sich jeweils ein 1,37 Meter breiter Bereich, der für das Doppelspiel vorgesehen ist. Daher ist die Seitenlinie im Einzel um diese 1,37 Meter mehr nach innen positioniert, wodurch das Spielfeld beim Einzel schmäler ist als beim Doppel - was auch Sinn macht, denn beim Doppel spielen immerhin zwei Damen oder Herren (bzw. beim Mixed Dame und Herr).

Welche Oberfläche hat ein Tennisplatz?

Der Tennisplatz kann verschieden beschaffen sein. Der Untergrund kann aus Rasen, Sand oder Hartplatz bestehen, wobei bei letzterem viele Möglichkeiten bestehen. Es gibt Hallenbeläge, die langsamer zu bespielen sind als richtige Betonplätze, bei denen der Ball sogar noch zusätzlich beschleunigt wird und das moderne Powertennis sich besonders deutlich zeigt. Somit bietet sich der Tennisplatz sowohl im Freien als auch in der Halle an. Zweiteres ist optimal, weil man wetterunabhängig ist, allerdings verwandelt sich die Halle im Sommer zur Sauna, weshalb das Spiel im Freien natürlich bevorzugt wird.

Nur kalt wird es im Freien auch nicht, denn nicht selten wird bei 35 oder mehr Grad im Schatten gespielt - etwa im australischen Sommer, wenn man in Europa bei null Grad Celsius zusieht, wie die Spielerinnen und Spieler in Melbourne bei den Australian Open bei 40 Grad schwitzen. Auch in Europa kann es sehr heiß sein, vor allem am Tennisplatz selbst, der sich durch die Sonne weiter erhitzt. Das gilt noch mehr für Sandplätze als für Hartplatz.

Grundlinien am Tennisplatz

Es gibt eine ganze Reihe von Linien, die den Tennisplatz unterteilen und damit das regelkonforme Spiel erst wirklich ermöglichen. Eine wesentliche ist die Grundlinie, die am Ende beider Seiten des Platzes angebracht wird. Sie stellt die Anfangsposition beider Spieler - oder im Doppel bzw. Mixed aller vier Spielerinnen und Spieler - dar und sie ist im modernen Tennissport sogar noch wichtiger geworden, als sie es früher war.

Funktion der Grundlinie im Tennisspiel

Wenn man den nächsten Punkt spielt, beginnt dies mit dem Aufschlag und der wird von der Grundlinie aus durchgeführt. Mehr noch: die Grundlinie darf nicht betreten oder gar überschritten werden, bevor der Ball nicht geschlagen ist. Passiert dies dennoch, dann gilt der Aufschlag nicht und es wird ein Fußfehler von den Schiedsrichtern gemeldet - eine Aktion, die Stefan Edberg immer wieder erdulden musste, der immer gleich zum Netz stürmen wollte.

Grundlinie am Tennisplatz

In der Mitte der Grundlinie ist das Mittelzeichen zu finden. Das ist wesentlich, denn der Aufschlag wird diagonal durchgeführt. Schlägt man von links auf, dann positioniert man sich links vom Mittelzeichen und schlägt über das Netz in das rechts gelegene Aufschlagfeld auf. Andernfalls schlägt man von rechts nach links - immer diagonal.

Die Grundlinie grenzt den Tennisplatz nach hinten ab. Ist der Ball im Spiel, dann muss er innerhalb der Seitenlinien und der Grundlinien gespielt werden, wobei die Linien aber auch getroffen werden dürfen. Fliegt er hinter die Grundlinie, dann ist ein Fehler entstanden, der Punkt ist beendet und der Mitspieler erhält diesen Punkt und profitiert vom Fehler. Das Spielen auf die Linie ist hingegen kein Fehler, also darf der Ball die Linie berühren.

Grundlinie zur Untergliederung der Spieler

Früher gab es verschiedene Typen von Tennisspielerinnen und Tennisspieler. Die Grundlinie sorgte für eine Bezeichnung, nämlich Grundlinienspieler. Das waren jene Leute, die kaum zum Netz kamen und von hinten das Spiel gestalteten. Heute ist das Tennisspiel so dynamisch geworden, dass es kaum mehr Serve-and-Volley-Spieler gibt. Der Grundlinienspieler ist damit kaum mehr als Bezeichnung brauchbar, weil sich alle bei der Grundlinie aufhalten und nur bei Gelegenheit nach vorne stürmen - einzige Ausnahme ist vielleicht noch beim Rasentennis.

Denn von der Grundlinie aus können die Spielerinnen und Spieler mit viel Kraft den Ball am Netzspieler vorbei spielen. Sie sind schneller als früher und damit in der Offensive - die Angreifer am Netz waren früher die Offensiven und stehen am Netz immer öfter in der Defensive. Selbst in Wimbledon spielen die meisten von der Grundlinie und nicht mehr Serve-and-Volley.

Aufschlaglinie für den Aufschlag

Damit es im Tennissport Aktionen geben kann, muss ein Ballwechsel einmal begonnen werden und das erfolgt über den Aufschlag bzw. englisch das Service. Für das Service sind mehrere Regeln bindend, nämlich die Richtung und die Fläche, wo der Ball platziert werden soll. Und genau diese Fläche muss erkannt werden können, weshalb man auch die entsprechenden Linien am Platz aufträgt. Sie sind Grundvoraussetzung für den regelkonformen Tennisplatz.

Für die Richtung gilt, dass der Aufschlag von rechts nach links gespielt werden muss, also diagonal und gleiches gilt umgekehrt von links nach rechts. Als Kriterium gilt das Mittelzeichen auf der Grundlinie. Man stellt sich rechts davon auf und führt die Aufschlagbewegung durch, um den Ball in das vom Aufschläger aus linke Aufschlagfeld zu spielen.

Aufschlaglinie am Tennisplatz

Aufschlaglinie und ihre Funktion im Tennis

Das Aufschlagfeld befindet sich aus Sicht des Aufschlägers hinter dem Netz auf der linken Seiten und wird gebildet durch die Seitenlinie als äußere Markierung, der Aufschlagmittellinie als innere Markierung und der Aufschlaglinie als hintere Markierung. Diese drei Linien bilden ein Rechteck, das 4,12 Meter breit und 6,40 Meter lang ist.

In dieses Feld muss der Ball getroffen werden, wobei alle drei Linien mit dem Ball berührt werden dürfen. Landet der Ball außerhalb dieses Aufschlagfeldes, dann hat man einen fehlerhaften Aufschlag durchgeführt und bekommt eine zweite Chance. Spielt man auch das 2. Service ins Aus, dann hat man einen Doppelfehler fabriziert und der Gegner bekommt einen Punkt zugesprochen.

Die Aufschlaglinie ist damit jene Linie, die auf fast halber Strecke von der Grundlinie zum Netz das Spielfeld unterteilt. Vom Netz zur Aufschlaglinie sind es die genannten 6,40 Meter, von der Aufschlaglinie zur Grundlinie sind 5,49 Meter Abstand festgelegt. Für den Aufschlag ist die Linie ein zentrales Werkzeug, um die Regeln einzuhalten, aber auch im normalen Spiel hilft die Linie als Orientierung - für den Gegner, wo man gerade steht und für sich selbst, wie weit man vom Netz entfernt ist. Das ist gerade beim Netzangriff oft ein Thema.

In den Kommentaren wird auch vom Halbfeld gesprochen, wenn man sich in etwa auf der Höhe dieser Linie befindet - man ist nicht am Netz, aber auch nicht an der Grundlinie, sondern dazwischen und oft dem Passierschlag des Gegners ausgeliefert.

Aufschlagmittellinie und ihre Aufgabe

Die Aufschlagfelder werden begrenzt durch drei Linien. Nach hinten trennt die Aufschlaglinie das Spielfeld vom Rest des Feldes bis zur Grundlinie ab. Die Seitenlinie begrenzt das Aufschlagfeld auf der Seite, wobei die innere Linie gilt - auch wenn Doppel oder Mixed gespielt wird. Und schließlich gibt es noch eine Linie - die Aufschlagmittellinie.

Aufschlagmittellinie am Tennisplatz

Die Aufschlagmittellinie befindet sich genau in der Mitte des Platzes und führt vom Zentrum des Netzes bis zur Aufschlaglinie, wodurch die Fläche vom Netz zu dieser Linie in zwei Felder geteilt wird. Erst durch die Aufschlagmittellinie entstehen also das linke und rechte Aufschlagfeld, in das das Service gespielt werden soll. Ohne der Linie wäre damit der Aufschlag nicht regelkonform zu überprüfen und außerdem bietet die Linie auch eine Orientierungshilfe.

Aufschlagfeld wird zum Ziel des Aufschlags

Das Aufschlagfeld ist damit das Feld oder auch die Fläche, die es anzuvisieren gilt, wobei auch die Linien getroffen werden dürfen. Fliegt der Ball weiter oder bleibt beim Netz hängen, dann gibt es mit dem 2. Service noch einen Versuch. Scheitert dieser ebenfalls, dann hat man einen Doppelfehler erzeugt und der Gegner freut sich über einen einfachen Punkt, der ihm zugeschrieben wird.

Die Aufschlagmittellinie ist aber nicht nur eine Abgrenzung, sondern auch eine Zielhilfe, wenn man einen zentralen Aufschlag, also einen Aufschlag durch die Mitte, durchführen will. Es ist dies die direkte Form des Aufschlags und man kann durch die Linie leichter erkennen, wo sich die Mitte auf der gegnerischen Seite befindet. Damit ist die Linie in mehrfacher Hinsicht eine Orientierungshilfe, die gerne in Anspruch genommen wird.

Für die Linie gilt natürlich wie für alle anderen auch, dass ein Aufschlag gültig ist, wenn der Ball die Linie trifft - auch wenn es nur ein Teil des Balls sein sollte. Nur wenn der Tennisball mit vollem Umfang die Linie verfehlt hat und außerhalb des Aufschlagfeldes landet, ist ein Fehler entstanden.

Seitenlinien am Tennisplatz

Eine Besonderheit gibt es am Tennisplatz, und zwar die Tatsache, dass es nicht eine seitliche Abschlusslinie gibt, sondern deren zwei Stück. Das liegt daran, dass sowohl Einzel als auch Doppel bzw. Mixed gespielt werden kann und die Spielfläche am Tennisplatz beim Einzel in der Breite geringer ist als beim Spiel im Doppel oder Mixed. Das macht auch Sinn, weil man zu zweit mehr Platz abdecken kann und auch mehr Platz für die Spielaktionen braucht.

Aufgaben der Seitenlinien im Tennisspiel

Die Seitenlinie grenzt das Spielfeld nach beiden Seiten ab und ist damit die äußere Linie. Für das Einzelspiel sind die inneren Seitenlinien gedacht und sie sind 8,23 Meter voneinander entfernt. So breit ist also das Spielfeld für das Einzel, für die anderen Spielarten gelten die äußeren Seitenlinien, die sich auf beiden Seiten 1,37 Meter weiter nach außen befinden. Somit ist das Spielfeld für Doppel und Mixed 10,97 Meter breit, wobei das nur für das Grundlinienspiel eine Rolle spielt, denn beim Aufschlag gelten auch für Doppel und Mixed die inneren Linien.

Seitenlinien am Tennisplatz

Landet der Tennisball während eines Ballwechsels außerhalb der gültigen Seitenlinie, dann ist ein Fehler passiert, es wird auf "Out" entschieden und der oder die Mitspieler erhält einen Punkt. Dennoch ist es das Ziel, die Linien möglichst anzuvisieren, um das Spiel breiter zu machen und den Gegner laufen zu lassen. Damit erhält man bei optimaler Taktik die offensive Position und kann leichter einen Gewinnschlag anbringen oder einen Netzangriff wagen.

Trifft der Ball die Linie, dann gilt dies als korrekter Versuch, nur außerhalb der Seitenlinie darf der Ball nicht aufkommen, denn dann ist das Spielfeld verlassen worden. Die Seitenlinie darf auch beim Aufschlag berührt werden und das ist oft das Ziel, um den Aufschlag nach außen zu platzieren, damit der Gegner sich vom Spielfeld wegbewegen muss und damit in die Defensive gedrängt wird. Die Seitenlinie erzeugt zusammen mit der Aufschlaglinie die Aufschlagfelder, in die der Ball beim Aufschlag gespielt werden muss.

Auch ein Teil des Tennisballs reicht

Interessant ist für den Laien die Regel, wie der Ball die Linie treffen muss, um einen korrekten Schlag ausgeführt zu haben. Es gibt seit einigen Jahren die Möglichkeit der "Challenge", bei der ein Spieler die Technik bitten kann, einen Ballabdruck zu hinterfragen. Dreimal pro Satz darf ein Spieler diese Möglichkeit einfordern und das ist auch für das TV-Publikum spannend, weil in Zeitlupe und vom Computer animiert die Flugbahn des Balles nachgezeichnet wird. Wenn auch nur ein Zehntel des Balles die Linie berührt hat, gilt der Ball als korrekt gespielt und es sind manchmal wirklich sehr knappe Entscheidungen, über die die Spielerinnen oder Spieler auch schmunzeln müssen. Für die Linienrichter und den Schiedsrichter ist oft bei der Geschwindigkeit, mit der die Bälle geschlagen werden, kaum zu sehen, ob nun die Linie noch getroffen wurde oder nicht.

Eine Ausnahme ist der Sandplatz, weil das ist der einzige Belag, auf dem der Abdruck zu sehen ist. Hier kann man kontrollieren, ob der Ball in Ordnung war oder doch schon im Out. Häufig bietet ein Spieler seinen Gegner um Kontrolle oder der schaut selbst gleich nach und wenn der Ball die Linie traf, wischt er mit dem Schuh den Abdruck weg und signalisiert, dass alles in Ordnung war. War der Ball hingegen im Aus, wird meist mit dem Schläger ein Kreis um den Abdruck gezogen, um das zu zeigen - auch für den Fall, dass der Schiedsrichter sich den Abdruck nochmals anschauen möchte.

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Tennisplatz und seine Beschaffenheit
Beschreibung: Der 🎾 Tennisplatz ist die Spielfläche für den Tennissport, kann aber verschiedene Bedingungen erfüllen wie etwa als Hallenplatz oder mit unterschiedlicher Oberfläche.