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Seitenlinie auf dem Tennisplatz

Der seitliche Abschluss am Tennisplatz

Eine Besonderheit gibt es am Tennisplatz und zwar die Tatsache, dass es nicht eine seitliche Abschlusslinie gibt, sondern deren zwei Stück. Das liegt daran, dass sowohl Einzel als auch Doppel bzw. Mixed gespielt werden kann und die Spielfläche am Tennisplatz beim Einzel in der Breite geringer ist als beim Spiel im Doppel oder Mixed. Das macht auch Sinn, weil man zu zweit mehr Platz abdecken kann und auch mehr Platz für die Spielaktionen braucht.

Aufgaben der Seitenlinien am Tennisplatz

Seitenlinien am TennisplatzDie Seitenlinie grenzt das Spielfeld nach beiden Seiten ab und ist damit die äußere Linie. Für das Einzelspiel sind die inneren Seitenlinien gedacht und sie sind 8,23 Meter voneinander entfernt. So breit ist also das Spielfeld für das Einzel, für die anderen Spielarten gelten die äußeren Seitenlinien, die sich auf beiden Seiten 1,37 Meter weiter nach außen befinden. Somit ist das Spielfeld für Doppel und Mixed 10,97 Meter breit, wobei das nur für das Grundlinienspiel eine Rolle spielt, denn beim Aufschlag gelten auch für Doppel und Mixed die inneren Linien.

Landet der Tennisball während eines Ballwechsels außerhalb der gültigen Seitenlinie, dann ist ein Fehler passiert, es wird auf "Out" entschieden und der oder die Mitspieler erhält einen Punkt. Dennoch ist es das Ziel, die Linien möglichst anzuvisieren, um das Spiel breiter zu machen und den Gegner laufen zu lassen. Damit erhält man bei optimaler Taktik die offensive Position und kann leichter einen Gewinnschlag anbringen oder einen Netzangriff wagen.

Trifft der Ball die Linie, dann gilt dies als korrekter Versuch, nur außerhalb der Seitenlinie darf der Ball nicht aufkommen, denn dann ist das Spielfeld verlassen worden. Die Seitenlinie darf auch beim Aufschlag berührt werden und das ist oft das Ziel, um den Aufschlag nach außen zu platzieren, damit der Gegner sich vom Spielfeld wegbewegen muss und damit in die Defensive gedrängt wird. Die Seitenlinie erzeugt zusammen mit der Aufschlaglinie die Aufschlagfelder, in die der Ball beim Aufschlag gespielt werden muss.

Auch ein Teil des Tennisballs reicht

Interessant ist für den Laien die Regel, wie der Ball die Linie treffen muss, um einen korrekten Schlag ausgeführt zu haben. Es gibt seit einigen Jahren die Möglichkeit der "Challenge", bei der ein Spieler die Technik bitten kann, einen Ballabdruck zu hinterfragen. Dreimal pro Satz darf ein Spieler diese Möglichkeit einfordern und das ist auch für das TV-Publikum spannend, weil in Zeitlupe und vom Computer animiert die Flugbahn des Balles nachgezeichnet wird. Wenn auch nur ein Zehntel des Balles die Linie berührt hat, gilt der Ball als korrekt gespielt und es sind manchmal wirklich sehr knappe Entscheidungen, über die die Spielerinnen oder Spieler auch schmunzeln müssen. Für die Linienrichter und den Schiedsrichter ist oft bei der Geschwindigkeit, mit der die Bälle geschlagen werden, kaum zu sehen, ob nun die Linie noch getroffen wurde oder nicht.

Eine Ausnahme ist der Sandplatz, weil das ist der einzige Belag, auf dem der Abdruck zu sehen ist. Hier kann man kontrollieren, ob der Ball in Ordnung war oder doch schon im Out. Häufig bietet ein Spieler seinen Gegner um Kontrolle oder der schaut selbst gleich nach und wenn der Ball die Linie traf, wischt er mit den Schuh den Abdruck weg und signalisiert, dass alles in Ordnung war. War der Ball hingegen im Aus, wird meist mit dem Schläger ein Kreis um den Abdruck gezogen, um das zu zeigen - auch für den Fall, dass der Schiedsrichter sich den Abdruck nochmals anschauen möchte.

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