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Hartplatz als Tennisplatz

Schnelles Tennis, gelenksgefährdend

Eine Variante des Tennisplatzes ist der Hartplatz oder englisch auch Hardcourt bezeichnet. Der Hartplatz besteht aus Beton und hat gegenüber dem Rasen und dem Sand den Vorteil, dass es kaum Bodenunebenheiten geben kann und der Absprung des Balles ist daher sehr regelmäßig und leichter auszurechnen. Löcher, wie sie beim Sandplatz manchmal vorkommen können, gibt es hier nicht und dieser Tennisplatz lädt dazu ein, sehr schnell zu spielen.

Hartplatz: Beschaffenheit und Verletzungsrisiko

Das Tennisspiel gestaltet sich sehr schnell, was für Aufschläger und risikobereite Spieler ein Vorteil ist, aber auch die Grundlinienspieler, die geduldig auf ihre Chance warten, haben Möglichkeiten, zum Erfolg zu kommen, wenngleich die Verteidigungstaktik beim Sandplatz besser greift als beim schnellen Hartplatz.

Ein Problem des Hartplatzes ist seine Beschaffenheit und die Gefahr für die Gelenke. Wenn man auf einem Sandplatz spielt, kann man zum Ball hinrutschen, was für die Gelenke (Knöchel, Knie) sehr angenehm ist. Beim Hartplatz geht das Rutschen fast gar nicht, was zur Folge hat, dass man sofort stoppt, wenn man keinen weiteren Laufschritt mehr durchführt und das ist eine große Belastung für die Gelenke und Bänder. Das Verletzungsrisiko ist daher höher und gerade Spielerinnen und Spieler, die eine schwere Verletzung hinter sich haben, fühlen sich am Sand oft wohler als am Hartplatz, weil dort die Verletzungsangst geringer ist.

Allerdings gibt es auch Spieler, die es sogar am Hartplatz schaffen zu rutschen. Thomas Muster war so einer, der bekannt als Kraftpaket war und der Sandplatzkönig der Jahre danach wurde Rafael Nadal, der noch mehr Turniere auf Sand gewinnen konnte und auch auf Hartplatz überzeugt. Er spielt mit ähnlichem Krafteinsatz und rutscht auch zu den Bällen - hat aber dementsprechend auch mit Problemen zu kämpfen wie Knieschmerzen und Knöchelschmerzen.

Das Tennisspiel am Hartplatz

Der Hartplatz bietet viele Möglichkeiten bei der Wahl seines Spiels und es können längere Spiele entstehen, aber generell ist die Spieldauer eher kürzerer Natur und damit ist diese Art von Tennisplatz als Mittelding zwischen dem sehr schnellen Rasen und dem langsameren Sand anzusehen. Da aber der Rasen in Wimbledon weit langsamer geworden ist und manchmal der Sandplatz wie in Paris so schnell wie ein Hartplatz, sind die Unterschiede nicht mehr so groß.

Der große Unterschied ist nicht das Tempo des Balls, sondern der Unterschied im Sprungverhalten. Beim Sandplatz hat man viel mehr Zeit zu reagieren als auf Rasen und hier ist der Hartplatz wirklich eher in der Mitte zu sehen. Man kann sich noch schnell retten, hat aber nicht viel Zeit, wenn der Gegner einen seiner starken Grundschläge ausgepackt hat.

Vor allem ist aber der Hartplatz jener Belag, bei dem man die Geschwindigkeit des Balles leicht aufnehmen und für sich nutzen kann. Während beim Rasen es schwierig ist, den flachen Ball druckvoll zurückzuspielen und beim Sandplatz der Ball gebremst wird, bleibt die Geschwindigkeit beim Hardcourt ähnlich schnell und wenn man mit dem Tennisschläger den Ball optimal trifft, fliegt er noch schneller zum Gegner zurück. Der Ausdruck Powertennis, der in der Ära Sampras und Agassi entstanden ist, rührt daher, dass die beiden von der Grundlinie aus mit viel Druck und Geschwindigkeit den Gegner laufen haben lassen. Zwar hatte Sampras auch ein gutes Netzspiel, aber von der Grundlinie war er ebenfalls sehr offensiv ausgerichtet.

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Hartplatz im TennissportArtikel-Thema:
Hartplatz als Tennisplatz
letztes Datum:
12. 01. 2019

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