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Rasenplatz im Tennissport

Der schnellste Tennisplatz

Es gibt insgesamt vier verschiedene Arten, welche Oberfläche ein Tennisplatz aufweisen kann. Recht gemütlich kann man auf Sand spielen, schneller sind Teppich und Hardcourt und dann gibt es noch den Rasen. Die berühmteste Oberfläche ist dabei der Rasen und das hat auch mit der Tradition des Tennisturniers von Wimbledon in England zu tun.

Rasenplatz: Charakter für das Tennisspiel

Das Turnier von Wimbledon zählt zu den Grand Slam-Turnieren und ist für viele Spielerinnen und Spieler etwas ganz Besonderes. Für die einen ist es die Atmosphäre, für die meisten aber vor allem der Rasenplatz. Denn Rasen hat für das Tennisspiel besondere Eigenschaften, wodurch sich der gesamte Charakter der Spielzüge verändert.

Das gilt nicht nur für das berühmte Turnier von Wimbledon, sondern für Rasentennis allgemein. Der Ball springt sehr wenig ab und damit hat man viel weniger Zeit zu reagieren. Außerdem rutscht der Ball manchmal nach dem Aufspringen weiter und scheint sogar zu beschleunigen. Das Tennisspiel wird damit deutlich schneller und es gibt sehr kurze Ballwechsel. Zwar bleibt das Tennismatch spannend, aber die langen Ballwechsel eines Sandplatzspieles wird man kaum vorfinden können - am ehesten noch bei den Damen, wenngleich auch dort die Effekte durch das kraftvolle moderne Spiel zu erkennen sind.

Bei den Herren ist es oft die Frage, ob man den Aufschlag überhaupt retournieren kann. Grundlinienspieler, die es gewohnt sind, von einer Seite zur anderen zu hetzen, um mit Geduld und Kondition den Gegner zu ermüden, sind damit auf Sandplatz erfolgreich, haben aber auf Rasen eigentlich kaum eine Chance. Aufschlagtypen und Spieler, die das Serve-and-volley mögen, sind klar im Vorteil. Diese Aussage hat sehr lange gerade in Wimbledon gegolten. Ein Thomas Muster, der auf Sand alles gewinnen konnte, hatte nicht den Funken einer Chance und hat so manches Mal sogar ein kleines Sandplatzturnier vorgezogen, weil er dort mehr Punkte holen konnte als beim Grand Slam-Turnier von Wimbledon.

Verändertes Rasenspiel im modernen Tennis

Allerdings hat sich die Sache gerade in Wimbledon ziemlich verändert, weil man die Bälle und die Art des Rasens generell langsamer gemacht hat und so konnten auch schon Grundlinienspieler wie Agassi oder Nadal das Turnier gewinnen, was zu Zeiten eines Edberg oder Becker so gut wie unmöglich war. Ivan Lendl war einer der genialsten Spieler seiner Zeit, doch er konnte nie Wimbledon gewinnen, auch wenn er bewusst davor die French Open ausgelassen hatte.

Denn man musste sich auf das Spiel schon einlassen. Am Höhepunkt des modernen Powertennis in Kombination mit dem schnellen Rasen gab es bei einem Match zwischen Boris Becker und Pete Sampras nur zwei Möglichkeiten: der Aufschläger punktet oder er produziert einen Doppelfehler. Dass der Rückschläger punktet, war selten anzutreffen. Zu schnell war der Ball, zu präzise die Aufschläge und viele Sätze wurden erst im Tie-Break entschieden.

Heute hat auch ein Rafael Nadal Wimbledon gewonnen - zu jenen Zeiten wäre das unmöglich gewesen. Damit verlor Wimbledon aber auch irgendwie seinen Charakter, dafür sind die Spielzüge interessant. Besonders ist der Sieg in Wimbledon aber trotzdem, nur gibt es heute kaum mehr Spieler, die noch mit Serve-And-Volley zum Erfolg kommen, die Grundlinienspieler haben selbst auf Rasen das Sagen und das dokumentiert noch stärker, wie sehr sich die Lage verändert hatte.

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Rasenplatz im TennissportArtikel-Thema:
Rasenplatz im Tennissport
letztes Datum:
12. 01. 2019

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