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Tennisturnier und 96er-Raster

96er-Raster: großes Teilnehmerfeld bei zwei Turnieren

Die größten Tennisturniere auf der Tour sind die vier Grand Slam Turniere in Melbourne (Australien), Paris (Frankreich), London/Wimbledon (England) und New York (USA). Ihnen folgen zwei US-Turniere, die mit einem ungewöhnlichen 96er-Feld agieren und die jedes Jahr im März auf dem Programm stehen.

96er-Raster mit sieben Runden

Es sind dies die Turniere von Indian Wells und Miami, zwei Hartplatzturniere, die im März veranstaltet werden und bei denen es viele Punkte zu sammeln gibt. Das 96er-Feld ist ungewöhnlich, weil es nur bei diesen beiden Turnieren eingesetzt wird und stellt die Brücke zwischen den 64er-Turnieren mit sechs kompletten Runden und dem 128er-Teilnehmerfeld der Grand Slam Turniere mit sieben kompletten Runden dar.

96 Spielerinnen bzw. Spieler bedeutet, dass es sieben Runden zu überstehen gilt, bis zum Finalsieg ergo Turniersieg. Da man aber für sieben Runden die erwähnten 128 Spieler braucht, haben die 32 topgesetzten Leute in der ersten Runde ein Freilos. Zu diesen kommen die 32 Sieger der ersten Runde, womit das 64er-Feld erreicht wird, das man braucht, um eine komplette zweite Runde durchführen zu können.

Die in der Weltrangliste also gut platzierten Spieler können das Turnier ruhiger angehen, denn sie beginnen meist erst am dritten Tag mit ihrem ersten Einsatz. Dennoch müssen sie auf jeden Fall sechs Siege erreichen, wenn sie das Turnier gewinnen wollen. Allerdings gibt es dafür viele Punkte für die Weltrangliste und natürlich auch eine beträchtliche Gewinnsumme.

Der Hintergrund ist vor allem beim Turnier von Miami, dass man auf dem Weg zum fünften Grand Slam Turnier war, sich aber nicht durchsetzen konnte. Mit dem 96er-Raster ist man größer als die 1000er-Turniere der ATP-Tour bei den Herren und auch größer als die großen Turniere bei den Damen im Rahmen der WTA und nimmt doch ein wenig eine Sonderstellung ein. Aber es gab eine Zeit, als in Miami (damals noch Turnier von Key Bescayne) mit Best-of-5 gespielt wurde - also gleich wie bei den Grand Slam Turnieren. Man wollte aber die Struktur der vier großen Turniere nicht ändern und so spielt man in Miami selbst im Finale Best-of-3 und ist zusammen mit Indian Wells ein sehr großes Turnier, aber eben kein Grand Slam Turnier.

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Das Tennisturnier hat auf verschiedenen Ebenen entscheidende Strukturen. Die eine Ebene betrifft die Durchführung selbst mit der Einschlagzeit vor dem eigentlichen Spiel, den Aufgaben der Schiedsrichter und verschiedenen Zeitregeln im Spiel. Dazu gibt es den Bewerb im Einzel und im Doppel oder auch Mixed als Bewerbe der Tennisturniere selbst.

Die andere Ebene ist die Frage, wie ein Turnier organisiert ist. Das beginnt beim Raster und damit bei der Frage, wie viele Spieler überhaupt teilnehmen können. Der Raster entscheidet über die Qualifikation und die Dimension im Hauptfeld, in das man mit Glück auch noch als Lucky Loser rutschen kann.

Der Raster selbst definiert die Runden bis zum großen Finale. Die kleinste Version ist der 32er-Raster mit somit 32 Spielerinnen oder Spielern. Selten wird der 48er-Raster bemüht, eher schon der 56er-Raster und häufig bei großen Turnieren der 64er-Raster. Eine Sonderform stellt der 96er-Raster dar, den es nur im März in Miami und Indian Wells gibt. Die größte Struktur bietet der 128er-Raster an, bei dem volle sieben Runden gespielt werden und das nur bei den vier Grand Slam-Turnieren.

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96er-Raster: die großen US-Turniere im MärzArtikel-Thema:
Tennisturnier und 96er-Raster
letztes Datum:
27. 08. 2020

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