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Weltranglisten im Tennissport

ATP und WTA mit ihrem Ranking

Wenn man sich ein Tennisturnier im Fernsehen anschaut, wird immer wieder darauf hingewiesen, wer gesetzt ist und auf welcher Position. Diese Setzliste, die die Grundlage aller Turniere - selbst der kleinen Nachwuchsturniere - darstellt, basiert auf der Weltrangliste. Es gibt eine solche bei den Damen und bei den Herren und auch beim Doppel. Getrennt wird nach Damen und Herren durch die Verbände. Bei der ATP findet man die aktuelle Reihung für Herren-Einzel und Herren-Doppel, bei den Damen ist die WTA zuständig.

Weltranglisten im Tennissport

Wie stellt sich nun das Ranking einer solchen Weltrangliste zusammen. Grundlage sind die besten Ergebnisse der letzten 12 Monate, also des abgelaufenen Jahres. Fängt eine neue Woche an, dann fallen die eroberten Punkte aus der ältesten Woche heraus, sodass es immer ein Jahr ist, das zusammengerechnet wird und das Jahr bewegt sich ständig. Im Juli 2014 wird bis zum Juli oder August 2013 zurückgerechnet, abhängig vom aktuellen Tag.

Die zweite Grundlage sind die zu vergebenden Punkte. Bei den Grand Slam Turnieren gibt es die meisten Punkte, bei kleinen Turnieren gibt es viel weniger Punkte zu holen, dafür ist dort die Chance zu gewinnen höher, weil weniger Stars mitspielen. Und neben den Punkten gibt es als dritte Grundlage einen Schlüssel, wie viele Turniere berücksichtigt werden.

ATP-Weltrangliste

Bei der ATP werden die Herren nach der Vorgabe gereiht, dass die maximal besten 19 Ergebnisse berücksichtigt werden. Dazu zählen die vier Grand Slam Turniere, acht der neun Masters-Turniere (Monte Carlo zählt nicht dazu) und noch sechs Ergebnisse der kleineren Turniere - wobei die kleineren Turniere auch ein Millionenpreisgeld beinhalten können, zum Beispiel die ATP500-Turniere. 19 Ergebnisse schaffen aber nur die Topstars, weil Voraussetzung für Ergebnis 19 ist die Teilnahme an der ATP-Weltmeisterschaft am Ende des Jahres, wozu ausschließlich die besten acht der Weltrangliste zugelassen sind.

Für den Sieg beim Grand Slam Turnier (Melbourne, Paris, Wimbledon sowie New York) gibt es satte 2.000 Punkte. Finalist und alle Teilnehmer bis zur ersten Runde bekommen abgestuft weniger Punkte zugesprochen. Für ein Masters oder ATP1000-Turnier gibt es 1000 Punkte, gleiches gilt für ATP500 oder ATP250 mit 500 oder 250 Punkte. Für die Nachwuchsturniere wie Challenger und Futures gibt es viel weniger Zähler. Früher gab es auch Bonuspunkte für den Sieg mit Berücksichtigung der Weltranglistenposition, sodass ein Außenseitersieg gegen einen der besten aus der Weltrangliste reich belohnt wurde - aber das wurde wieder fallen gelassen.

Die Turnierpunkte und die Bonuspunkte werden für die letzten 19 (18) Ergebnisse herangezogen und so ergibt sich eine Reihung. Wer die meisten Punkte hat, ist die aktuelle Nummer eins der Herren.

Für das Doppel gilt ein ähnliches System, denn auch hier wird ein Jahr zurückgerechnet und am Ende des Jahres gibt es das finale Turnier der besten Doppel im abgelaufenen Jahr. Wieder sind die Grand Slam Turniere am wichtigsten, die ATP1000-Turniere sind ebenfalls ein fester Bestandteil der besten Doppelpaarungen.

Link: ATP-Weltrangliste

WTA-Weltrangliste

Für die Damen ist die WTA zuständig und für Singles und Doppel gilt ein ähnliches System wie bei den Herren. Bei den Singles werden die besten 16 Ergebnisse berücksichtigt, wieder zurückblickend auf das letzte Jahr vom aktuellen Datum ausgehend. Beim Doppel sind es elf Ergebnisse.

Das Grand Slam Turnier bringt auch 2.000 Punkte, danach gibt es Abstufungen in den Premier-Turnieren mit 1000, 900 und 470 Punkte abhängig von der Einstufung. Auch bei den Damen gibt es die WTA-Weltmeisterschaft am Ende des Jahres, gleiches gilt für das Doppel.

Link: WTA-Weltrangliste

Champion Race

Schon vom Jänner an gibt es eine zusätzliche Liste, in der angeführt wird, wie viele Punkte jemand im aktuellen Jahr (Kalenderjahr!) zusammengetragen hat. Da am Ende des Jahres die besten für die Weltmeisterschaft zugelassen sind, kann man hier ablesen, wer eine Chance auf diesen Platz hat, wobei sich dies durch die großen Turniere rasch ändern kann.

Ursprünglich war bei den Herren dieses Ranking zusätzlich öffentlich gemacht worden, aber das klappte nicht. Denn als Thomas Muster das erste Turnier des Jahres gewonnen hatte, war er natürlich als Nummer eins mit den meisten Punkten gereiht, hatte aber in der ATP-Weltrangliste eine deutlich schwächere Position. In den Medien stand jedoch zu lesen, dass er wieder die Nummer eins ist und so führt man die Liste weiter, sie ist aber vor den US Open kein Thema, weil erst dann alle Grand Slam Turniere gespielt sind und abzuschätzen ist, wer sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren könnte.

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