Mit dem Hauptfeld steht fest, welche Spielerinnen bzw. Spieler am Tennisturnier teilnehmen und nun braucht es eine Struktur, damit feststeht, wer gegen wen spielt und gegen wen man dann im Falle eines Sieges spielen wird. Diese Struktur wird auch Raster genannt und es gibt verschiedene Dimensionen je nach Turnier.
Der Raster ist die Struktur des Tennisturniers und die Grundlage für die Auslosung, die am Beginn des Tennisturniers durchgeführt wird. Das bedeutet, dass es einen Turnierplan gibt, der von zwei Seiten begonnen wird. Man spricht auch vom Tableau oder von der unteren und oberen Hälfte des Rasters.
Der Raster kann ein 32er-Raster für fünf volle Runden sein, aber auch ein 128er-Raster für sieben volle Runden, wie dies bei den Grand-Slam-Turnieren der Fall ist.
Wenn man von einem 32er-Feld ausgeht, gibt es am Beginn 16 Duelle und ergo 16 Sieger. Diese 16 Sieger spielen wiederum gegeneinander 8 Duelle im Achtelfinale. Es folgt das Viertelfinale, das Halbfinale und schließlich wird das Finale gespielt, das jene beiden Spielerinnen bzw. Spieler austragen, die sich in ihren Tableauhälften durchsetzen konnten.
Der Raster macht insofern Sinn, als er verhindert, dass die Topfavoriten schon in den ersten Runden eines Tennisturniers aufeinander treffen. Außerdem kann man sich als Spieler darauf einstellen, wen man in der dritten Runde als Gegner haben könnte und ein wenig den Turnierplan darauf ausrichten. Allerdings ist das gefährlich, weil die Konzentration auf die nächste Partie dann verloren gehen könnte.
Abhängig von der Größe des Turniers ist das Hauptfeld unterschiedlich umfangreich. Kleinere Turniere haben ein 32er-Feld, was bedeutet, dass es 32 Spieler im Hauptfeld gibt, ergo fünf gewonnene Spiele braucht, um das Turnier für sich entscheiden zu können. Diese Feldgröße ist bei internationalen Turnieren auf kleinerer Ebene durchaus üblich.
Der 32er-Raster bedeutet, dass fünf volle Runden gespielt werden. Das heißt, dass auch die Nummer 1 des Turniers schon in der ersten Runde antreten muss. Dieser Raster wird bei den Futures genutzt (mit 3 Qualifikationsrunden), aber auch beim Challenger-Turnier, beim ATP 250 und WTA 250 und manchmal auch bei den größeren ATP 500 und WTA 500 Turnieren.
In diesem Fall gibt es 6 statt 5 Runden und die 16 gesetzten Spielerinnen oder Spieler haben in der 1. Runde ein Freilos. Das bedeutet, dass sie erst in der 2. Runde antreten müssen. Die anderen 16 Plätze werden in der ersten Runde ermittelt. Damit wird das Turnier ein wenig größer, es gibt mehr Spiele und diese Struktur wird immer wieder gerne beim ATP 500-Turnier oder beim WTA 500-Turnier eingesetzt.
Auch diese Variante erweitert das Turnier um eine Runde, aber es haben nur die besten acht Spielerinnen oder Spieler der Setzliste ein Freilos. Das bedeutet, dass mehr Spieler schon in Runde 1 antreten müssen. Diese Struktur wird ab und zu, aber nicht so häufig eingesetzt und ist ebenfalls beim ATP 500 oder WTA 500 zu finden.
Dieser große Raster wird bei den meisten 1000er-Turnieren eingesetzt und ergibt sechs volle Runden. Auch die Nummer 1 muss in der 1. Runde antreten und somit sechs Siege feiern, um den Turniersieg einfahren zu können. Es gibt entsprechend mehr Spiele und auch die Bedeutung steigt, sowohl was die Konkurrenz und das Preisgeld betrifft als auch die körperliche Belastung.
Mit dem 96er-Raster hat man schon sieben Runden im Turnier anzubieten, doch dieser Raster wird nur zweimal verwendet: in Indian Wells und in Miami, also den beiden 1000er-Turnieren im März. Die gesetzten 32 Spieler haben ein Freilos für die 2. Runde, müssen aber trotzdem 6 Siege feiern, alle anderen müssen sogar 7 Siege feiern, um das Turnier zu gewinnen. Dafür gibt es aber auch reichlich Preisgeld und 1000 Punkte für die Weltrangliste fix.
Bei den vier Grand-Slam-Turnieren (Melbourne, Paris, London, New York) gibt es diesen großen Raster mit 7 vollständigen Runden. Das bedeutet, dass auch die Nummer 1 in der 1. Runde antreten muss und es gibt drei Runden in der Qualifikation. Dafür gibt es in jeder Runde mehr Punkte als bei jedem anderen Tennisturnier.
Da die Herren auf drei Gewinnsätze (Best-of-Five) spielen, ist die Herausforderung entsprechend höher als bei den anderen Turnieren. Deshalb dauert das Grand-Slam-Turnier auch ganze zwei Wochen.
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Artikel-Thema:
Raster im Tennisturnier
Beschreibung: Der 🎾 Raster im Tennisturnier gibt die ✅ Struktur vor, wie viele Spieler und wie viele Runden zusammengeführt werden, bis der Sieger feststeht.