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Tennisturnier und 32er-Raster

32er-Raster: fünf Spiele bis zum Turniersieg

Auf der Profitour der Damen (WTA) und Herren (ATP) stellt der 32er-Raster eine sehr häufig anzutreffende Struktur für das Tennisturnier dar. Mit diesem 32er-Hauptfeld werden viele kleinere und mittelgroße Turniere durchgeführt, wobei die Zahl die Anzahl der Teilnehmer im Hauptfeld bekanntgibt.

32er-Raster = 32 Teilnehmer

32er-Raster bedeutet, dass es in der ersten Runde 16 Spiele gibt und die Siegerinnen bzw. Sieger dann in 8 weiteren Spielen (dem Achtelfinale) die Teilnahme für das Viertelfinale unter sich ausmachen, ehe es über das Halbfinale und Finale um den eigentlichen Turniersieg geht.

Das hat zur Folge, dass es keine Unterschiede zwischen den Favoriten und schwächer gereihten Spielerinnen bzw. Spielern gibt. Auch die Nummer 1 des Turniers nimmt bereits an der ersten Runde teil und braucht fünf Siege, um erfolgreich sein zu können. Dieser Raster wird bei Challenger-Turnieren genauso verwendet wie auch bei Turnieren mit einer Gesamtdotation von 250.000 US-Dollar oder ähnlichen Werten.

Es gibt für solche Turniere nicht allzu viele Weltranglistenpunkte und das Preisgeld ist natürlich auch geringer, sodass die großen Stars eher nur teilnehmen, wenn sie nach Verletzungen kleinere Herausforderungen suchen oder wenn die Turniere in ihrem Heimatland stattfinden und es emotionale Gründe für die Teilnahme gibt. Es gibt viele solcher Tennisturniere und die Konkurrenz ist groß, das Budget aber meist überschaubar, sodass das Feld häufig aus zwar sehr guten, aber in der Weltrangliste dennoch etwas zurückliegenden Leuten bestückt wird.

Vorteil und Nachteil des 32er-Raster

Man muss aber vorsichtig sein, weil auch ein Turnier mit 32er-Raster kann bis zu einer Millionen US-Dollar ausspielen, was vor allem mit der Einstufung zu tun hat. Die Anzahl der Teilnehmer sagt nicht immer etwas darüber aus, wie groß ein Turnier wirklich ist oder wie bedeutsam. Das Preisgeld kann auch höher sein, die Weltranglistenpunkte sind es aber nicht. Durch das Geld kann man bessere Spieler anlocken.

Dieser Raster bietet ein grundsätzliches Problem, weil man nach einem Spiel wieder seine Sachen packen kann, wenn man verloren hat. Wer die Qualifikation spielen musste, hat immerhin zwei Runden Qualifikation überstanden und dann noch eine Runde im Hauptbewerb, aber für die Topgesetzten ist nach einem Spiel schon wieder alles vorbei. Das macht dann die Turnierleitung auch traurig, erst recht, wenn es sich um einen nationalen Helden handelt, mit dem man mehr Besuch erreichen wollte.

Das ist der Nachteil des Rasters. Der Vorteil ist, dass alle Spieler an der Reihe sind. Bei einem Raster mit 48 oder 56 Spielern gibt es für die Favoriten ein Freilos und die stehen immer wieder vor dem Problem, dass sie erst in das Turnier finden müssen, die anderen haben die erste Runde aber schon gespielt und sind von der Papierform her zwar die Außenseiter, aber vielleicht gar nicht so sehr. Sie haben sich an die Bedingungen im Bewerbsmodus schon gewöhnt.

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Die andere Ebene ist die Frage, wie ein Turnier organisiert ist. Das beginnt beim Raster und damit bei der Frage, wie viele Spieler überhaupt teilnehmen können. Der Raster entscheidet über die Qualifikation und die Dimension im Hauptfeld, in das man mit Glück auch noch als Lucky Loser rutschen kann.

Der Raster selbst definiert die Runden bis zum großen Finale. Die kleinste Version ist der 32er-Raster mit somit 32 Spielerinnen oder Spielern. Selten wird der 48er-Raster bemüht, eher schon der 56er-Raster und häufig bei großen Turnieren der 64er-Raster. Eine Sonderform stellt der 96er-Raster dar, den es nur im März in Miami und Indian Wells gibt. Die größte Struktur bietet der 128er-Raster an, bei dem volle sieben Runden gespielt werden und das nur bei den vier Grand Slam-Turnieren.

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32er-Raster im TennisturnierArtikel-Thema:
Tennisturnier und 32er-Raster
letztes Datum:
27. 08. 2020

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