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Vierter Schiedsrichter und seine Aufgaben

Unterstützung an der Seitenlinie

Für das Fußballspiel zuständig ist der Schiedsrichter und seine beiden Assistenten, die an der Seitenlinie mithelfen, um bei Abseitssituationen, bei Foulspiel oder anderen Momenten Unterstützung zu bieten, damit die richtige Entscheidung getroffen werden kann. Es gibt aber noch jemanden, der zu diesem Team gehört - der vierte Schiedsrichter.

Aufgaben des vierten Schiedsrichters

Es handelt sich dabei um einen Assistenten, der an der Seitenlinie agiert und vor allem zwei zentrale Aufgaben hat. Die erste Aufgabe ist die Kontrolle und Ankündigung von Spielerwechsel. Er meldet seinen Kollegen, wenn ein Spielertausch vorzunehmen ist und hält die Tafel bereit, auf der die Rückennummern zu sehen sind. Damit weiß der auszuwechselnde Spieler, dass er das Spielfeld verlassen muss und der neue Mann wartet an der Seitenlinie, um diesen nach dem Verlassen zu ersetzen.

Eine zweite Aufgabe ist die Überwachung der Trainer in der Coaching-Zone sowie die Ersatzbänke. Zwar kommt es nicht oft vor, dass es zu emotionalen Ausbrüchen zwischen den beiden Trainern oder den Reservespielern kommt, aber falls doch, steht ein Funktionär bereit, um einzugreifen und den Schiedsrichter sofort zu informieren. Vor allem die Coaching-Zone ist ein Thema.

Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten darf der Trainer nur noch einen bestimmten Bereich betreten und diesen nicht verlassen. Damit soll vermieden werden, dass er ständig Einfluss nimmt und auch die Schiedsrichter-Assistenten in seine Emotionen einbindet. Wenn ein Trainer ständig diese Zone verlässt, wird er abgemahnt und kann auch vom Schiedsrichter verwarnt oder auf die Tribüne verbannt werden. Gerade bei hitzigen Spielen ist das schon einmal vorgekommen und der vierte Schiedsrichter spielt dabei eine Hauptrolle.

Er kann seine Position aber auch übertreiben. Ein Beispiel dafür war das Spiel von Deutschland gegen Österreich bei der EURO 2008 in Wien, als sich der vierte Schiedsrichter von den beiden Trainern bedrängt fühlte und dafür sorgte, dass beide ihre Position aufgeben mussten und sich auf der Tribüne wiederfanden. Im Nachhinein war klar, dass die Aktion unnötig war, weil es zwischen den Trainern oder auch zwischen ihnen und dem vierten Schiedsrichter keine Probleme gab.

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