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Formel 1 und Qualifying

Formel 1-Qualifiying am Samstag für die Aufstellung

Das eigentliche Rennen in der Formel 1 beginnt am Samstag Nachmittag, wenn das Qualifying gefahren wird. Dieser Qualifikationsmodus wurde immer wieder verändert, besteht nun aber schon seit geraumer Zeit aus drei verschiedenen Phasen und führt alle Trainingszeiten ad absurdum, weil sie für das Rennen nicht relevant sind.

Ermittlung der Startaufstellung in der Formel 1

Formel 1 QualifyingIn der ersten Phase nehmen alle Rennfahrer mit ihren Formel 1-Autos teil, die von den Teams angemeldet wurden. Das sind in manchen Saisonen nur 20, meist um die 26 Fahrzeuge. In der Regel sind das die beiden Hauptfahrer, die für die Saison gemeldet wurden. Ist einer krank oder hat sich verletzt, darf er durch den ebenfalls genannten Ersatzfahrer ersetzt werden.

In dieser ersten Phase, die Q1 bezeichnet wird, hat man 20 Minuten Zeit, um eine gute und schnelle Runde zu absolvieren. Ziel ist es, Q2 zu erreichen und damit in die nächste Phase aufzusteigen. Das gelingt den schnellsten 16 Fahrern. Die Fahrer ab Platz 17 scheiden aus und nehmen in der Startaufstellung jenen Platz ein, den sie in dieser ersten Phase erreicht haben. Erreicht man also Platz 19, dann startet man im Rennen auch von dieser Position aus.

Nicht qualifiziert sind jene Fahrer, die entweder gar keine Runde vorweisen können oder deren Rundenzeit weit über jener der Schnellsten liegt, üblicherweise ist das ein Wert von 107 %, der nicht überschritten werden darf.

In der zweiten Phase oder Q2 fahren die 16 schnellsten Piloten des Q1 wieder eine schnelle Runde auf dem Kurs, wobei üblicherweise in dieser Qualifying-Phase die schnellsten Zeiten erreicht werden. Ziel ist es innerhalb der 15 Minuten unter die schnellsten 10 zu kommen. Diese steigen in die Finalphase oder Q3 auf. Ab Platz 11 scheidet man aus und nimmt den Startplatz ein, den man in Q2 erreicht hat.

Das bedeutet, dass die Zeiten aus Q1 nicht gelten. Wenn man in Q1 1:22,344 gefahren ist und in Q2 ist eine Zeit für die besten 10 von 1:22,815 notwendig, dann reicht es nicht, dass man die Zeit in Q1 erreichen konnte. Man muss die Zeit in Q2 nochmals fahren, damit sie Gültigkeit hat. Erneut gilt ab Platz 11, dass man etwa als 13. der Rangliste auch von Platz 13 im Rennen starten wird.

Qualifying Q3: Entscheidung über Startaufstellung

In der letzten Phase oder Q3 fahren die zehn verbliebenen Piloten die Positionen für die Startaufstellung unter sich aus. Sie sind fix unter den ersten zehn klassiert und haben damit schon eine gute Ausgangsposition geschaffen, aber es gilt noch zu klären, wer die Pole Position einnimmt und wer als Zehnter aus der fünften Startreihe das Rennen aufnimmt.

Interessant ist dabei, dass die ersten zehn das Rennen mit dem Reifentyp beginnen müssen, den sie in Q3 verwendet haben. Die anderen Fahrer ab Platz 11 können den Reifentyp noch verändern. Das ist natürlich hinfällig, wenn es am Renntag regnet, weil die Sicherheit geht vor und dann haben alle Regenreifen montiert. Bleibt es aber trocken, dann fahren jene aus Q3 mit den harten und langsameren Reifen, die diese auch im Qualifying verwendet haben und umgekehrt mit den schnelleren Reifen, wenn man diese im Qualifying ausgesucht hat.

Die finale Phase Q3 ist medial nur wegen der Pole Position gefragt - wer startet vom Startplatz 1? Die Bedeutung hängt jetzt davon ab, wo man fährt. Denn auf manchen Strecken kann man leicht überholen. Hingegen ist es in Monte Carlo für den Rennausgang relevant, ob man von Platz 1 oder Platz 8 starten kann und/oder muss.

Warum fahren die Piloten in Q2 meist schneller? Weil von den 10 in Q3 die meisten wissen, dass sie die Pole Position nie erreichen werden und sie sind schon zufrieden damit, dass sie Q3 erreicht haben. Ein Startplatz 6 - 10 ist für die meisten Fahrer ein großer Erfolg, daher ist der Erfolgsdruck geringer als in Q2, wo es darum geht, unter die besten 10 zu kommen.

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