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Rennsituationen im Straßenrennen

Vom Attackieren bis zum Durchreichen lassen

Die Spannung beim Straßenrennen im Radsport kommt daher, dass man kein einziges Rennen wirklich vorhersagen kann. Zwar weiß man bei einer Flachetappe einer Rundfahrt, dass vermutlich ein Massensprint stattfinden wird und vermutlich wird auch der Sprinter X gewinnen, aber sicher weiß man es nicht und es kann auch sein, dass die Fluchtgruppe doch vor dem Hauptfeld ins Ziel kommt.

Radsport Begriffe über typische Rennsituationen

Außerdem gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Rennsituationen, die alle taktischen Überlegungen über den Haufen werden können. Ein Beispiel dafür ist eine Attacke aus der Fluchtgruppe, während sich das Hauptfeld nach langer Aufholjagd nähert. Ein solcher Angriff zu einem Zeitpunkt, als man die Flüchtenden schon müde wähnt, kann dazu führen, dass das Hauptfeld lange braucht, um die neuerliche Nachführarbeit zu leisten und dann kann es zu spät sein.

Obwohl man die Mechanismen im Straßenrennen sehr gut kennt, gibt es dennoch viele Überraschungen. Und die eigentlichen Rennsituationen sind häufig der Ursprung dieser Überraschungen. Angriffe, wo man keine erwartet, können ein Feld in Gruppen teilen und umgekehrt kann eine scheinbar erfolgreiche Flucht schnell zu Ende gehen, wenn einem plötzlich die Kräfte verlassen. Dann verliert man nicht nur den Kontakt zur Fluchtgruppe und wird vom Hauptfeld eingeholt, nein, man verliert auch diesen Kontakt und wird durchgereicht. Im extremsten Fall schafft man es nicht einmal innerhalb des Zeitlimits ins Ziel.

Und der Verlust der Kraft kann sehr schnell erfolgen, auch bei den besten Radprofis. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man einen Hungerast bekommt. Das heißt, der Körper hat kein Material mehr zum Verbrennen und damit ist die Leistungsfähigkeit von einem Moment zum nächsten dahin und auch so kann eine Überraschung entstehen, weil selbst der beste Gesamtführende kann so auf einer Kletterei gleich Minuten verlieren. Vorher war er noch der Unbesiegbare und plötzlich hat die Konkurrenz eine Chance, diesen Fahrer nicht nur auf einer Etappe zu besiegen, sondern auch in der Gesamtwertung an der Spitze abzulösen.

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Rund um den Straßenradsport gibt es viele Begriffe, auch wegen der zahlreichen medialen Übertragungen. Das Attackieren als Angriff aus einer Gruppe oder dem Hauptfeld ist ein Beispiel dafür. Das kann zur Soloflucht führen, wobei man alleine gegen das Hauptfeld kaum eine Chance hat. Und wird man eingeholt, kommt es oft zum Durchreichen. Aber manchmal bekommt man die zweite Luft.

Rund um den Angriff gibt es weitere Bezeichnungen wie den Ausreissversuch oder auch das Wegfliegen und die Konterattacke als Revanche für einen Angriff. Am Horn ziehen ist auch ein Ausdruck dafür, dass man sich sehr um eine offensive Aktion bemüht. Im Wind fahren ist eine Umschreibung für die vordere Position, wodurch man mehr Kraft braucht. Das Gegenteil ist der Lutscher, der sich um die Mitarbeit wenig bemüht.

Weitere Situationen sind die Neutralisation am Beginn des Rennens oder bei besonderen Vorfällen (Wetter zum Beispiel) und Begriffe aus dem Zielbereich. Der Massensturz ist keine feine Sache und bringt oft schwere Verletzungen, das Foto-Finish ist hingegen die Jury-Entscheidung bei sehr knappen Ausgang. Auch nicht schön ist der Hungerast mitten im Rennen, wenn die Energie verlorengeht.

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Radsport Begriffe über RennsituationenArtikel-Thema:
Rennsituationen im Straßenrennen
letztes Datum:
01. 09. 2020

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