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Neutralisation im Straßenrennen

Hauptfeld in ruhiger Fahrt vor dem scharfen Start

Unabhängig von der Art des Rennens, sei es ein Etappenrennen oder ein Eintagesrennen, gibt es von Beginn an im Straßenrennen Angriffe von Radprofis, die sich aus dem Hauptfeld lösen möchten. Es gibt nur eine Ausnahme und das ist die Neutralisation, die gegeben ist, bevor der offizielle Start erfolgt.

Was ist die Neutralisation im Radrennen?

Die Neutralisation ist das ruhigere Einfahren vor Beginn des eigentlichen Rennens. Um die Sturzgefahr zu reduzieren und auch, um den Menschen am Startort mehr von den Radfahrern bieten zu können, fahren die Radprofis nicht aus dem Stand mit Höchstgeschwindigkeit los, sondern sie rollen mit gemäßigtem Tempo hinter dem Wagen des Rennleiters her, was bedeutet, dass es zu einer Neutralisation kommt. Es ist nicht erlaubt, das Fahrzeug des Rennleiters zu überholen, wenngleich die Fahrer seitlich links und rechts schon ihre Positionen einnehmen, um sofort loslegen zu können, wenn es den scharfen Start gibt.

Diese Neutralisation hat große Vorteile. Zum einen sind die Fahrer schon eingerollt, bevor es richtig mit dem Rennen losgeht, es kann außerdem zu keinem Massensturz kommen, der bei einem kalten Start aus dem Stand passieren könnte und die Leute sehen die Radfahrer nochmals in aller Ausführlichkeit, wobei es davon abhängt, wie groß der Startort des Rennens ist und wie lange auch die Neutralisation dauert.

Manchmal fahren die Radprofis einen Kilometer und dann geht es schon richtig los, an anderer Stelle werden bis zu sieben oder mehr Kilometer gefahren, ehe der Rennleiter sich im Fahrzeug erhebt und die Fahne schwingt. Erst dann ist das Rennen richtig eröffnet und die ersten Radprofis starten ihre Angriffe und die Rennhektik nimmt den gewohnten Lauf.

Ein weiterer Vorteil dieser Neutralisation ist es natürlich auch, dass man gefährlichen Kurven in den Städten aus dem Weg geht. Wenn man sich wieder auf einer breiten Landstraße ohne Kopfsteinpflaster oder ähnliche Gefahren befindet, ist es für das große Hauptfeld von fast 200 Leuten leichter, mit 50 oder mehr km/h die ersten Kilometer zurückzulegen und das Sturzrisiko ist geringer.

Neutralisation im Rennen

Es kann auch die Neutralisation innerhalb eines Rennens passieren, wobei dies meist eine Einigung der Fahrer selbst ist. Bei sehr gefährlichen Wetterbedingungen ist es schon vorgekommen, dass das Feld das Tempo reduziert hat und gemeinsam in Richtung Ziel gerollt ist. Es war klar, dass ein hohes Tempo noch mehr Stürze nach sich ziehen könnte und so hat man sich entschieden, Vorsicht walten zu lassen.

Das passiert auch manchmal, wenn durch einen Massensturz viele Fahrer abgehängt wurden und man ihnen die Möglichkeit geben will, wieder aufzuschließen. Diesen Sturz zu nutzen, um etwa Konkurrenten los zu werden ist unfair und stattdessen wartet man, bis die Fahrer wieder im Feld sind und setzt dann das Rennen erst fort.

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Rund um den Angriff gibt es weitere Bezeichnungen wie den Ausreissversuch oder auch das Wegfliegen und die Konterattacke als Revanche für einen Angriff. Am Horn ziehen ist auch ein Ausdruck dafür, dass man sich sehr um eine offensive Aktion bemüht. Im Wind fahren ist eine Umschreibung für die vordere Position, wodurch man mehr Kraft braucht. Das Gegenteil ist der Lutscher, der sich um die Mitarbeit wenig bemüht.

Weitere Situationen sind die Neutralisation am Beginn des Rennens oder bei besonderen Vorfällen (Wetter zum Beispiel) und Begriffe aus dem Zielbereich. Der Massensturz ist keine feine Sache und bringt oft schwere Verletzungen, das Foto-Finish ist hingegen die Jury-Entscheidung bei sehr knappen Ausgang. Auch nicht schön ist der Hungerast mitten im Rennen, wenn die Energie verlorengeht.

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Artikel-Infos

Radsport NeutralisationArtikel-Thema:
Neutralisation im Straßenrennen
Beschreibung: Die 🚲 Neutralisation ist das gemeinsame Einrollen der Radprofis vor dem ✅ Beginn des eigentlichen Straßenrennens mit dem scharfen Start.

letztes Datum:
10. 07. 2021

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