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Passives Spiel im Handballsport

Inaktive und nicht regelkonforme Spielweise

Neben den verschiedenen Regeln im Umgang mit dem Handball im Handballspiel wie der drei Schritte oder der drei Sekunden, die man den Ball halten darf, gibt es auch noch Regeln im Hinblick auf das passive Spiel. Man kennt diese Situation aus dem Fußballsport, wenn eine Mannschaft keine Lust hat, anzugreifen. Was dort den Regeln entspricht, ist im Handballsport nicht denkbar. Denn die Spielregeln verbieten eine solche Vorgehensweise.

Handballregeln zum passiven Spiel

Handball passives SpielWenn eine Mannschaft in Ballbesitz kommt, darf sie sich nicht mit dem Ball in aller Ruhe niedersetzen und warten, bis die Zeit vergangen ist. Das ist nicht erlaubt. Stattdessen muss ein offensiver Spielzug gezeigt werden. Will man offensichtlich kein Tor erzielen und bemüht sich auch nicht um eine gelungene Aktion, ist passives Spiel vom Schiedsrichter festzustellen. Das gilt auch, wenn man sich beim Einwurf oder Abwurf sehr zögerlich zeigt, um mehr Zeit verstreichen zu lassen.

In all diesen Fällen gilt, dass die gegnerische Mannschaft einen Freiwurf zugesprochen bekommt und zwar an jener Stelle, wo sich der Ball aktuell befunden hat. Wenn man also nur zum Mitspieler passt und dieser wirft den Ball zurück und man agiert knapp vor dem eigenen Tor - dann ist der Freiwurf auch an gefährlicher Stelle vom Gegner auszuführen.

Vorwarnung und Hintergründe

Seitens des Schiedsrichters wird mit dem Vorwarnzeichen angezeigt, dass bald passives Spiel gepfiffen wird, wenn man sich nicht mehr Mühe gibt. Zumeist wird passives Spiel dann eintreten, wenn eine Mannschaft einen aktuellen Erfolg verteidigen will. Wenn nur noch wenige Minuten zu spielen sind und man liegt knapp in Führung, hat man wenig Lust das Spiel schnell zu machen. Je mehr man das Spiel verschleppt, umso weniger Zeit hat der Gegner, um noch die notwendigen Tore zu erzielen.

Die Schiedsrichter haben daher dafür Sorge zu tragen, dass dieses Verhalten nicht gezeigt wird und können mit dem Vorwarnzeichen Druck ausüben, dass die Mannschaft sich mehr bemüht. Man kann aber auch passives Spiel sofort ahnden, wenn zum Beispiel eine klare Torchance ausgelassen wird oder man gar nicht erst versucht, ein Tor zu werfen.

Das Spielen auf Zeit, wie man es im Fußball kennt, kann im Handball nicht stattfinden. Das Regelbuch wurde so zusammengestellt, dass immer Dynamik am Feld geboten wird. Es wäre ein ziemlich langweiliger Sport, wenn nach 40 der 60 Minuten einen Mannschaft ihren Betrieb einstellt, da sie mit fünf Toren Vorsprung führt. Und deshalb hat man die Definition vom passiven Spiel eingeführt, um das zu verhindern. Dem Publikum soll bis zum Schluss viel Action geboten werden.

 

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Das Spielen mit dem Ball im Handballsport ist in den Regeln genau festgelegt - was erlaubt ist und welche Spielweise nicht erlaubt ist.

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Passives Spiel

Das passive Spiel ist eine nicht regelkonforme Spielweise im Handballspiel und führt zu einem Freiwurf der gegnerischen Mannschaft.

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