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Formel 1 Boxenstopp

Zumindest einmal Reifen wechseln

Neben dem Renngeschehen auf der Strecke ist auch der Boxenstopp eine Säule, die zum Erfolg führen kann. Oftmals gibt es Rennsituationen, in denen der richtige Zeitpunkt für den Boxenstopp helfen kann, einen Konkurrenten zu überholen, den man auf der Strecke nicht überholen kann - sei es, weil beide Autos gleich schnell sind oder weil die Strecke keine wirklichen Überholsituationen anbietet. Der Boxenstopp war lange Zeit freiwillig, wurde dann Teil der Strategie durch das Auftanken und ist jetzt Pflicht wegen zumindest einem Reifenwechsel pro Rennen.

Boxenstopp in der Formel 1

Formel 1 BoxenstoppAls Boxenstopp wird das Anhalten in der Teambox bezeichnet, wobei in der Formel 1 zwei Situationen möglich sind. Die übliche Situation ist der Boxenstopp, bei dem die Reifen gewechselt werden, damit mit frischen Reifen wieder schnellere Zeiten möglich sind als mit den bereits abgefahrenen. Die zweite Situation ist das Reparieren des Autos. Typisch ist hier der Austausch der Frontpartie, die bei einem Aufprall beschädigt sein könnte. Was für den Hobby-Autofahrer fast undenkbar ist, wird in der Formel 1 in wenigen Augenblicken ausgetauscht.

Damit Boxenstopps überhaupt gemacht werden, gibt es die Auflage, verschiedene Gummimischungen innerhalb eines Rennens zu benutzen. Es gibt eine härtere Gummimischung und eine weichere, wobei die erste länger hält, die zweitere schnellere Zeiten ermöglicht. Da beide in einem Rennen verwendet werden müssen, ist damit garantiert, dass es zu Boxenstopps kommt. Jeder Fahrer ist daher angehalten, zumindest einmal die Box aufzusuchen. Ein Durchfahren wäre technisch vielleicht möglich, aber dann wird nicht den Regeln entsprochen.

Abhängig von der Rennstrecke und der Beschaffenheit des Asphalts kann es auch viele Boxenstopps geben, zumal die Reifenmischungen je nach Anbieter unterschiedlich lange halten. Die Formel 1-Saison 2011 zeigte vom ersten Rennen an, wie wesentlich die Reifen in der Formel 1 sind. Durch einen neuen Anbieter war die Beständigkeit deutlich geringer geworden als in den Jahren zuvor und in manchen Rennen wechselten die Fahrer bis zu vier Mal die Reifen, was dann schon des Guten zu viel war, weil die Übersicht im Rennen selbst für TV-Zuseher langsam aber sicher verloren ging.

Tatsache ist, dass man aktuell die Regel gar nicht bräuchte, weil die Reifen nach etwa 20 Runden ohnehin so abgefahren sind, dass die Piloten freiwillig in die Box fahren, um sich einen neuen Reifensatz abzuholen. Pflicht bleibt aber, dass man auch die langsamere und dafür beständigere weil härtere Reifenmischung aufziehen lässt.

Boxenstopp und Tanken

In früheren Jahren gab es neben dem Reifenwechsel auch das Auftanken, wobei man strategisch agieren konnte. Man konnte schnelle Trainingszeiten mit wenig Tank erreichen, musste dann aber früher im Rennen auftanken oder man fuhr mit einem schweren Fahrzeug und konnte sich den einen oder anderen Boxenstopp ersparen. Allerdings war das Auftanken stets mit Gefahr verbunden, weshalb dies mittlerweile untersagt ist. Die Rennwagen sind vollbetankt für die gesamte Renndistanz und es werden nur noch die Reifen gewechselt, wenn es zum Boxenstopp kommt.

Spannend war das Auftanken schon, weil man nie so recht wusste, wer mit wie viel Sprit ins Rennen ging. Aber nach einem Feuerunfall beim Auftanken im Jahr 2005 kam es zum Verbot des Nachtankens und daher ist der Boxenstopp nur noch eine Sache des Reifenwechselns, dies dafür aber meist mehrfach pro Rennen.

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