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60 Meter Sprint in der Leichtathletik

Ausschließlich in der Halle gefragt

In der Leichtathletik ist der Sprint über die 100 Meter üblicherweise die kürzeste Strecke der zahlreichen Laufbewerbe. Grundlage ist der kraftintensive Sprint auf der Geraden, die auch für die anderen Strecken im Leichtathletikstadion genutzt wird. Im Winter gibt es die Leichtathletik auch, jedoch in der Halle. Und dort ist die Laufrunde nicht so lang wie im Freien, weshalb man einen Plan B braucht und das ist der Sprint über die 60 Meter.

Sprint über 60 Meter in der Halle

Es ist auch in der Halle ein Spektakel, wenn die kräftigen Frauen oder Männer in etwas mehr als 6 Sekunden die 60 Meter abgespult haben, doch viele orientieren sich lieber an den 100 Meter, weil diese Streckenlänge ist viel bekannter. Tatsächlich spielt der Sprint über die kürzere Distanz nur im Winter eine Rolle und daher bei den Halleneuropameisterschaften und den Hallenweltmeisterschaften. Dort ist dann dieser Laufbewerb der kürzeste, wobei einige Laufstrecken gar nicht angeboten werden, zum Beispiel die 200 Meter.

Wer über 100 Meter im Freien zu den schnellsten Leuten zählt, ist auch über 60 Meter zu favorisieren, wobei es aber auch auf die eigenen Stärken und Schwächen ankommt, denn es gibt doch einen großen Unterschied in der Bewertung, wer erfolgreich sein kann und wer es eher schwer hat.

Das Kriterium: der Start

Im Lauf über 100 Meter in der Freiluftsaison gibt es Läuferinnen und Läufer, die sehr gut starten können und davon zehren. Andere haben in den mittleren 30 Metern ihre beste Phase und wiederum andere holen zum Schluss auf, weil sie die hohe Geschwindigkeit halten können, während die Konkurrenz langsam abbaut.

Sprint mit dem StartblockBildquelle: pixabay.com / e_stamm

Eine solche Phasenbewertung gelingt über 60 Meter nicht, weil schon 30 Meter nach dem kräftigen Start ist die Hälfte der Distanz vorüber und das Problem, auf den letzten Metern die Geschwindigkeit zu verlieren, findet kaum statt. Daher sind jene im Vorteil, die sehr schnell starten können und die vor allem schnell ihre Höchstgeschwindigkeit erreichen. Solche Athletinnen und Athleten werden kaum mehr eingeholt und werden gut platziert sein oder gar gewinnen können.

Basierend auf diesem Faktum ist der Start natürlich doppelt heikel. Man darf dort keine Zeit verlieren, aber man darf auch keinen Fehlstart auslösen, weil man sonst das Rennen verlassen muss und die Chance auf einen Sieg oder gar eine Medaille verspielt hat.

Durchführung: weniger Teilnehmer

In der Freiluftsaison und gerade bei den Großereignissen gibt es über 100 Meter vier Runden: Vorlauf, Zwischenlauf, Halbfinale und das Finale der schnellsten acht Teilnehmerinnen oder Teilnehmer.

Das findet in der Halle auch statt, aber reduziert. Es gibt aufgrund der geringeren Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch den Vorlauf, dann aber schon das Halbfinale und natürlich zum Abschluss das Finale, etwa bei der Hallen-EM und Hallen-WM bei der Medaillenentscheidung. Praktisch sieht das so aus, dass am Vormittag der Vorlauf stattfindet, am Abend des gleichen Tages werden Halbfinale und Finale durchgeführt.

60-Meter-Lauf aus Sicht der Teilnehmer

Was die Umsetzung betrifft, gibt es keine taktischen Möglichkeiten. Man kann nicht, wie das über 100 Meter noch möglich ist, im Vorlauf einen gemütlichen Lauf riskieren, weil nach ungefähr 6,5 bis 7 Sekunden ist etwa bei den Männern das Rennen beendet und die Konkurrenz schafft eine ähnliche Zeit.

Die zweite Überlegung ist die Technik, aber auch hier gilt, dass Schnellkraft und ein perfekter Start für alle gilt. Varianten mit mehr Ausdauer im Finale wie unter freiem Himmel spielt über 60 Meter keine Rolle.

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