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Leichtathletik 3.000 m Hindernislauf

Laufbewerb mit Hürden und Wassergraben

Das Laufen wird im Rahmen der Leichtathletik auf sehr vielfältige Weise gelebt von den kurzen und spektakulären Sprints mit Strecken von 100 bis 400 Meter über die Mittelstrecke bis zur Langstrecke und maximal 10.000 Meter bietet die Bahn einiges. Dazu gibt es die Hürdenläufe und Staffelläufe sowie den Marathon abseits des Stadions. Und dann gibt es aber auch noch den Hindernislauf über die Distanz von 3.000 Meter.

3.000 m Hindernislauf in der Leichtathletik

Leichtathletik Laufen 3000 m HindernislaufDer Ursprung des Hindernislauf ist nicht eine Vorgabe aus der Antike wie bei vielen anderen Bewerben, sondern eher das Vergnügen von Studenten aus Oxford, die Mitte des 19. Jahrhunderts die Idee hatten, den Parcour der Pferdebewerbe auf eine Herausforderung für Menschen zu übertragen. Statt den Pferden sprangen sie selbst über die Hindernisse und damit war eine neue sportliche Variante auch schon geschaffen.

Die Aufgabe dieses Bewerbs besteht darin, die Distanz von 3.000 Meter möglichst schnell zu absolvieren und dabei korrekt die Hindernisse zu überwinden. Man könnte nun auf die Idee kommen und dies als langen Hürdenlauf ansehen, aber das ist insofern falsch, weil andere Hürden verwendet werden. Bei den Hürden über 100, 110 oder 400 Meter werden solche Hindernisse aufgestellt, die man auch umfallen lassen kann. Die Hürden beim Hindernislauf sind hingegen feste Einrichtungen.

Was braucht man für den Hindernislauf? Zum einen die Hürden, die mindestens 3,94 Meter breit sind und mit ihren Ständern zu beiden Seiten 120 bis 140 cm tief sind. Die Ständer sind aber nur für die stabile Auflage wichtig, für die Teilnehmer entscheidend ist, dass es sich um eine obere Abschlussleiste von 12,7 x 12,7 cm (Höhe und Tiefe des Balken) handelt, die man nicht umwerfen kann. Bei den Männern ist diese Hürde 94 Zentimeter hoch, bei den Frauen 76 Zentimeter. Dieses Hindernis kann man überspringen wie beim kurzen Hürdenlauf, man kann aber auch mit einem Bein oben aufsetzen und von der erhöhten Position den Sprung hinter das Hindernis wählen.

Das passiert beim Wassergraben. Der Wassergraben ist 3,66 Meter lang und an seinem Anfang steht eine Hürde, sodass man von dort aus einen Teil des Wassergrabens überwinden kann, indem man auf die Hürde tritt und mit einem Sprung die tiefsten Stellen verhindern kann. Denn hinter der Hürde ist der Wassergraben am tiefsten und kann bis zu 70 cm tief sein, zu seinem Ende hin flacht sich der Boden immer mehr ab, um das Bahnniveau zu erreichen.

Die Kunst besteht also darin, zum ersten mit viel Ausdauer die drei Kilometer überwinden zu können und zum zweiten die Hindernisse möglichst ohne Zeitverlust zu überwinden. Gerade beim Wassergraben kann man leicht stolpern, außerdem gibt es bei einem sehr gleichen Feld viel Gedränge, was zur Sturzgefahr führen kann.

Wie viele Hindernisse gibt es beim Hindernislauf?

Bei der Distanz von 3.000 Meter werden insgesamt 28 Hindernisse und 7 Wassergräben überwunden, wobei es sich natürlich immer um die gleichen Hindernisse handelt. Die Hürden werden zu vier Stück jeweils vor oder nach der Kurve aufgestellt und das fünfte Stück befindet sich unmittelbar vor dem Wassergraben.

Der Wassergraben ist nicht Teil der Laufbahn, weil sonst andere Bewerbe nicht möglich wären. Stattdessen gibt es in einer Kurve eine Abzweigung, wodurch man gerade von Kurveneingang zu Kurvenausgang laufen kann und in der Mitte befindet sich auf diesem Nebenweg die Hürde und danach der Wassergraben.

Taktik beim Hindernislauf

Die große Herausforderung sind nicht die Hindernisse oder die Streckenlänge, sondern die Tatsache, dass diese beiden Faktoren im Feld absolviert werden. Gerade beim Hindernislauf gibt es immer wieder ein enges Gedränge, weil jeder möglichst optimal die Hürden überwinden möchte und speziell der Sprung auf die Hürde vor dem Wassergraben und dann der weite Satz an das Ende des Grabens setzt voraus, dass man auch den Platz dafür hat und in den ersten Runden ist das meist nicht der Fall.

Es braucht also die richtige Position, um in Ruhe seine Übungen durchführen zu können. Dabei kommt es auch darauf an, wie man die Hürden am liebsten überwindet. Einfacher ist es, wenn man auf der Oberkante absetzt und dann noch einen Sprung hinter die Hürde wagt, schneller ist man natürlich, wenn man die Hürde direkt überspringt, wie das beim Hürdenlauf auch der Fall ist.

Generell ist dieser Laufbewerb wieder eine Sache für die afrikanischen Läuferinnen und Läufer, die häufig auch als Nationalteam von vorne den Lauf kontrollieren können, während zum Beispiel US-Teilnehmer oder solche aus Europa selten eine Chance haben.

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