Sie sind hier: Startseite -> Leichtathletik -> Hürdenläufe

Hürdenläufe über 100, 110 und 400 Meter

Sprint mit Hindernis

Während die Menschen schon in der Antike um die Wette gelaufen sind, sind die modernen Bewerbe mit Hürden und damit mit Hindernissen eine Erfindung der Neuzeit. Eigentlich gibt es in der Leichtathletik vier Stück, nämlich die reinen Hürdenläufe bis 400 Meter und den 3.000 Meter Hindernislauf. Letzterer ist aber ein eigener Bewerb mit ganz anderer Ausrichtung und mit einem Wassergraben, sodass er nicht verglichen werden kann, zumal die Hürden auch andere sind.

Hürdenlauf in der Leichtathletik

Der Mensch hat immer versucht, möglichst schnell zu laufen, aber das mit dem Springen war lange kein Thema - zumindest nicht in Kombination. Hochsprung und Weitsprung kannte man sehr wohl, aber zu laufen und dann auch noch zu springen war den Pferden vorbehalten. Und diese waren dann auch die Vorbilder für Studenten in England, die Anfang des 19. Jahrhunderts die Idee hatten, für Menschen ähnliche Bewerbe zu schaffen. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es dann auch schon die ersten Hürdenläufe zwischen Teilnehmern von Oxford und Cambridge und bei den olympischen Sommerspielen 1896 waren die Männer mit den Bewerben schon am Start, bei den Frauen dauerte es bis 1972, ehe sie um olympisches Gold laufen und springen durften.

Die Aufgabenstellung ist klar: eine bestimmte Strecke muss möglichst schnell überwunden werden, wobei sich aber zehn Hürden in den Weg stellen. Diese Hürden haben eine Breite von 1,20 Meter und eine Höhe von 0,84 Meter bei den Frauen und 1,067 Meter bei den Männern. Die Hindernisse können umgeworfen werden, wenn man mit einem Sprung zu niedrig unterwegs ist und das unterscheidet von den Hindernissen beim langen Hindernislauf, denn dort sind es fixe Einrichtungen mit einer breiten Oberfläche am Balken als oberste Stelle des Hindernis. Ein Umwerfen ist dort nicht möglich.

Nun könnte man die Hürden aber alle umwerfen, oder? Theoretisch schon, aber in Wirklichkeit wird man dadurch viel langsamer und so macht es keinen Sinn. Viel besser ist es, die Hürden ohne Berührung zu überwinden, weil das deutlich schneller ist.

Strecken im Hürdenlauf

Es gibt drei Streckenlängen und zwar 100, 110 und 400 Meter. 100 Meter ist der kurze Hürdenlauf für die Frauen, 110 Meter die Alternative für die Männer. Interessanterweise laufen beide aber 400 Meter. Bei allen drei Strecken gibt es insgesamt 10 Hürden, sodass beim Sprint über 100/110 Meter mit wenigen Schritten die nächste Hürde erreicht ist, bei Männern sind das meist sieben Schritte, ehe die nächste Hürde übersprungen werden muss.

Auf diese Art und Weise kann man den Lauf-Sprung-Wechsel gut trainieren und hat keine Unsicherheit, wann man wegspringen muss, weil man den Rhythmus blind beherrscht. Anders sieht es über 400 Meter aus, weil zwischen den Hürden eine ganze Strecke liegt. In der Regeln sind es dann aber auch 13 bis 17 Schritte und auch dieser Rhythmus lässt sich einüben.

Bewerbe im Hürdenlauf

Man springt zwar über zehn Hürden, aber ansonsten ist alles gleich den Laufbewerben über die 100 oder 400 Meter. Das heißt, es gibt je nach Veranstaltung entweder ein Finale oder Vorläufe, ein Halbfinale und ein Finale. Bei den olympischen Sommerspielen gibt es zum Beispiel Vorläufe mit meist fünf oder sechs Läufe und die schnellsten qualifizieren sich für das Halbfinale, bei dem drei Läufe durchgeführt werden. Wieder kommen die schnellsten in das Finale, die dann die Siegerin oder den Sieger unter sich ermitteln.

Gelaufen wird wie bei der normalen Laufstrecke in den vorgesehenen Bahnen und in den Mittelpositionen sind die erwarteten Favoriten zu finden, an den Außenbahnen nehmen die schwächer eingestuften Teilnehmer ihre Läufe auf.

War die Hürde immer gleich im Hürdenlauf?

Nein, aber sie haben sich schon lange nicht mehr geändert. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte man noch Tore mit zwei festen Stützen verwendet, die aus Holz bestanden haben und die man nicht umwerfen konnte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Struktur vereinfacht und es gab leichtere Hürden mit T-Träger als Grundlage.

Seit dem Jahr 1935 werden die L-förmigen Hürden verwendet. Sie bestehen aus Metall und Holz und haben ein Gegengewicht. Man kann sie umwerfen, aber sie richten sich wieder auf, sodass sie nicht gänzlich umfallen können. Das ist auch für die Organisation einfacher, wenn mehrere Läufe in Folge auszutragen sind. Andernfalls müsste man alle Hürden vielleicht neu aufstellen und das würde länger dauern.

ANGEBOT: Sportwetten Trickbuch um EUR 69,-- statt 299,-- kaufen

Wir freuen uns, wenn der Artikel geteilt wird:

Ebenfalls interessant:

Lauftraining
Das Lauftraining ermöglicht nicht nur die Teilnahme an Rennen, es ermöglicht auch eine Jogging-Runde im Wald zum Entspannen vom Alltag.

Stadion
Grundlagen über das Leichtathletik-Stadion und die Vorgaben, um die offiziellen Bewerbe der Leichtathletik durchführen zu können.

100 Meter
Laufbewerbe: der 100 Meter Sprint gilt als Königsdisziplin und ist medial die am meisten beachteten Disziplin in der Leichtathletik.

200 Meter
Grundlagen über den 200 Meter Sprint als langer Sprint mit einer Kurve, die die besondere Herausforderung für die Sprinter darstellt.

400 Meter
Grundlagen über den 400 Meter Sprint als längste Distanz der Sprintbewerbe im Rahmen der Leichtathletik, die im Stadion ausgetragen werden - etwa bei Großereignisse.

800 Meter
Grundlagen über den Leichtathletik-Bewerb über 800 Meter Laufen, der zur Mittelstrecke zählt und Ausdauer wie auch Sprintqualitäten verlangt.

1.500 Meter
Grundlagen über den Leichtathletik-Bewerb von 1.500 Meter Laufen mit seinen Herausforderungen, vor allem was die Ausdauer betrifft.

5.000 Meter
Grundlagen über den Leichtathletik-Bewerb von 5.000 Meter Laufen als kürzere der beiden Langstrecken, die im Leichtathletik-Stadion gelaufen werden.

10.000 Meter
Der 10.000 Meter-Lauf ist die längste Distanz der Laufbewerbe in der Leichtathletik innerhalb des Stadions und wird nur vom Marathon übertroffen.

[aktuelle Seite]
Hürdenläufe
In der Leichtathletik gibt es drei Hürdenläufe und zwar den Hürdenlauf über 100 Meter (Frauen), 110 Meter (Männer) sowie 400 Meter (Frauen und Männer).

3.000 m Hindernislauf
Der 3.000 Meter Hindernislauf ist eine spezielle Form von Laufbewerb mit Hindernissen wie den breiten Hürden oder auch dem spektakulären Wassergraben.

Marathonlauf
Der Marathonlauf ist der längste Laufbewerb in der Leichtathletik, der auch zum olympischen Programm zählt und zu einer touristischen Attraktion wurde.

Gehen-Wettbewerb
Der Gehenwettkampf in der Leichtathletik ist ein Ausdauerbewerb über lange Strecken, bei denen strenge Regeln für den Bewegungsablauf gelten.

Diskuswerfen
Das Diskuswerfen in der Leichtathletik ist die älteste der Wurfdisziplinen und war auch schon in der Antike Teil des olympischen Fünfkampfs.

Hammerwerfen
Das Hammerwerfen in der Leichtathletik hat seinen Ursprung in Irland und zählt heute zu den wichtigen Wurfdisziplinen neben Speer, Diskus und Kugel.

Kugelstoßen
Das Kugelstoßen ist eine weitere Wurfdisziplin der Leichtathletik, bei der man für den Erfolg viel Kraft und eine genaue Technik braucht, um die schwere Kugel weit stoßen zu können.

Speerwerfen
Das Speerwerfen ist eine der Wurfdisziplinen in der Leichtathletik und geht auf eine lange Tradition und das historische Jagen mit dem Speer zurück.

Hochsprung
Der Hochsprung in der Leichtathletik ist eine der vier Sprungdiszipilinen, wobei eine Latte in möglichst großer Höhe nur durch die eigene Sprungkraft überwunden werden muss.

Stabhochsprung
Der Stabhochsprung ist in der Leichtathletik die Erweiterung des Hochsprungs durch einen flexiblen Stab, der Höhen von vier bis über sechs Meter erlaubt.

Weitsprung
Der Weitsprung ist eine der vertikalen Sprungdisziplinen mit langem Anlauf und dem Ziel eines möglichst weiten Sprungs aus der Kombination von Kraft und Geschwindigkeit.

Dreisprung
Der Dreisprung ist die Erweiterung des Weitsprungs in der Leichtathletik und ergänzt den Weitsprung durch zwei Schritte zwischen Anlauf und Sprung.

Mehrkampf
Der Mehrkampf in der Leichtathletik sucht im Siebenkampf der Frauen und Zehnkampf der Männer die besten Universalathleten aller Leichtathletikbereiche.

Leichtathletik-WM
Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft oder Leichtathletik-WM ist nach den olympischen Sommerspielen die wichtigste Titelentscheidung im Springen, Laufen und Werfen.

Hallenbewerbe
In der Leichtathletik gibt es auch die Hallenbewerbe mit den Höhepunkten der Hallen-Europameisterschaft (Hallen-EM) und der Hallen-Weltmeisterschaft (Hallen-WM).

Sitemap
Überblick über das Leichtathletik-ABC und die Sitemap der aktuell gespeicherten Begriffe und Erläuterungen im Sportlexikon.

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Leichtathletik