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Ski Alpin Abfahrtsrennen

Die schnellste Disziplin im alpinen Skizirkus

Auf der Autobahn darf man in Österreich maximal 130 Stundenkilometer fahren und damit ist man recht zügig unterwegs. Beim alpinen Skilauf gibt es aber die Abfahrt, bei der man Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h erreicht - allerdings ist man nicht durch eine Karosserie geschützt wie beim Auto. Dementsprechend gefährlich ist die Abfahrt daher auch.

Abfahrt im alpinen Skisport

Die Disziplin gehört zu den klassischen Disziplinen des alpinen Skifahrens und war vom Beginn an Teil des Weltcups, wobei es Abfahrten schon viel früher gab. Lange Zeit galten Abfahrer als reine Spezialisten für diese Rennen, wodurch sie von den Technikern, die im Slalom und Riesentorlauf erfolgreich waren, abgegrenzt wurden. Damit sie ihre Chancen im Gesamtweltcup erhöhen können, wurde später der Super-G eingeführt, sodass es jetzt zwei sogenannte Speed-Disziplinen im Ski-Weltcup gibt. Der Super-G stellt eine Kombination aus Riesentorlauf und Abfahrt dar.

Die Abfahrt gilt für viele als Herzstück des alpinen Ski-Weltcups. Das hat nicht nur mit der Geschwindigkeit zu tun, mit der die Strecke abgefahren wird, sondern das hat auch viel mit den spektakulären Szenen zu tun, die bei den klassischen Abfahrten beobachtet werden können. Aber dies schmälert die Leistung der Slalomartisten keineswegs und es ist umstritten, ob es überhaupt ein Herzstück oder eine Königsdisziplin gibt oder ob eine solche Bezeichnung überhaupt nötig ist.

Medial wird das gerne so gesehen, weil die Abfahrt eine lange Historie aufweist und nahezu jedes Jahr berühmte Strecken wie in Wengen oder Kitzbühel gefahren werden. Allerdings kann man das vom Slalom oder Riesentorlauf (Adelboden, Alta Badia, Schladming) auch berichten.

Regeln im Abfahrtsrennen

Die Regeln seitens des Weltverbandes FIS sind umfangreich und erst recht bei der Durchführung einer Abfahrt. Das betrifft die Streckenpräparierung vor dem Rennen, die Kurssetzung, mögliche Risiken und Sicherheitsdiskussionen zum Beispiel bei Sprünge und vor allem die Durchführung des Rennens selbst. Hier gilt, dass eine Abfahrt in einem Durchgang durchgeführt wird - im Gegensatz zu Slalom und Riesentorlauf.

Abfahrt in der Gegenwart

Die Abfahrten gibt es seit den 1950er-Jahren und seit dem Beginn des Weltcups (1967), haben sich in ihrer Auswahl aber nur wenig geändert. Es wird bei dieser Disziplin trotz massiver Änderungen der Technik und des Könnens der Fahrer viel so erhalten, wie es schon Jahrzehnte der Fall war und das gilt vor allem für die Strecken. Im schweizerischen Wengen wird fast die gleiche Strecke seit Jahrzehnten befahren, wobei diese Abfahrt die längste im Weltcup darstellt. Mit dem Sprung vom Hundsschopf und dem finalen S vor dem Ziel sind klassische Teilstücke seit vielen Jahren bekannt und man freut sich immer wieder aufs neue, wenn diese Abfahrt durchgeführt wird.

Während die Abfahrt von Wengen eine harmonische Fahrt auf dem Berg darstellt, ist die ebenfalls klassische Abfahrt von Kitzbühel ein Kampf gegen den Berg. Eine Bodenwelle folgt der nächsten und der Steilhang, die Mausefalle oder der Zielhang sind nur ein paar der spektakulären Stellen, die es zu überwinden gilt.

Ziel der Abfahrt ist es, die Strecke mit der geringsten Zeit zu überwinden, wobei es viel weniger Richtungsänderungen gibt als beispielsweise beim Riesentorlauf. Es können aber, wie beim Ziel-S in Wengen, trotzdem schwierige Kurven eingebaut sein, alleine schon, um die Geschwindigkeit zu trosseln. Die Abfahrt erfordert ein technisches Können, viel Mut und ein Gespür für die richtige Linie. Verpasst man vor einem Flachstück eine Kurve, dann hat man in der Regel seine Siegchancen schon verspielt.

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Scheinbar ist der alpine Skisport immer das gleiche mit dem Herunterfahren per Ski, aber das stimmt nicht. Im Slalom hat man eine Besichtigung und führt sehr dynamisch, aber langsamer herunter, in der Abfahrt hat man die höchsten Geschwindigkeiten. Es gibt einen eigenen Trainingslauf zum Testen der Streckenbedingungen und von Kurs und Strecke sowie der Sprünge als Kriterium für eine schnelle Zeit. Die Besichtigung gibt es auch, bevor man seine Trainingsfahrt angeht und auch am Renntag gibt es sie, weil sich die Bedingungen verändert haben könnten.

Die Abfahrt wurde namensgebend für die Abfahrtshocke, durch die man besonders schnell fahren möchte und kann. Sie ist ein Mittel zum Zweck auf dem Weg zum Erfolg. Die verschiedenen Trainingseinheiten bieten sich natürlich auch für die Taktik an, weil man seine eigene Stärke herunterspielen kann und die Konkurrenz in Sicherheit wiegt. Aber man muss auch wissen, was zu tun ist, denn das Training kann auch für die Startreihenfolge und damit für die Durchführung des Rennens wichtig sein.

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Artikel-Infos

Ski Alpin AbfahrtArtikel-Thema:
Ski Alpin Abfahrtsrennen
letztes Datum:
03. 10. 2020

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