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Abfahrt und Besichtigung

Besichtigung: Streckenkontrolle am Renntag

Bevor mit dem ersten Abfahrtstraining auf der Rennstrecke begonnen werden kann, braucht es drei Dinge: die Rennstrecke im perfekten Zustand, die Kurssetzung und die Besichtigung, wobei Kurssetzung und Besichtigung eng verbunden sind, aber auch mit dem Zustand der Rennstrecke zusammen hängen.

Abfahrtslauf: Kursbesichtigung

Schon vor Ankunft der Rennläuferinnen oder Rennläufer hat die Jury zusammen mit den Pistenverantwortlichen das grüne Licht für das Rennen gegeben. Das heißt, dass die Herstellung der Rennstrecke Tage davor abgeschlossen sein muss und seitens des Weltverbandes FIS durch seine Renndirektoren wird eine Besichtigung durchgeführt, ob die Bedingungen so sind, dass ein Rennen stattfinden kann. Das ist in schneearmen Wintern gar nicht so sicher wie in früheren Jahrzehnten und diese Schneearmut häuft sich, weil auch der alpine Skisport die Folgen der Klimaerwärmung immer öfter zu spüren bekommen.

Passt die Strecke und gibt es das grüne Licht für die Durchführung, dann gibt es als nächstes die Kurssetzung und danach die Besichtigung, wobei diese auf drei Ebenen stattfindet. Die Jury kontrolliert den Kurs im Hinblick auf die Regeln, sodass die technischen Anforderungen passen, dass es schnelle und langsamere Passagen gibt und der Kurs interessant gesteckt ist. Außerdem muss auch die Sicherheit überprüft werden, es müssen Sicherheitsnetze aufgebaut werden und alle Regeln eingehalten sein.

Die zweite Ebene sind die Trainer, die den Kurs und die Beschaffenheit der Rennstrecke prüfen und so ihren Rennläuferinnen oder Rennläufern mitteilen können, worauf zu achten ist oder wie die Strecke in diesem Jahr zu fahren sein könnte. Denn obwohl die meisten Strecken jedes Jahr gefahren werden, sind die Bedingungen stets andere - mal warm, mal eisig kalt, mal sehr nasser Schnee, mal eisig und pickelhart. Je nach Bedingungen muss man eine andere Fahrweise wählen.

Die dritte Ebene der Besichtigung erfolgt durch die Rennläufer selbst. Sie überzeugen sich über die Strecke, ihre Beschaffenheit und wie die Kurven gesetzt sind und worauf zu achten ist. Vor allem geht auch darum, die optimale Linie zu finden, um schon mit dem ersten Trainingslauf ein gutes Gefühl für das spätere Rennen aufbauen zu können.

Kursbesichtigung: Änderungswünsche

Dabei ist der Kurs nicht als absolut zu sehen, obwohl es selten Änderungswünsche gibt. Das heißt, dass die Strecke so abgenommen wird, wie sie gesteckt wurde und nicht nur die Jury, sondern auch die Teams und die Rennläufer/innen sind einverstanden. Es gibt aber die Möglichkeit, Änderungswünsche zu äußern. Diese betreffen meist die Sicherheit, zum Beispiel einen zu gefährlichen Sprung, der etwas abgetragen werden soll, damit man nicht so weit springt. Dabei ist der Athletensprecher auch gefragt, der mit der Jury direkt Kontakt aufnehmen kann und die Jury ist mit den Pistenverantwortlichen in Kombination interessiert, die Sicherheit zu verbessern, wenn dies nötig sein sollte.

Manchmal muss auch ein Tor versetzt werden, weil der Schnee in dem bestimmten Bereich nicht optimal ist oder weil die Fahrlinie zum Problem werden könnte.

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