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Olympiasieger Skispringen

Springen von der Normalschanze und Großschanze

Das Skispringen ist auch ein traditioneller Wintersport und gleichzeitig auch eine große Show. Bei den Springen im Weltcup schauen fasziniert tausende Leute zu, wenn sich die Skispringer (und mittlerweile auch Skispringerinnen) zu Tale stürzen. Der Sport hat sich aber auch gewandelt und wurde umfangreicher.

Olympische Spiele Skispringen: Inhalt

Skispringen bei den olympischen Winterspielen

Die Anfänge des Skispringens sind mit den modernen Möglichkeiten nicht wirklich in Einklang zu bringen, aber dennoch gab es bei den ersten olympischen Winterspielen 1924 bereits den Bewerb auf der Großschanze und damit die erste Möglichkeit, Medaillen beim Skispringen zu gewinnen.

Dieser Bewerb blieb aber lange Zeit der einzige, bis in den 1960er-Jahren der Bewerb auf der Normalschanze hinzugefügt wurde, sodass man als Athlet zwei Siegchancen bekam. Die Normalschanze war zu jener Zeit in den Bewerben abseits der olympischen Spiele auch von hohem Stellenwert, was sich in der Zwischenzeit im Weltcup anders darstellt, weil die Großschanze schon alleine aufgrund der möglichen Weiten viel beliebter, aber auch effizienter wurde. Die Normalschanzen sind seit Einführung des V-Stils mit dem Problem behaftet, dass der Auslauf oft gar nicht ausreicht, während die Großschanzen ausgebaut und modernisiert wurden.

1988 kam als dritter olympischer Bewerb im Skispringen der Teambewerb dazu, sodass auch die Mannschaftsvergleiche möglich wurden. Hierbei ist das Springen üblicherweise von der Großschanze abzuhalten und für die Athleten eine weitere Option, eine Medaille zu gewinnen. Es kamen auch Erweiterungen in den Bewerben wie etwa Teamspringen auf der Normalschanze und Großschanze, aber das hat man wieder auf den Bewerb auf der Großschanze reduziert.

Dazugekommen ist auf jeden Fall der Bewerb für die Damen von der Normalschanze, um dem Aufschwung im Damen-Skispringen Rechnung zu tragen.

Skispringen Normalschanze Frauen

Seit 2012 gibt es den Weltcup im Damen-Skispringen und auch bei den Nordischen Weltmeisterschaften wurde der Bewerb bereits berücksichtigt. Auf olympischer Ebene war die Premiere bei den Olympischen Winterspielen 2014 gegeben. Die Damen haben aber im Gegensatz zu den Herren nur einen Bewerb und zwar von der Normalschanze.

Dabei erweisen sich die Springerinnen aus Deutschland, Norwegen und Österreich sowie Japan und Frankreich als die stärksten. Die Leistungsdichte ist aber mit jedem Jahr gewachsen, sodass sich auch das Feld weiter aufstocken wird, wenn es um die Medaillenentscheidungen geht.

Olympiasieger Skispringen Normalschanze Frauen

JahrGoldSilberBronze
2018 Maren Lundby (NOR) Katharina Althaus (GER) Sara Takanashi (JPN)
2014 Carina Vogt (GER) Daniela Iraschko-Stolz (AUT) Coline Mattel (FRA)

 

Skispringen Normalschanze Männer

Nachdem das Skispringen von der Großschanze schon ab den ersten Olympischen Winterspielen von Chamonix 1924 im Programm stand, kam bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck das Springen von der Normalschanze hinzu.

Das war auch möglich geworden, weil die Großschanze wirklich zu einer Großschanze wurde. Die Anfänge des Bewerbes waren auf Schanzen durchgeführt worden, die später als Normalschanzen zu bezeichnen waren. Da die Großschanze eine deutlich größere Weite zugelassen hatte, war die Unterscheidung zur Normalschanze gegeben und die Skispringer bekamen eine zweite Medaillenchance.

Simon Ammann entwickelte sich zum Olympiaexperten und siegte zweimal, obwohl er im Weltcup gar nicht so oft dominiert hatte. Auf der Normalschanze gibt es auch mehr Überraschungen wie etwa Lars Bystöl aus Norwegen 2006, den keiner auf der Rechnung hatte.

Olympiasieger Skispringen Normalschanze Männer

JahrGoldSilberBronze
2018 Andreas Wellinger (GER) Johann Andre Forfang (NOR) Robert Johansson (NOR)
2014 Kamil Stoch (POL) Peter Prevc (SLO) Anders Bardal (NOR)
2010 Simon Ammann (SUI) Adam Malysz (POL) Gregor Schlierenzauer (AUT)
2006 Lars Bystöl (NOR) Matti Hautamäki (FIN) Roar Ljökelsoej (NOR)
2002 Simon Ammann (SUI) Sven Hannawald (GER) Adam Malysz (POL)
1998 Jani Soininen (FIN) Kazuyoshi Funaki (JPN) Andreas Widhölzl (AUT)
1994 Espen Bredesen (NOR) Lasse Ottesen (NOR) Dieter Thoma (GER)
1992 Ernst Vettori (AUT) Martin Höllwarth (AUT) Toni Nieminen (FIN)
1988 Matti Nykänen (FIN) Pavel Ploc (TCH) Jiri Malec (TCH)
1984 Jens Weißflog (DDR) Matti Nykänen (FIN) Jari Puikkonen (FIN)
1980 Toni Innauer (AUT) Manfred Deckert (DDR)
Hirokazu Yagi (JPN)
 
1976 Hans-Georg Aschenbach (DDR) Jochen Danneberg (DDR) Karl Schnabl (AUT)
1972 Yukio Kasaya (JPN) Akitsugu Konno (JPN) Seiji Aochi (JPN)
1968 Jiri Raska (TCH) Reinhold Bachler (AUT) Baldur Preiml (AUT)
1964 Veikko Kankkunen (FIN) Toralf Engan (NOR) Torgeir Brandtzäg (NOR)

 

Skispringen Großschanze Männer

Das Skispringen von der Großschanze ist jene Disziplin des Skispringens, das seit den ersten Olympischen Winterspielen im Programm steht. Aber jenes Springen von 1924 hat mit den Bewerben der Gegenwart nicht mehr viel gemein.

Nicht nur, dass der V-Stil den klassischen Sprungstil mit der parallelen Skiführung abgelöst hat, auch die Schanzen selbst von damals, als die Weite um die 70 Meter herum möglich war, haben sich stark verändert. Auf modernen Großschanzen werden heute Weiten bis zu 150 Meter erreicht.

Kamil Stoch holte zwei Olympiasiege in Folge, davor war Simon Ammann wie schon auf der Normalschanze zweimal erfolgreich. Die Konkurrenz ist aber sehr groß und es ist schwierig, den Olympiasieg zu holen, weil am Tag X alles passen muss. Gregor Schlierenzauer dominierte den Weltcup einige Jahre, der Olympiasieg gelang aber nicht.

Olympiasieger Skispringen Großschanze Männer

JahrGoldSilberBronze
2018 Kamil Stoch (POL) Andreas Wellinger (GER) Robert Johansson (NOR)
2014 Kamil Stoch (POL) Noriaki Kasai (JPN) Peter Prevc (SLO)
2010 Simon Ammann (SUI) Adam Malysz (POL) Gregor Schlierenzauer (AUT)
2006 Thomas Morgenstern (AUT) Andreas Kofler (AUT) Lars Bystöl (NOR)
2002 Simon Ammann (SUI) Adam Malysz (POL) Matti Hautamäki (FIN)
1998 Kazuyoshi Funaki (JPN) Jani Soininen (FIN) Masahiko Harada (JPN)
1994 Jens Weißflog (GER) Espen Bredesen (NOR) Andreas Goldberger (AUT)
1992 Toni Nieminen (FIN) Martin Höllwarth (AUT) Heinz Kuttin (AUT)
1988 Matti Nykänen (FIN) Erik Johnsen (NOR) Matjaž Debelak (JUG)
1984 Matti Nykänen (FIN) Jens Weißflog (DDR) Pavel Ploc (TCH)
1980 Jouko Törmänen (FIN) Hubert Neuper (AUT) Jari Puikkonen (FIN)
1976 Karl Schnabl (AUT) Toni Innauer (AUT) Henry Glaß (DDR)
1972 Wojciech Fortuna (POL) Walter Steiner (SUI) Rainer Schmidt (DDR)
1968 Vladimir Beloussow (URS) Jiri Raska (TCH) Lars Grini (NOR)
1964 Toralf Engan (NOR) Veikko Kankkonen (FIN) Torgeir Brandtag (NOR)
1960 Helmut Recknagel (BRD) Niilo Halonen (FIN) Otto Leodolter (AUT)
1956 Antti Hyvärinen (FIN) Aulis Kallakorpi (FIN) Harry Glaß (BRD)
1952 Arnfinn Bergmann (NOR) Torbjörn Falkanger (NOR) Karl Holmström (SWE)
1948 Petter Hugsted (NOR) Birger Ruud (NOR) Thorleif Schjelderup (NOR)
1936 Birger Ruud (NOR) Sven Selänger (SWE) Reidar Andersen (NOR)
1932 Birger Ruud (NOR) Hans Beck (NOR) Kaare Wahlberg (NOR)
1928 Alf Andersen (NOR) Sigmund Ruud (NOR) Rudolf Burkert (TCH)
1924 Jacob Tullin Thams (NOR) Narve Bonna (NOR) Anders Haugen (USA)

 

Skispringen Teambewerb Männer

Zusätzlich zum Skispringen von der Großschanze (seit 1924) und jenem von der Normalschanze (seit 1964) kam mit den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary das Mannschaftsspringen in das olympische Programm. Jedes teilnehmende Land stellt vier Springer, die jeweils zwei Sprünge absolvieren müssen. Die erzielten Punkte werden addiert und wer die meisten Punkte erreicht hat, hat den Olympiasieg errungen.

Österreich gelang nach mäßigen Erfolgen davor 2006 und 2010 zweimal der Olympiasieg, zuletzt war Deutschland stärker. Trotz der eher überschaubaren Zahl guter Teams ist der Medaillengewinn schwierig. Norwegen, Deutschland, Österreich, Polen und Slowenien sind jederzeit für Medaillen zu haben, Japan ebenso.

Olympiasieger Skispringen Teambewerb Männer

JahrGoldSilberBronze
2018 Norwegen Deutschland Polen
2014 Deutschland Österreich Japan
2010 Österreich Deutschland Norwegen
2006 Österreich Finnland Norwegen
2002 Deutschland Finnland Slowenien
1998 Japan Deutschland Österreich
1994 Deutschland Japan Österreich
1992 Finnland Österreich CSSR
1988 Finnland Jugoslawien Norwegen

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Olympiasieger SkispringenArtikel-Thema:
Olympiasieger Skispringen
letztes Datum:
14. 08. 2019

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