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Motorrad-Weltmeisterschaft oder MotoGP

Starke Veränderungen in der Königsdisziplin

Die Formel 1 gilt als Königsdisziplin des Motorsports allgemein, aber für die Motorräder ist dies die Motorrad-Weltmeisterschaft oder auch MotoGP. Sie wird seit dem Jahr 1949 jedes Jahr ausgetragen und ist mit der Formel 1 insofern vergleichbar, als zum Teil gleiche Kurse für die Rennwochenenden verwendet werden und auch die Zahl der Rennen ist in etwa vergleichbar.

Motorrad-WM: die Anfänge

Die erste Saison und damit den ersten Weltmeister gab es ab dem Jahr 1949, wobei in drei Klassen gefahren wurde und zwar bis 125 ccm³, 250 ccm³ sowie 500 ccm³. Alle drei Klassen waren schon im ersten Jahr im Rennkalender zu finden und somit gab es auch die Chance, dreimal um den Weltmeistertitel zu fahren. Im Laufe der Zeit gab es zwar Rennfahrer, die in einem Jahr mehr als einen Titel holen konnten, aber das war selten der Fall. Freddie Spencer war zum Beispiel so ein Fahrer, der 1985 in der 250 ccm³ und 500 ccm³-Klasse siegreich sein konnte.

Diese drei Klassen wurden ab 1962 durch die 50 ccm³-Klasse erweitert, die als neue Einstiegsklasse gefahren werden konnte. Ab 1984 gab es stattdessen die 80 ccm³-Klasse, die nach 1989 aufgelöst wurde. Somit waren wieder die drei Klassen gegeben, die es schon seit 1949 gab.

Anfänge der MotoGP

In jeder der Klassen gab und gibt es verschiedene technische Vorgaben, die sich von Jahr zu Jahr ändern können, doch die Leistungslimits für die eigens für die Weltmeisterschaft gebauten Maschinen war stets gleich. Eine große Veränderung fand 2002 statt, als aus der Klasse der 500 ccm³-Maschinen die Viertakter mit 990 ccm³ wurden und die Klasse nun MotoGP lautete. Vor allem die japanischen Hersteller hatten sich sehr stark dafür eingesetzt und letztlich ihr Ziel erreicht.

Später wurde auf 800 ccm³ das Limit herabgesetzt und aktuell gilt 1.000 ccm³ als Obergrenze. Damit war aber nicht nur die Königsklasse verändert worden, auch die unteren Klassen wurden Zug um Zug angepasst. Aus den 250 ccm³-Maschinen wurden Viertakter mit 600 ccm³, die als Moto2 ab dem Jahr 2010 die Grundlage der zweitstärksten Weltmeisterschaft darstellte. Zwei Jahre später wurde aus der 125 ccm³-Klasse die Moto3 mit 250 ccm³-Maschinen, ebenfalls Viertakter.

Damit waren alle drei ursprünglichen Rennserien auf Moto umbenannt worden und statt der Motorrad-Weltmeisterschaft wird häufig nur noch von der MotoGP gesprochen. Geändert hat sich aber an dieser Rennserie sonst wenig. Die Maschinen werden eigens für die Rennserien hergestellt und unterscheiden sich damit von den seriennahen Motorrädern der Superbike-Rennen und es finden um die 16 bis 18 Rennen pro Jahr statt, bis man den Weltmeister kennt, wobei es manchmal klare Entscheidungen und frühzeitige neue Weltmeister vorfindet, manchmal wird selbst im letzten Rennen noch um die letzten Punkte für den Titelgewinn gekämpft.

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