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Kreisläufer in der Handballmannschaft

Der Sturmtank im Handball

Die Handballmannschaft setzt sich aus sechs Feldspielern zusammen, wobei jeder in der Offensive und Defensive Aufgaben übernimmt. Obwohl das so ist, hat man trotzdem eine bestimmte Position über, die mit Aufgaben verbunden ist. Was die Offensive betrifft, ist der Kreisläufer im Mittelpunkt.

Was ist der Kreisläufer im Handball?

Der Kreisläufer ist der offensivste Spieler einer Mannschaft im Handballsport und agiert im Zentrum der Angriffszone. Dort wartet er auf das Zuspiel von den Mitspielern, um sich Richtung Tor zu bewegen und zum Torwurf anzusetzen. Er ist jener Spieler, der von der Verteidigung am meisten und am härtesten gedeckt wird, damit er das nicht durchführen kann, wozu er da ist: nämlich viele Tore werfen. Aber er darf nicht sehr sensibel sein, weil lustig ist es eben dort nicht.

Massive Spieler als Kreisläufer

Das bedeutet aber auch, dass die Funktion des Kreisläufers im Handballsport auf zwei Ebenen abläuft. Denn auch wenn er gedeckt wird und damit nicht zum Torwurf ansetzen kann, setzt er damit andere Mechanismen in Gang. Seine Mitspieler, die aus dem Rückraum angreifen, finden so Wege und Löcher in der Abwehr, um diese für Torwürfe auszunutzen.

Kreisläufer im Handballspiel

Gleichzeitig darf man den Kreisläufer nicht vernachlässigen. Wenn man die Rückraumspieler zu intensiv angreift, bleibt Platz für den Pass zum Kreisläufer und damit ist große Gefahr angesagt, denn dieser spielt zentral vor dem Tor und hat nur noch den Torwart vor sich, wenn er erst einmal den Ball fangen konnte. Mit dem Fallwurf, den er meist anbringt, bei dem er sich nach vorne wirft, um ein Tor zu erzielen, scheidet die Verteidigung aus, da sie den Torraum nicht betreten darf.

In der Verteidigung ist der Kreisläufer aber auch gefragt, wobei es auf die gewählte Taktik ankommt. Bei einer 1:5-Taktik spielt der Kreisläufer im Feld aktiv und versucht den Spielaufbau zu behindern, bei einer 0:6-Taktik reiht er sich in die Abwehrlinie ein und spielt gegen den Kreisläufer der gegnerischen Mannschaft. Dann ist sein Bestreben genau das Gegenteil seiner offensiven Aktionen, nämlich das Vermeiden von Torwürfen durch den Kreisläufer.

Keine Liebeserklärungen in der Zentralposition

Wer wehleidig ist, hat als Kreisläufer den falschen Beruf. So könnte man die Aufgabe des Kreisläufers auch umschreiben, denn der Kollege wird oft von zwei Gegenspielern behindert, gezerrt, gehalten oder manchmal so blockiert, dass der Schiedsrichter abpfeifen muss. Mitunter gibt es auch einen Siebenmeter, weil der Kreisläufer schon zum Torwurf ansetzen wollte und daran gehindert wurde. Man braucht schon eine massive Bauweise seines Körpers, um sich hier durchsetzen zu können. Und man muss einiges einstecken können, weil Geschenke werden nicht verteilt. Dafür ist die Verteidigung ja auch nicht da.

Und trotz der Stärke, die man hier einbringen muss, muss man auch ein guter Spieler sein, denn man muss frühzeitig erkennen können, ob und wie man angespielt wird, um darauf reagieren zu können. Und man muss es schneller erkennen als die Abwehrspieler, um einen Vorteil zu haben. Nur dann wird man auch ein erfolgreicher Kreisläufer sein können.

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