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Tennisarm oder Tennisellenbogen

Symptome, Ursachen und Behandlung

Der Epicondylitis humeri radialis, besser bekannt als Tennisarm, ist eine Erkrankung, die zu einem Verlust der Griffkraft führt und Schmerzen im lateralen Teil des Ellenbogens verursacht. Es handelt sich dabei um eine Entzündung, die ständige Beschwerden hervorrufen kann und sich verstärkt, wenn die auslösende Bewegung nicht unterbrochen wird.

Ein Tennisarm tritt aber längst nicht nur bei Tennisspielern auf, viel häufiger sind Menschen betroffen, die einem Handwerk nachkommen oder im Büro arbeiten.

Das Wichtigste in Kürze

Nicht nur Sportler sind vom Tennisarm betroffen

Obwohl der Tennisarm oftmals im Kontext von Schlägersportarten auftritt, kann er auch bei Menschen vorkommen, die diese Sportarten nicht ausüben.

Es gibt Arbeits- und Freizeitaktivitäten, bei denen die Handgelenksmuskulatur belastet und der Unterarm kontinuierlich gleichbleibend bewegt wird. Diese Aktivitäten können ebenfalls einen Tennisellenbogen verursachen.

Daher sind vom Tennisellenbogen auch meist Menschen betroffen, die aufgrund ihrer Arbeit oder täglichen Routine sich wiederholende Handlungen ausführen. Diese können bewirken, dass das Handgelenk mit starken Winkelanstrengungen bewegt wird oder die Unterarm-Streckmuskeln konstant beansprucht werden.

Tennisarm kennt auch der NichtsportlerBildquelle: de.despositphotos.com / Andreus

Auch Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit häufig Gewichte werfen oder heben müssen, können an einem Tennisarm erkranken. Der Tennisarm ist nicht mit einem Golferarm zu vergleichen, denn die beiden Erkrankungen unterscheiden sich wesentlich voneinander. Zudem kommt ein Golferarm deutlich seltener vor als ein Tennisarm.

Symptome: Wie sich ein Tennisarm äußert

Ein erster Hinweis auf einen Tennisarm kann ein leichter Druckschmerz sein. Liegt ein Tennisarm vor, tritt der Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens auf. Stechende Schmerzen treten insbesondere bei Drehbewegungen und beugenden Bewegungen auf.

Die Schmerzen können bei fortgeschrittenen Entzündungen bis in die Hand, den Ober- oder Unterarm ausstrahlen. Ein weiteres Symptom, das auf einen Tennisellenbogen hinweist, kann der Kraftverlust in der betroffenen Hand darstellen.

Der Kraftverlust macht sich häufig bemerkbar, indem es dem Patienten plötzlich schwerfällt, eine Tasse oder andere leichte Gegenstände zu greifen oder Hände zu schütteln. Zudem können Schwellungen und Rötungen im Bereich des gereizten Sehnenansatzes auftreten.

Betroffene leiden in der Regel unter starken Schmerzen im Ellenbogen. Wird der Tennisarm nicht zügig diagnostiziert und entsprechend behandelt, kann es zum Verlust der Griffkraft kommen und ein andauernder Schmerz kann den Alltag erschweren.

Die Diagnose: Nicht immer ist Röntgen nötig

Der untersuchende Arzt hat neben der konservativen Diagnostik zur Feststellung möglicher Schmerzursachen weitere Möglichkeiten, um einen Tennisarm zu diagnostizieren. In Absprache mit dem Patienten kann der Arzt verschiedene Tests durchführen, um sicherzugehen, ob ein Tennisarm vorliegt oder nicht.

Bei einem dieser Tests handelt es sich um eine kurze Probe. Der Arzt wird den Patienten bei dieser Untersuchung bitten, eine Faust zu machen und das Handgelenk aktiv zu strecken. Danach muss der Patient das Handgelenk stark beugen. Tritt beim Beugen ein starker Schmerz im Ellenbogen auf, kann von einem Tennisarm ausgegangen werden.

Neben der körperlichen Untersuchung kann der Facharzt weitere Maßnahmen wie Röntgen, Elektromyografie oder MRT anfordern, um den Ursprung des Problems herauszufinden und Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

Mittels Radiologie oder Magnetresonanztomografie können zudem mögliche versteckte Knochen- oder Sehnenveränderungen ausgeschlossen werden.

Gute Heilungschancen bei korrekter Behandlung

Obwohl es chirurgische Behandlungsmöglichkeiten gibt, wird der Tennisellenbogen in den meisten Fällen ohne Operation behoben. Zu den am häufigsten durch Ärzte empfohlenen Behandlungs- und Therapieansätzen gehört vor allem Ruhe für den Arm.

Auch entzündungshemmende Medikamente werden nicht selten zur Therapie hinzugezogen, um die Entzündung zu reduzieren und den Heilungsprozess so zu beschleunigen. Viele Ärzte empfehlen zudem der Ursache genau auf den Grund zu gehen, um die sich wiederholenden Aktivitäten und so auch die Überanstrengung zu vermeiden.

Bei Sportlern ist es gut zu überprüfen, ob die von ihnen verwendete Ausrüstung angemessen und in gutem Zustand ist. Auch Haltungsumschulungen zur Korrektur können die Heilung unterstützen.

Eine weitere und bisher oft unterschätze Therapie kann eine Rehabilitation und Physiotherapie zur Kräftigung der Unterarmmuskulatur darstellen. Zu den Aufgaben eines Physiotherapeuten gehört es unter anderem gezielte Übungen mit dem Patienten zu machen und ihm zu zeigen, wie er die sich wiederholenden Bewegungen umgehen kann.

Behandlung des Tennisarms
Bildquelle: despositphotos.com / Kzenon

Laser und Ultraschall können zur Unterstützung der Physiotherapie eingesetzt werden. Deren Anwendung wird mit dem behandelnden Arzt und dem Physiotherapeuten besprochen, um die Behandlung zu optimieren.

Egal, wie die Behandlung verläuft: Um eine optimale Heilung zu ermöglichen, müssen die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie beachtet werden.

In jedem Fall hängt die Wahl zwischen dem einen oder anderen Verfahren vom Ausmaß der Verletzung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und seinen persönlichen und beruflichen Bedürfnissen ab.

Kann ein Tennisarm vollständig auskuriert werden?

Es ist durchaus möglich, dass Patienten den Tennisarm vollständig auskurieren, allerdings sollten auch nach der Ausheilung die auslösenden Bewegungen in der ständigen Wiederholung vermieden werden. Der Körper hat in diesem Bereich eine Schwäche entwickelt und ist anfälliger für erneute Entzündungen bis hin zum Tennisarm.

Die Stabilisierung des Arms und des Ellenbogens ist von großer Bedeutung. Stetige Übungen, um Muskeln aufzubauen und die Sehnen flexibel zu halten, sind daher auch nach dem Auskurieren wichtig. Der behandelnde Arzt oder Physiotherapeut kann einen entsprechenden Ansatz erarbeiten und Anleitung geben. Auch Sportlern und Handwerkern, die die wiederholenden Bewegungen nicht vermeiden können, ist es möglich Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Wie lange dauert die Heilung der Epicondylitis?

Die Prognose für eine vollständige Heilung des Tennisarms ist in der Regel sehr gut, aber es ist typisch, dass die Beschwerden und Symptome mehrere Monate anhalten, bevor sie endgültig ausheilen. Bei 20 % der Patienten können die Symptome länger als 18 Monate anhalten.

Wenn der Arzt nach einer angemessenen Genesungszeit von 6 bis 12 Monaten keine Besserung feststellt, kann er eine chirurgische Behandlung empfehlen. Bei einer leichten Schädigung entzieht sich der Patient einem minimalinvasiven Eingriff. Hierbei wird das geschädigte Sehnengewebe ausgeräumt.

Wie lange die Ausheilung in Anspruch nimmt, ist jedoch vom Einzelfall abhängig, da Faktoren wie die Schwere der Erkrankung, die allgemeine Gesundheit des Patienten und die Therapieform eine bedeutende Rolle spielen.

Nach dem Ausheilen ist es wichtig langsam mit einem sanften Aufbautraining zu beginnen, um den Arm wieder an die Bewegungen zu gewöhnen und die Muskeln zu stärken.

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Der Tennissport setzt sich aus vielen Spielen zusammen, die aber nach gleichem Schema ablaufen. Man hat das Ziel, als Sieger vom Platz zu gehen und braucht dafür natürlich den Tennisball und den Tennisschläger. Ebenfalls wichtig geworden sind moderne Technologien bei der Ausrüstung.

Tennis wird auf viele Weisen gespielt, etwa auch in Form des Rollstuhltennis. Jedes Spiel wird mit der Statistik hinterfragt und im Profitennis gibt es auch die Punkte pro Turnier für die Weltranglisten. Weniger schön sind Verletzungen und Tennis wurde namensgebend für einen bekannten Begriff - dem Tennisarm.

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Tennisarm: Ursachen und BehandlungArtikel-Thema:
Tennisarm oder Tennisellenbogen
Beschreibung: Der 🎾 Tennisarm oder auch Tennisellenbogen ist eine Erkrankung, die auch Nichtsportler haben können - im Artikel erfahren Sie mehr über ✅ Ursache und Behandlung.

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