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Weltrekord beim Marathonlauf

Unterschiedliche Strecken führen zu Bewertungsproblemen

Einher mit dem Sport geht auch ein Meer an Statistiken und vor allem Spitzenwerte und Rekordresultate bewegen viele Menschen und motivieren die Sportlerinnen und Sportler zu noch größerer Leistung. Das gilt für den Hobbyläufer genauso, der seine Zeit verbessern möchte wie auch für die Spitzenathletinnen und Spitzenathleten.

Streckenrekorde, Weltrekord und der Marathonlauf

Bei einem 10.000 Meter-Lauf auf der Bahn im Leichtathletikstadion ist die Messung eines Weltrekordes keine große Sache. Die Bahn ist völlig eben, immer gleich lang, einzig der Wind kann eine Rolle spielen, ob ein Rekord möglich ist oder nicht. Der Wind ist bei den Sprintdistanzen ein Thema, weil zu starker Rückenwind dazu führt, dass man die neue Bestzeit nicht anerkennen kann. Aber schon über 10 Kilometer ist der Wind kein Thema mehr, da man in beide Richtungen mehrfach läuft und daher sich der Vorteil durch den Gegenwind ausgleicht.

Ganz anders sieht die Rekordsituation aber beim Marathonlauf aus. Denn jener ist nicht in einem Stadion anzutreffen, sondern wird auf offener Straße veranstaltet. Und damit gibt es stets andere Situationen. Manche Marathonläufe sind bewusst anspruchsvoll ausgewählt, andere sind fast abschüssig und ermöglichen natürlich viel schnellere Zeiten als erstere. Da die Strecken der Stadtläufe völlig unterschiedliche Geländeformen aufweisen, war ein Weltrekord bis 2003 nicht möglich. Erst dann wurde erstmals ein Weltrekord im Marathon zugelassen, wobei es ein paar Spielregeln gibt, die zu beachten sind.

Eine Spielregel besagt, dass der Marathonlauf so gestaltet sein muss, dass zwischen Start und Zielpunkt nicht mehr als 21 Kilometer Distanz liegen dürfen. Das heißt, es ist nicht möglich, die 42,195 Kilometer so anzulegen, dass sie eine lange Gerade von A nach B sind, will man die Bestzeit als Weltrekord eintragen lassen. Ohne dieser Regel wäre es möglich, dass man eine gesamte Strecke lang Rückenwind hat und natürlich viel schneller laufen kann.

Faktor Gefälle der Strecke

Die zweite Spielregel betrifft das Gefälle. Es gibt Marathonläufe, die im Verlauf der Strecke immer mehr bergab führen - nicht dramatisch, aber es fördert die Gesamtzeit. Das ist für eine objektive Weltrekordzeit natürlich wenig förderlich und daher darf nur pro Kilometer ein Meter abschüssig verlaufen, das heißt dass der Startpunkt maximal 42 Meter über dem Zielpunkt liegen darf.

Hält man sich an diese Parameter, ist eine Weltrekordzeit durchaus möglich. In den letzten Jahren wurde die Bestzeit stets in Berlin gelaufen, weil der Marathonlauf von Berlin von der Streckenführung her und von den Rahmenbedingungen optimal für schnelle Zeiten ist. Die Herren schaffen es immerhin auf eine Zeit unter 2:04 Stunden. Abseits dieser Rekordwerte gibt es aber immer wieder Endzeiten von 2:05 Stunden - auch bei anderen Marathonläufen und viele Siegerzeiten bei den Herren liegen bei 2:05 bis 2:08 Stunden.

Bei den Damen hat Paula Radcliffe im Jahr 2003 beim Marathon von London in 2:15:25 einen Weltrekord aufgestellt, der als erste Zeit offiziell bestätigt wurde und bisher nicht gebrochen werden konnte (Stand Jänner 2014).

Ebenfalls interessant:

Durchführung

Ein Marathonlauf wird nur bei den olympischen Spielen oder bei der WM im Stadion begonnen, sonst in den Straßen durchgeführt.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für einen Marathonlauf auf Profiebene unterscheiden sich stark vom Sprintbewerb, denn man braucht viel Training auf langen Strecken.

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Weltrekord

Der Weltrekord ist beim Marathonlauf zugelassen, aber nur unter bestimmten Bedingungen, was vor allem die Streckenführung und speziell das Gefälle betrifft.

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