Jedes große Turnier war in der Regel ein Impuls für den modernen Fußball, weil man daraus Entwicklungen ablesen konnte. Die Fußballeuropameisterschaft, seit geraumer Zeit EURO genannt, hat dabei ebenso Aha-Erlebnisse gebracht wie auch die Fußballweltmeisterschaft. Auch die Turniere in Südamerika oder Afrika sind zu beachten, doch die beiden genannten Turniere haben häufiger neue Erkenntnisse gewinnen lassen. Nicht bei jedem Turnier war dies der Fall, aber häufig konnte man bei einer EURO oder einer WM sehr wohl ablesen, welche taktischen Aufstellungen und Strategien in nächster Zeit öfter zu sehen sein werden.
Nun ist die Frage, ob nach der Fußball-WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA mit 104 Spielen, so vielen wie noch nie zuvor, mit 48 verschiedenen Nationalmannschaften, neue Strategien gebracht hat oder ob man eher eine Wiederholung gesehen hatte. Und tatsächlich sind vor allem drei Dinge aufgefallen.
Nachdem das 4-4-2 entwickelt worden war, dauerte es nicht lange, bis Alternativen wie 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 Platz gegriffen haben. Das 4-2-3-1 ist überhaupt sehr häufig im Einsatz, doch die Fußball-WM 2026 zeigte hier, dass zwar fast ein Drittel der Mannschaften in ihren Spielen damit aufliefen, aber dass es meistens die europäischen Mannschaften waren, die dieses System bevorzugt haben.
Generell war aufgefallen, dass die Viererkette nicht mehr in jeder Mannschaft eingesetzt wird. Die Dreierkette hat durchaus viele Fans gefunden, wobei man das nicht mit dem alten 3-5-2 mit Libero und zwei Vorstopper verwechseln darf. Stattdessen wird wie bei der Viererkette auf einer Höhe gespielt, sodass es nur einen Innenverteidiger, aber weiterhin zwei Außenverteidiger gibt.
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Eine Überlegung ist, dass es dann klar ist, wer in der Mitte der Abwehrchef ist. Bei zwei Innenverteidigern in der Viererkette muss das erst geklärt werden. Als zweite Überlegung hat man einen Spieler mehr für die offensiven Aufgaben, womit der Trend, vorsichtiger zu sein und mehr Verteidiger einzusetzen, eine Gegenbewegung erlebt.
Jedoch stimmt das nicht ganz, denn es gab auch Mannschaften, die wohl in Griechenland auf Einschulung waren. Diese Nationalmannschaften spielten mit 5-2-3 oder 5-4-1. Das 5-4-1 kennen wir vom Erfolg Griechenlands bei der EURO 2004 mit einem Libero und der Viererkette, also echten fünf Verteidigern.
Dreierkette und Libero plus Viererkette zeigt, dass das eine System mit der Viererkette nicht existiert, es ist die Taktik stets in Bewegung und das wird wohl auch an anderer Stelle auffallen, wenn wir an die vielen Fußballmanager und andere Spiele denken. Auch bei den Simulationen für den Computer oder für Spielkonsolen wird man diese neuen Überlegungen ausleben können und auch bei der Bewertung der Wetteinsätze rund um den Fußballsport sind die Veränderungen aufgefallen, bei der Analyse ebenso wie bei der Bewertung der Chancen jeder Mannschaft und bei verschiedenen Anbietern der Branche, etwa Rocketplay Casino Bonus ohne einzahlung.
Wenn wir gedanklich die Verteidigung verlassen, dann müssen wir uns um die Angreifer kümmern. Mit 4-4-2 gab es noch zwei echte Mittelstürmer, aber schon bald wurden die Sechser wichtiger und viele Mannschaften auf Vereinsebene oder bei den Nationalmannschaften reduzierten die Stürmer auf einen echten Mittelstürmer, wie zum Beispiel beim schon genannten 4-2-3-1. Auch das 5-4-1 hat einen Stürmer zur Verfügung, das seltenere 4-4-1-1 hat neben dem Mittelstürmer noch eine hängende Spitze zur Unterstützung.
Die Fußball-WM 2026 zeigte aber einen anderen Trend. Natürlich kennen wir das offensive System mit 4-3-3, das etwa die Holländer gerne gewählt haben, auch Argentinien und andere starke Mannschaften haben diese offensive Variante gerne umgesetzt. Doch bei der WM zeigte sich, dass viele Mannschaften auf drei Stürmer gesetzt haben, was auch ein Gegentrend zur Vorsicht ist. Dabei gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.
Eine sehr offensive Aufstellung wählten asiatische Mannschaften wie Japan und Südkorea mit dem 3-4-3, wobei zwei Stürmer als Flügelstürmer den Mittelstürmer im Zentrum unterstützen. Das ist beim 4-3-3 aber auch genau die gleiche Überlegung und aus dem Mittelfeld heraus hat man mehr Anspielstationen. Das 3-4-3 ist überhaupt interessant, weil es auf die Viererkette verzichtet und offensiv stärker auftritt.
Sehr beliebt war bei der Fußball-WM 2026 die Aufstellung mit dem System 4-1-2-3. Dabei hat man zwar auf die Viererkette in der Abwehr gesetzt, aber das Mittelfeld war spärlich bestückt, dafür gibt es auch drei wirkliche Angreifer mit Flügelstürmern und mit dem Mittelstürmer im Zentrum. Etliche Nationalmannschaften haben diese Taktik gewählt, zum Beispiel auch Norwegen, das mit seiner Offensive vielen gefallen hat.
Bei der Verteidigung haben wir auch das etwas seltsame 5-2-3 kennengelernt. Zwar mauert man hinten mit Libero und Viererkette, hat aber andererseits drei nominelle Stürmer zur Verfügung. Das Motto ist hier wohl, dass man den Ball in der dichten Abwehr erobern möchte, um schnelle Angriffe über die Flügelstürmer fahren zu können, die in der Mitte ihren Kollegen einsetzen können.
Wir sehen also, dass es durchaus verschiedene Konzepte gab und gibt, um mit drei Angreifern das Spiel zu gestalten. Der Trend zu immer weniger echten Stürmern scheint damit vorerst gebrochen zu sein.
Ein dritter Punkt, der aufgefallen war, ist die Spielauffassung. Es wird viel weniger über das Gegenpressing agiert, stattdessen sind technische Qualitäten gefragt. Man kann das so abkürzen, dass es wichtiger ist, was man mit dem Ball aktiv macht und weniger, wie man passiv den Ball zurückerobern kann. Hat man nämlich bei eigenem Ballbesitz keine Mittel, um Torchancen zu generieren, dann wird es schwierig werden, Tore zu erzielen oder überhaupt Torchancen zu erreichen.
Spielstarke Mannschaften haben das eindrucksvoll gezeigt, auch die bekannten Superstars haben geliefert, während die reinen auf Kampf eingestellten Mannschaften große Mühe hatten, überhaupt zu punkten.
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