Sie sind hier: Startseite -> Radsport -> Straßenrennen Radsport -> Begriffe: Rennfahrer Radsport -> Abfahrtsspezialist Radsport

Abfahrtsspezialist im Straßenrennen

Schneller Abfahrer im Radsport mit hoher Risikobereitschaft

Es gibt und gab Radprofis, die die steilen und langen Berge bei Straßenrennen problemlos hinaufklettern können und auch den Konkurrenten Minuten an Zeit abnehmen, aber wenn es dann darum geht, von diesem Berg wieder herunter zu fahren, haben sie Probleme - manche sogar große Probleme. Es gibt auch Erzählungen aus der frühen Geschichte der Tour de France, in denen Radprofis am Berg auf die Konkurrenten gewartet haben, um gemeinsam hinunterfahren zu können.

Abfahrtsspezialisten: Mut, Technik und Talent

Radsport AbfahrtsspezialistGanz anders sieht dies bei den Abfahrtsspezialisten aus, die sich sogar freuen, wenn es steil nach unten geht. Manche von ihnen können auch die Berge schnell hochfahren, aber es gibt auch solche Radprofis, die besonders beim Abfahren Qualitäten zeigen können. Zu diesen starken Abfahrern zählen auch die Italiener und hier ist in den letzten Jahren Vincenzo Nibali zu einem Abfahrtsspezialisten geworden. Wenn es steil nach unten geht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er entweder Zeit auf die Konkurrenz gutmachen kann oder er fährt den Mitstreitern überhaupt auf und davon.

Das ist eine Kombination aus Mut und Technik. Während manche Fahrer wie Andy Schleck bei den Abfahrten meist sehr unsicher wirkten, sitzt ein Nibali souverän auf dem Rad und kann auch steile Stücke und enge Kurven offenbar mühelos meistern. Der absolute Meister unter den Abfahrern im Straßenradsport war aber "der Falke" Paolo Salvodelli. Er konnte es sich leisten, beim Klettern zwei Minuten Rückstand aufzureißen, weil er diese bei der Abfahrt wieder kompensierte.

Wie von einem Magneten angezogen fuhr der die steilsten Stücke mit großem Mut und Geschick nach unten und das wussten die Konkurrenten auch und versuchten ihn beim Bergaufstück los zu werden, damit er nicht wieder aufholen kann, aber es gelang ihm immer wieder, dieses Kunststück zu zeigen. Manche haben ihn um diese Gabe bewundert, weil er sich wirklich wie ein Falke nach unten stürzen konnte, auch feuchte Straßenstücke störten ihn weniger als jenen Fahrern, die ohnehin schon unsicher auf dem Rad sitzen.

Streckenprofil und Abfahrtsspezialisten

Es kann natürlich auch ein Spezialist ein Problem haben. Wenn bei einer Tour de France Etappe ein steiler Berg im Finale wartet, nach dessen Pass aber statt einer Bergankunft eine ebenfalls steile Abfahrt wartet, um das Ziel zu erreichen, dann wartet man geradezu darauf, dass die bekannt starken Abfahrer den anderen davonfahren. Die anderen Fahrer wissen das natürlich und achten auf den Spezialisten besonders. Greift er kurz vor dem Gipfel an, dann sind alle hellwach und lassen ihn nicht weg.

Ein Nibali war bekannt für solche Etappen, aber man hat immer mehr so auf ihn aufgepasst, dass aus dem Vorteil fast ein Nachteil wurde. Trotzdem ist es spannend, im Finale eine Abfahrt zu erleben, gefährlich aber auch, weil es um Sieg und Niederlage geht und ein Sturz bei 70 km/h oder mehr ist niemals eine gute Idee.

Ebenfalls interessant:

[aktuelle Seite]

Abfahrtsspezialist Radsport

Als Abfahrtsspezialist werden im Radrennen jene Profis bezeichnet, die besonders schnell steile Abfahrten überwinden können.

Allrounder Radsport

Der Allrounder im Radsport-Straßenrennen ist ein Radprofi, der auf jedem Terrain mithalten kann, aber nirgends wirklich spitze ist.

Anfahrer Massensprint

Mit dem Anfahrer beginnt die Vorbereitung des Massensprints im einem Straßenradrennen für den bestmöglichen Erfolg im Sprint durch den Teamkollegen.

Ausreisser Radsport

Als Ausreisser bezeichnet man im Straßenrennen des Radsports vom Feld flüchtenden Radprofi, was auch zum Begriff Ausreissergruppe führte.

Bergfahrer Radsport

Als Bergfahrer bezeichet man im Straßenrennen des Radsports leichte Radprofis, die gut über steile Anstiege klettern können und zwar auch bei mehreren Bergen am Stück.

Bergziege Radsport

Mit Bergziege bezeichnet man im Radsport Profis, die die steilen und langen Berge besonders gut hochklettern können, weil sie meist klein und leicht sind.

Edelhelfer Radsport

Der Edelhelfer oder Edeldomestik im Radsport ist vor allem bei Rundfahrten ein Radprofi, der selbst erfolgreich sein könnte und doch seinem Kapitän hilft.

Kapitän Radteam

Jedes Radteam hat bei einer Rundfahrt oder einem Eintagesrennen einen Kapitän - bei Rundfahrten aus verschiedenen Gründen.

Klassementfahrer

Der Klassementfahrer ist bei einer Radrundfahrt jener Radprofi, der in der Gesamtwertung erfolgreich sein möchte, sei es in Sachen Sieg oder in Sachen Top 10.

Lutscher Radsport

Ein Lutscher ist im Radsport ein Fahrer, der stets im Windschatten des Kollegen fährt und sich an der Arbeit nicht beteiligt, wobei es noch einige Abstufungen gibt.

Rouleur Radsport

Der Rouleur ist ein Radprofi, der bei einem Straßenrennen die Fähigkeit hat, eine hohe Geschwindigkeit lange halten zu können.

Siegfahrer Radsport

Die Bezeichnung Siegfahrer wird im Radsport und Straßenrennen für Fahrer benutzt, die stets gute Siegchancen haben, was vor allem die Sprinter betrifft.

Sprinter Radsport

Der Sprinter ist ein Radprofi, der im Straßenrennen auf den letzten 200 Meter um den Sieg einer Etappe oder eines Rennens fahren kann.

Wasserträger Radsport

Ein Wasserträger ist im Radsport beim Straßenrennen ein Radprofi, der seine Kollegen mit den nötigen Getränken versorgt, die er vom Teamfahrzeug holen muss.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Begriffe: Rennfahrer Radsport

Startseite Radsport