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Ausreisser im Radrennen

Flucht vor dem Hauptfeld mit Gewinnoption

Der Ausreisser ist ein Radprofi, der im Straßenrennen die Flucht vor dem Hauptfeld wählt, um seine Siegeschancen zu erhöhen. Fährt er alleine, dann bleibt es bei der Bezeichnung des Ausreissers, hat er Fluchtgefährten, dann spricht man auch von einer Ausreissergruppe, also von einer Gruppe von Fahrern (mindestens zwei), die das gemeinsame Interesse haben, dem Hauptfeld zu enteilen, um vielleicht eine Siegchance in der Etappe oder dem Eintagesrennen zu haben.

Ausreisser: Flucht vor dem Hauptfeld

Radsport AusreisserEs gibt dabei verschiedene Kategorien an Ausreisser. Üblicherweise versteht man darunter einen Radprofi, der früh im Rennen sein Glück versucht, wobei es solche gibt, die dies im Laufe einer Rundfahrt einmal probieren und andere, die praktisch täglich angreifen und die Teams im Hauptfeld schon ziemlich nerven, weil sie ihn ebenso täglich wieder einholen müssen. Es gibt auch Teams, die sich auf das Angreifen aus dem Hauptfeld spezialisieren.

Das sind vor allem solche Mannschaften, die entweder niemanden für den Sprint und die Gesamtwertung mit aussichtsreichen Chancen haben oder die eingeladen wurden. Manche Mannschaften wären gar nicht teilnahmeberechtigt - zum Beispiel bei der Tour de France - werden aber eingeladen und möchten diese Chance nutzen, um sich zu präsentieren und zudem den Beweis erbringen, dass die Einladung berechtigt war. Deren Fahrer sind besonders bemüht, Teil von Fluchtgruppen zu werden und üben sich häufig im Ausreissen.

Man könnten auch "die Flucht ergreifen" als Formulierung wählen, aber mit Ausreisser ist alles gesagt und Radsportfans wissen, dass wieder einmal eine Flucht ansteht, durch die das Hauptfeld beschäftigt werden soll, denn in diesem gibt es Mannschaften mit verschiedenen Interessen. Gerade bei Flachetappen mit erwartetem Sprint müssen die Sprinterteams die Flüchtenden wieder einfangen und das kann bei der täglichen Tempoarbeit zum Problem werden.

Hauptfeld gewinnt meist, Ausreisser daher selten

Generell haben die Ausreisser aber schlechte Karten. Das hat sich verstärkt, seit es den Funk gibt, weil die Teammanager ihren Fahrern sehr genau mitteilen können, wie groß der Abstand ist und wie schnell gefahren werden muss, um sie rechtzeitig vor dem Ziel wieder einzuholen. Die Fluchtgruppen kommen selten durch, die Siegchance ist daher überschaubar.

Es hängt aber auch von der Rennsituation oder dem Rennen generell ab. Bei einem Eintagesrennen hat man kaum eine Chance, weil die Sprinter wollen unbedingt um den Sieg fahren. Bei einer Etappe, also einer Rundfahrt, kann es schon sein, dass man die Gruppe wegfahren lässt, weil man selbst müde ist. Solche Etappen gibt es etwa bei der Tour de France, wenn nach der ersten Woche viele Sprints gefahren wurden und nach den ersten Bergetappen alle müde sind. Dann kann eine Fluchtgruppe auch großen Vorsprung erreichen, weil die Sprintermannschaften selbst nicht mehr die Energie haben, um das Loch zuzufahren.

Eine andere Situation ist gegeben, wenn sich bekannte Roleure in der Gruppe befinden, die über die nötige Tempohärte verfügen. Sie können sich gegenseitig so unterstützen, dass es für das Hauptfeld mühsam wird, den Rückstand zu kompensieren. Dann haben die Ausreisser auch eine gute Chance, den Sieg unter sich auszumachen. Aber meist gewinnt das Hauptfeld, zu stark ist man gemeinsam gegen die müde werdenden Ausreisser, zu gleich ist auch das Ziel aller Sprinter im Feld.

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