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Anfahrer im Massensprint

Vorbereitung des Massensprints für den Kapitän

Eigentlich ist es sehr widersprüchlich, dass der Sprinter im Radsport über große Muskelpakete verfügt, sehr schnell fahren kann, aber chancenlos ist, wenn er diese Fähigkeiten länger als 300 Meter zeigen muss. Ein Sprint über einen Kilometer ist undenkbar, denn spätestens bei der Marke von 500 Meter würde den Sprinters die Kraft ausgehen. Deshalb sind manche Radteams zu Sprinterteams geworden, die sich auf die Vorbereitung des Massensprints konzentrieren und dazu braucht es Anfahrer.

Anfahrer: Vorbereiter für den Kapitän

Ein Anfahrer ist ein tempofester Radprofi, der eine hohe Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum halten kann. In seinem Windschatten kann sein Kollege, der Sprinter und häufig auch Kapitän der Mannschaft, sich verstecken und Kraft sparen, um die verbliebene Energie im eigentlichen Sprint auspacken und zeigen zu können. Daher ist es die Aufgabe des Anfahrers, den Sprinter möglichst nahe zum Ziel zu führen, wobei die Aufgabenstellung mehrere Ebenen betrifft.

Eine Aufgabe ist der Schutz des Sprinters. Mit hoher Geschwindigkeit wird ein Zug gebildet, der aus mehreren Fahrern des Teams besteht und an dessen Ende der Sprinter selbst zu finden ist. Kann der erste Anfahrer nicht mehr, dann weicht er zur Seite und der nächste ist an der Reihe. Hat man seine Aufgabe gut gelöst, dann scheidet der letzte Anfahrer 200 bis 300 Meter vor dem Ziel aus und der Sprinter erledigt im optimalsten Fall den Rest und gewinnt das Rennen für die Mannschaft.

Die zweite Aufgabe geht mit der ersten einher und zwar in dem Sinn, dass keine Attacken aus dem Feld passieren, wenn man durch eine hohe Geschwindigkeit diese fast unmöglich macht. Gerade auf den letzten Kilometern einer Flachetappe wird sehr schnell gefahren, damit der Massensprint nicht gefährdet werden kann. So fahren nur noch die Sprintermannschaften, um ihre Kapitäne in eine gute Position zu bringen und Ausreißer gibt es in dieser Rennphase so gut wie keine mehr.

Und schließlich hat man als Anfahrer die Aufgabe, seinen Kapitän nach vorne zu bringen. Wenn eine andere Mannschaft einen Zug aufgebaut hat und für hohes Tempo sorgt, der eigene Kapitän aber weiter hinten im Feld ist, dann ist es Aufgabe der Anfahrer aus seinem Team, den Sprinter im Winterschatten nach vorne zu bringen, um die Siegchancen zu erhöhen.

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Im Radrennen gibt es die unterschiedlichsten Typen und Rollen innerhalb der Mannschaft. Wenn es um den Sprint geht, dann braucht es einen Anfahrer für ein hohes Thema. Davon profitiert der Sprinter und er muss aber auch liefern und den Sieg für seine Mannschaft holen. Bevor es zum Sprint kommt, sorgt der Wasserträger für die Unterstützung und holt Getränke vom Teamfahrzeug.

Geht es in die Berge, dann sind die Bergfahrer gefragt. Die besten unter ihnen werden auch als Bergziege  bezeichnet. Sie sind leicht und können daher auch besser und schneller die Pässe hinaufklettern. In den großen Rundfahrten ist das die Voraussetzung für ein gutes Gesamtergebnis. Hat man die Fähigkeit, dann ist man auch ein Klassementfahrer und manche fahren ganz gut hinauf, aber noch besser hinunter, ein solcher Radprofi ist dann ein Abfahrtsspezialist.

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Anfahrer für den MassensprintArtikel-Thema:
Anfahrer im Massensprint
letztes Datum:
01. 09. 2020

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