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Allrounder im Straßenrennen

Universell guter Radprofi von flach bis steil

Die großen Gegenpole beim Radprofi sind einerseits der Sprinter mit seinem Gewicht, seiner Wucht und Kraft und andererseits der Bergfahrer mit seinem schlanken Körperbau und seiner Ausdauer bei der Kletterei. Dazwischen gibt es aber noch den Allrounder, der von allem ein wenig anzubieten hat.

Vielseitiger Rennfahrer für Rundfahrt und Eintagesrennen

Der Allrounder ist ein Radprofi, der gut die Berge hochfahren kann, aber der keine Bergziege ist. Er kann bei mittelschweren Bergetappen einer Rundfahrt vielleicht mit Mühe mit der Spitzengruppe mitfahren, meist wird er aber doch abgehängt, doch geht es ihm bei guter Form besser als den Sprintern, die kämpfen müssen, um im Zeitlimit das Ziel zu erreichen. Gleichzeitig kann der Allrounder auch mit den Sprintern im Massensprint mitsprinten, aber auch hier ist er nicht zu den Besten zu zählen, obwohl der eine oder andere Sieg gelingen mag.

Die große Stärke kann der Allrounder dann ausspielen, wenn beides gefragt ist, zum Beispiel bei den Eintagesrennen. Die belgischen Klassiker, aber auch die Rennen in Frankreich und Holland, zum Teil auch Rennen in Spanien und Italien, bieten sich für diese Profis an, denn es gibt Hügel, die zum Teil auch steil sein können, die aber kurz ansteigen, sodass sie mit ihren Fähigkeiten kein Problem haben, mitzuhalten oder gar anzugreifen. Die Rennen haben viele Wellen, die den Rhythmus brechen können, womit die reinen Sprinter bei manchen Rennen ihre Probleme haben und es braucht Sprintqualitäten im Zielbereich.

Alle Fertigkeiten bringt der Allrounder mit und ist damit ein Topfavorit auf den Sieg. Er ist bei den reinen Sprintetappen der großen Rundfahrten ein Außenseiter, er ist bei den Hochgebirgsetappen auch ein Außenseiter, aber wenn es Mittelgebirgsetappen gibt, sind diese Fahrer wieder gefragt, weil sie die Berge durchaus beachtlich überwinden können und weil sie auf solchen Etappen nicht so schwer sind. Gleichzeitig sind sie tempofeste Fahrer, die auch 50 Kilometer gegenüber dem Hauptfeld Widerstand leisten können.

Obwohl sie eigentlich nirgends wirklich spitze sind, finden die Allrounder im Straßenrennen trotzdem jene Rennen, die ihnen mehr liegen als dem Rest der Teilnehmer. Und wenn man sie in eine Fluchtgruppe lässt und diese einen größeren Vorsprung vor dem letzten Berg einer anspruchsvollen Etappe hat, dann kann er auch über sich hinauswachsen und die Etappe gewinnen. Unterschätzen darf man den Allrounder nie.

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Geht es in die Berge, dann sind die Bergfahrer gefragt. Die besten unter ihnen werden auch als Bergziege  bezeichnet. Sie sind leicht und können daher auch besser und schneller die Pässe hinaufklettern. In den großen Rundfahrten ist das die Voraussetzung für ein gutes Gesamtergebnis. Hat man die Fähigkeit, dann ist man auch ein Klassementfahrer und manche fahren ganz gut hinauf, aber noch besser hinunter, ein solcher Radprofi ist dann ein Abfahrtsspezialist.

Zwischen dem Sprinter und der Bergziege gibt es noch andere Fahrer wie den Allrounder, der alles recht gut kann. Ein Rouleur ist wiederum ein Radprofi, der eine hohe Geschwindigkeit lange halten kann. Und ein Ausreisser ist ein Fahrer, der dem Feld enteilt, wobei es auch Leute gibt, die ständig angreifen.

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Allrounder im RadrennenArtikel-Thema:
Allrounder im Straßenrennen
letztes Datum:
01. 09. 2020

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