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Vorhand im Tennissport

Der für die meisten einfachere Grundschlag

Das Tennisspiel teilt sich abgesehen von Spezialitäten wie Volley (Flugball) oder Service (Aufschlag) in die Vorhand und Rückhand, wobei die Rückhand am Körper vorbei auf der Seite gespielt wird, auf der nicht der Schläger gehalten wird - also bei Rechtshänder spielt man den Ball auf der linken Seite. Die Vorhand ist einfacher, weil man als Rechtshänder eine gerade Bewegung durchführen kann und die rechte Seite nicht verlässt. Daher ist diese Schlagtechnik bei den meisten Damen und Herren im Profitennis die bessere Seite.

Ausführung des Vorhandschlags

Vorhand oder Vorhandschlag im TennisspielBeim Vorhandschlag führt man den Schläger mit der Schlaghand seitlich hinter den Körper und holt damit aus, um den Ball mit Wucht treffen zu können. Im Tenniskurs lernt man, dass dies dann optimal erfolgt, wenn der Gegenspieler die Unterseite des Schlägers sehen kann. Der Schläger hat damit einen Winkel von fast genau 90 Grad zum Körper nach hinten. Im richtigen Moment schwingt man mit dem Schläger nach vorne, der damit eine Kurve beschreibt und trifft den Ball mit dem Zentrum des Schlägers, um ihn kraftvoll zurückzuspielen. Natürlich kann man auch andere Spielarten wählen und mit Schneiden eine ganz eigene Technik einsetzen, um den Gegner zu verwirren oder auch zu überraschen.

Da man nicht ins Knie gehen muss wie etwa beim Rückhandschlag und auch den Schläger nicht am Körper vorbeiführen muss, ist dies die natürlichere und einfachere Technik und bietet mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist, dass man leichter Druck ausüben kann, weil man sehr stabil agieren kann. Ein zweiter Vorteil ist, dass man eher unter Druck den Ball zurückspielen kann als auf der Rückhandseite.

Und viele finden es auch einfacher, den Ball zu kontrollieren und den Gegner von einer Ecke in die andere zu hetzen. Das wurde zudem umso wichtiger, als immer mehr von der Grundlinie agiert wurde und nicht mehr der Netzangriff das Thema des Spiels war.

Vorhandschlag im Tennissport

Wenn ein Tennisspiel im Fernsehen übertragen wird, spricht man häufig nur von der Vorhand oder der Rückhand, womit die Seite gemeint ist, auf der der Ball mit dem Schläger getroffen werden muss, um regelkonform zurückspielen zu können. Das bedeutet aber nicht, dass man damit auch weiß, wie der Ball gespielt wird, weil es viele Möglichkeiten zum Thema gibt.

Die Vorhand ist bei den meisten Profis die stärkere Seite, weil man mit weniger Bewegung auskommt. Man braucht nicht die Stabilität wie bei der Rückhand und kann den Schläger gerade durchziehen. Daher umlaufen auch viele die Rückhandseite gerne, um mit der Vorhand mehr Druck bei einem Grundlinienduell auszuüben. Ungeachtet dessen hat man viele Optionen, wie der Ball gespielt wird - vom Stopp über den hohen Lob bis zu einem sehr geraden Schlag, den man als Gewinnschlag oder englisch Winner anbringen möchte.

Vorhand und Powertennis

Im Tennissport gab es immer eine Unterscheidung zwischen den Angriffsspielern, die zum Netz laufen und Druck ausüben und den Grundlinienspielern, die mit Vorhand und Rückhand und viel Laufarbeit zum Erfolg kommen wollen. Durch die körperliche Fitness wurde das Netzspiel immer mehr zum Problem und das Powertennis von der Grundlinie wurde zum großen Thema. Das bedeutet, dass man vor allem mit der Vorhand viel Druck ausübt und aus dem Halbfeld vor der Grundlinie mit starken Schlägen den Gegner ins Laufen bringt.

Andre Agassi war einer jener Generation, der dieses Spiel zur Perfektion gebracht hatte, aber auch der Angriffsspieler Pete Sampras verstand es gut, von der Grundlinie zu agieren. Er war nicht zufällig lange die Nummer 1, weil er sowohl beim Netz als auch von der Grundlinie Möglichkeiten hatte, Punkte souverän zu erspielen. Heute spielt man fast nur von der Grundlinie und das hat den Grund, dass mit diesen Grundschlägen der Netzangriff fast aussichtslos wurde. Sehr gute Spieler können den Druck auch mit der Rückhand erzeugen, aber meist wird das Powertennis über die Vorhand aufgebaut.

Der Ausdruck entstand, weil man mit viel Druck von der Grundlinie aus agiert. In den 1980er-Jahren hatte man mit Serve-And-Volley den Gegner unter Druck gesetzt, indem man nach einem starken Aufschlag am Netz wartete, um den Punkt per Volley fertigzuspielen. Die Spielzüge waren kürzer, der Gegner hatte nur bedingt die Möglichkeit, den Netzspieler auszuspielen. Heute sind die Spieler viel schneller und agieren mit mehr Geschwindigkeit. Sie können viel leichter den Ball am Netzspieler vorbeispielen und erzeugen damit Passierschläge, wodurch man in der Netzposition nicht mehr der offensive Spieler ist, sondern in die Defensive gedrängt wird. Einer der Hauptgründe ist dabei die starke Vorhandseite mit sehr schnellen Schlägen.

Noch schlimmer wird die Lage auf Sand, weil dabei hat der Grundlinienspieler noch mehr Zeit, seinen Schlag vorzubereiten. Aber selbst auf Rasen spielt man kaum mehr am Netz aus genau den genannten Gründen.

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[aktuelle Seite]

Vorhand im Tennisspiel

Die Vorhand oder auch der Vorhandschlag ist eine Grundtechnik im Tennisspiel und wird von der Grundlinie aus gespielt - die meist einfachere Seite der meisten Spieler.

Vorhand Winner

Der Vorhand Winner ist ein direkter Punktschlag im Tennisspiel, der von der Grundlinie oder dem Halbfeld aus ausgeführt wird.

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