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Australian Open in Melbourne

Hartplatzturnier und erstes Grand Slam Turnier des Jahres

Das ganze Jahr über gibt es im Profitennis bei Damen und Herren viele Turniere von den Futures bis zu den großen Turnieren, doch vier Höhepunkte ragen immer heraus und zwar die Grand Slam-Turniere, bei denen es viel mehr Punkte für die Weltrangliste gibt, wenn man siegreich sein kann. Das erste der vier Turniere sind die Australian Open in Melbourne, Australien, die Ende Jänner stattfinden und damit im australischen Hochsommer - was ein Kriterium ist.

Australian Open: Inhalt

Australian Open - Geschichte und Bedeutung

Tennisturniere Australian Open in MelbourneViele Tennisfans, die es nicht so mit dem Winter haben, lieben die Übertragungen der Australian Open, weil zu dem Zeitpunkt, wenn bei 30 oder gar 40 Grad im Schatten auf dem Tennisplatz geschwitzt wird, hat es in Mitteleuropa oft bis zu 40 Grad weniger und schneit. Es ist schon eine sehr seltsame Situation, wenn man mit der Winterjacke unterwegs ist und dann daheim die Probleme sieht, die die Spielerinnen und Spieler haben, wenn der australische Sommer es wieder einmal übertreibt und es hat schon Turniere bei den Australian Open gegeben, bei denen Spiele unterbrochen werden mussten, weil es einfach schon gesundheitsgefährdend wurde.

Die Australian Open sind das erste von vier Grand Slam-Turnieren und wurden bis 1987 auf Rasen gespielt, womit es innerhalb der vier Turniere mit Wimbledon zwei Stück auf Rasen gab. Man hat dies dann aber auf Hartplatz umgeändert und spielt auf einem Rebound-Ace-Belag, womit ein weiteres Turnier im Kalender Hartplatz als Oberfläche nutzt. Die Australian Open sind ein sehr beliebtes Turnier, das medial vielleicht nicht ganz so beachtet wird wie Wimbledon oder die US-Open, aber viele Menschen mögen Australien, mögen die Lockerheit der Leute und mögen auch das Turnier an sich.

Wie bei jedem Grand Slam-Turnier kann man 2.000 Punkte für die Weltrangliste einfahren, wenn man das Turnier gewinnt und das bedeutet, dass ein guter Start bei diesem großen Turnier auch ein perfekter Einstieg für das neue Tennisjahr ist. Das heißt, dass für alle Damen und Herren über das Turnier hinaus die Bedeutung der Australian Open sehr groß ist. Zudem fühlen sich viele wohl, weil es trotz der großen Anlagen eine eher familiäre Gesamtsituation gibt und auch die Fans sind locker drauf. Das bekommt man auch bei den Übertragungen frei Haus geliefert.

Sportliche Bedeutung

Über die Weltranglistenpunkte und die Preisgelder hinaus ist das Turnier für den Start in die neue Saison ein Kriterium. Man muss praktisch sofort funktionieren, wobei bei den Herren wie gewohnt auf drei Gewinnsätze gespielt wird, weshalb man einen misslungenen ersten Satz in Runde eins verkraften kann, aber wer noch nicht richtig auf Betriebstemperatur ist, kann auch schnell die Koffer packen. Denn wie bei jedem Grand Slam-Turnier müssen alle - auch die Nummer eins der Weltrangliste - sieben Runden überstehen, wobei die siebente Runde das Finale ist.

Nicht wenige Spielerinnen und Spieler kommen zu den Australian Open und wissen nicht so recht, wo sie stehen, weil die bisherigen Testspiele oder kleineren Turniere nicht so liefen wie gewohnt oder gewünscht. Nach den Australian Open wissen sie, was Sache ist - im positiven wie auch negativen Sinne. Das wesentliche Kriterium in Australien ist aber, dass man sich auf die Hitze einlassen muss. Richtig kalt ist es auch im europäischen Sommer nicht, wenn bei 40 Grad am Center-Court bei Sandplatzturnieren gespielt wird oder in den USA, wenn im Juli und August auf Hartplatz der Ball gespielt wird, aber in Australien kann es richtig heiß zugehen und am Center-Court noch heißer. Wer das nicht aushält, wird keinen Erfolg haben.

Wann finden die Australian Open statt?

Es gab eine kurze Phase mit einem Dezember-Termin, aber traditionell werden die Australian Open in der dritten Jännerwoche begonnen und dann gibt es zwei Wochen volles Programm mit Einzel, Doppel, Mixed und Jugendbewerb, wobei schon davor die Qualifikation mit drei Runden gespielt wird.

Auslosungen, Spielberichte und viele weitere Details finden Sie auf der Webseite des Veranstalters.

https://ausopen.com/

Turniersiegerinnen bei den Australian Open seit 1970

Seit 1922 werden Damenbewerbe bei den Australian Open ausgetragen. Da sieben Siege nötig sind, um das Turnier gewinnen zu können, bleibt die Summe der Zufallssiegerinnen sehr gering. Die nachstehende Siegerliste umfasst die Gewinnerinnen der Australian Open seit dem Jahr 1970.

Die Siegerinnen sind auch in Australien meist jene Damen, die das ganze Jahr über dominieren. Auch wenn es Damen gibt, die über Jahre sehr gut spielen, aber nie beim Grand Slam Turnier erfolgreich sein können. Eine solche war lange Zeit Caroline Wozniacki, die auch über längere Zeit die Nummer eins war, aber bis zu den Australian Open 2018 warten musste, um endlich ihren ersten Titel bei einem Grand Slam Turnier erreichen zu können.

Den ersten japanischen Sieg erlebte man auch spät, nämlich 2019 mit Naomi Osaka, die davor bei den US Open schon siegreich war und sich damit auch die Nummer 1 in der Weltrangliste sichern konnte.

Ergebnis 2019

Naomi Osaka (Japan/4) - Petra Kvitova (Tschechien/8) 7:6, 5:7, 6:4

Siegerliste Australian Open

2019 Naomi Osaka (Japan)
2018 Caroline Wozniacki (Dänemark)
2017 Serena Williams (USA)
2016 Angelique Kerber (Deutschland)
2015 Serena Williams (USA)
2014 Li Na (China)
2013 Viktoria Asarenka (Weißrussland)
2012 Viktoria Asarenka (Weißrussland)
2011 Kim Clijsters (Belgien)
2010 Serena Williams (USA)

2009 Serena Williams (USA)
2008 Maria Sharapova (Russland)
2007 Serena Williams (USA)
2006 Amelie Mauresmo (Frankreich)
2005 Serena Williams (USA)
2004 Justine Henin-Hardenne (Belgien)
2003 Serena Williams (USA)
2002 Jennifer Capriati (USA)
2001 Jennifer Capriati (USA)
2000 Lindsay Davenport (USA)

1999 Martina Hingis (Schweiz)
1998 Martina Hingis (Schweiz)
1997 Martina Hingis (Schweiz)
1996 Monica Seles (USA)
1995 Mary Pierce (Frankreich)
1994 Steffi Graf (Deutschland)
1993 Monica Seles (Jugoslawien)
1992 Monica Seles (Jugoslawien)
1991 Monica Seles (Jugoslawien)
1990 Steffi Graf (Deutschland)

1989 Steffi Graf (Deutschland)
1988 Steffi Graf (Deutschland)
1987 Hana Mandlikova (CSSR)
1985 Martina Navratilova (USA)
1984 Chris Evert (USA)
1983 Martina Navratilova (USA)
1982 Chris Evert (USA)
1981 Martina Navratilova (USA)
1980 Hanna Mandlikova (CSSR)

1979 Barbara Jordan (USA)
1978 Chris O´Neill (Australien)
1977 Evonne Goolagong Cawley (Australien)
1977 Kerry Reid (USA)
1976 Evonne Goolagong (Australien)
1975 Evonne Goolagong (Australien)
1974 Evonne Goolagong (Australien)
1973 Margaret Smith Court (Australien)
1972 Virginia Wade (Großbritannien)
1971 Margaret Smith Court (Australien)
1970 Margaret Smith Court (Australien)

 

Turniersieger bei den Australian Open seit 1970

Die Australian Open haben bei den Herren wenige Überraschungssieger hervorgebracht. Natürlich gab es immer wieder ein paar Sensationen und äußerst schöne und spannende Spiele, aber es bedarf halt doch sieben Siege, um das Turnier zu gewinnen und deshalb setzten sich meisten die Superstars durch.

Ein Experte in Australien ist Novak Djokovic aus Serbien, der den Titel 7-mal gewinnen konnte. Roger Federer hatte 2018 seinen 6. Titel holen können und war mit Djokovic gleichgezogen, aber 2019 fertigte Novak Djokovic Dauerrivale Rafael Nadal mit 6:3, 6:2, 6:3 ab und holte Titel Nummer 7 in Melbourne, womit er wieder der alleine Rekordhalter wurde. Nebenbei war das erstaunlicherweise das erste Mal, dass Dauerkämpfer Nadal ein Finale bei einem Grand Slam-Turnier in drei Sätzen verloren hatte.

Ergebnis 2019

Novak Djokovic (Serbien/1) - Rafael Nadal (Spanien/2) 6:3, 6:2, 6:3

Siegerliste Australian Open

2019 Novak Djokovic (Serbien)
2018 Roger Federer (Schweiz)
2017 Roger Federer (Schweiz)
2016 Novak Djokovic (Serbien)
2015 Novak Djokovic (Serbien)
2014 Stanislas Wawrinka (Schweiz)
2013 Novak Djokovic (Serbien)
2012 Novak Djokovic (Serbien)
2011 Novak Djokovic (Serbien)
2010 Roger Federer (Schweiz)

2009 Rafael Nadal (Spanien)
2008 Novak Djokovic (Serbien)
2007 Roger Federer (Schweiz)
2006 Roger Federer (Schweiz)
2005 Marat Safin (Russland)
2004 Roger Federer (Schweiz)
2003 Andre Agassi (USA)
2002 Thomas Johansson (Schweden)
2001 Andre Agassi (USA)
2000 Andre Agassi (USA)

1999 Jewgeni Kafelnikow (Russland)
1998 Petr Korda (Tschechien)
1997 Pete Sampras (USA)
1996 Boris Becker (Deutschland)
1995 Andre Agassi (USA)
1994 Pete Sampras (USA)
1993 Jim Courier (USA)
1992 Jim Courier (USA)
1991 Boris Becker (Deutschland)
1990 Ivan Lendl (CSSR)

1989 Ivan Lendl (CSSR)
1988 Mats Wilander (Schweden)
1987 Stefan Edberg (Schweden)
1985 Stefan Edberg (Schweden)
1984 Mats Wilander (Schweden)
1983 Mats Wilander (Schweden)
1982 Johan Kriek (Südafrika)
1981 Johan Kriek (Südafrika)
1980 Brian Teacher (USA)

1979 Guillermas Vilas (Argentinien)
1978 Guillermas Vilas (Argentinien)
1977 Vitas Gerulaitis (Argentinien)
1977 Roscoe Tanner (USA)
1976 Mark Edmonson (Australien)
1975 John Newcombe (Australien)
1974 Jimmy Connors (USA)
1973 John Newcombe (Australien)
1972 Ken Roswall (Australien)
1971 Ken Roswall (Australien)
1970 Arthur Ashe (USA)

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